Knall in Luzern: FCL entlässt Trainer René Weiler
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Knall in LuzernFCL entlässt Trainer René Weiler

Nach knapp sieben Monaten endet für René Weiler das Kapitel Luzern. Der FCL nennt die Trennung die einzige Lösung.

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sda/red
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Trainerwechsel in der Super League 2018/19Am 17. Februar 2019 gibt der FC Luzern die Entlassung von René Weiler bekannt. Er war im Sommer als Nachfolger von Gerardo Seoane gekommen.

Trainerwechsel in der Super League 2018/19Am 17. Februar 2019 gibt der FC Luzern die Entlassung von René Weiler bekannt. Er war im Sommer als Nachfolger von Gerardo Seoane gekommen.

Keystone/Alexandra wey
Es ist nicht der erste Wechsel seit dem Jahreswechsel. Erst eine Partie ist in der Rückrunde absolviert, da zieht Schlusslicht Xamax die Reissleine: Michel Decastel muss gehen.

Es ist nicht der erste Wechsel seit dem Jahreswechsel. Erst eine Partie ist in der Rückrunde absolviert, da zieht Schlusslicht Xamax die Reissleine: Michel Decastel muss gehen.

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Sein Nachfolger ist Fabio Celestini. Wenige Monate zuvor war seine Zeit in Lausanne zu Ende gegangen.

Sein Nachfolger ist Fabio Celestini. Wenige Monate zuvor war seine Zeit in Lausanne zu Ende gegangen.

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Der FC Luzern hat auf den schwachen Start in die Rückrunde der Super League mit drei Niederlagen reagiert. 24 Stunden nach dem 0:3 zuhause gegen Lugano stellten die Zentralschweizer ihren Trainer René Weiler frei.

«Es hat sich in den letzten Wochen herauskristallisiert, dass zwischen dem Cheftrainer und der sportlichen Leitung des Vereins, unterschiedliche Auffassungen betreffend der Qualität des Teams und der weiteren Entwicklung der Mannschaft und des Kaders bestanden», begründet Sportchef Remo Meyer die sofortige Freistellung in einer Mitteilung des Clubs.

Schwacher Start ins neue Jahr

Weiler hatte seine Aufgabe in Luzern im letzten Sommer mit einem Dreijahresvertrag angetreten. Nach anfänglichen Schwierigkeiten steigerte sich der FCL gegen Ende der Vorrunde; aus den letzten fünf Spielen 2018 resultierten zehn Punkte.

Der Start in die Rückrunde missriet allerdings komplett. Gegen Xamax (1:2), Sion (1:3) und Lugano (0:3) verliessen die Luzerner den Platz als Verlierer. Nach 21 Runden der Super League belegt der FCL den 7. Platz. Der Vorsprung auf den Tabellenneunten Neuchâtel Xamax, das sich auf dem Barrage-Platz befindet, beträgt sechs Punkte.

Vor seinem Engagement bei Luzern hatte Weiler den RSC Anderlecht 2017 zum belgischen Meistertitel geführt. Zuvor hatte der 45-jährige Winterthurer unter anderen den 1. FC Nürnberg, Aarau und Schaffhausen trainiert.

Trainerstühle sind Schleudersitze

Bei der Ablösung von Weiler handelt es sich um den fünften Trainerwechsel in der aktuellen Saison. Vor Weiler hatten Raphael Wicky (Basel), Maurizio Jacobacci (Sion), Guillermo Abascal (Lugano) und zuletzt Michel Decastel (Xamax) gehen müssen.

Aktuell ist in der Super League nur ein Trainer tätig, der auf eine mindestens einjährige Tätigkeit zurückblicken darf: Marc Schneider. Gemäss transfermarkt.ch war Thuns Cheftrainer zum Zeitpunkt von Weilers Entlassung ein Jahr, sieben Monate und 17 Tage in Thun tätig. Die Nummer zwei in diesem unrühmlichen Ranking ist FCZ-Coach Ludovic Magnin mit 11 Monaten und 28 Tagen.

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