Aktualisiert 01.12.2019 18:20

Heimspiel FC Luzern

Luzerner Untergang gegen den (Ex-)Lieblingsgegner

Fünfte Liga-Niederlage in F0lge. Gegen St.Gallen zieht es für den FCL gleich eine 1:4-Klatsche nach sich. Wie geht es nun mit Trainer Häberli weiter?

von
Darius Herzog
1 / 5
Jubel bei den Gästen kurz vor der Pause. Quintillà (Mitte) bringt seine Farben per Elfmeter in Front und jubelt ausgelassen vor dem FCL-Anhang. Dafür gibt es später noch gelb.

Jubel bei den Gästen kurz vor der Pause. Quintillà (Mitte) bringt seine Farben per Elfmeter in Front und jubelt ausgelassen vor dem FCL-Anhang. Dafür gibt es später noch gelb.

Keystone/Gian Ehrenzeller
Ausgleich! Captain Pasci Schürpf kann, mittels Penalty, umgehend reagieren. Das 1:1 kommt eigentlich mit dem Pausenpfiff zu einem psychologisch optimalen Zeitpunkt.

Ausgleich! Captain Pasci Schürpf kann, mittels Penalty, umgehend reagieren. Das 1:1 kommt eigentlich mit dem Pausenpfiff zu einem psychologisch optimalen Zeitpunkt.

Keystone/Gian Ehrenzeller
Aber am Schluss sind es die Ostschweizer, die feiern. Quintillà (Nr. 8) verwandelt seinen zweiten Elfer an diesem Abend gekonnt, bringt St.Gallen mit 1:3 in Front. Am Schluss stehts 1:4.

Aber am Schluss sind es die Ostschweizer, die feiern. Quintillà (Nr. 8) verwandelt seinen zweiten Elfer an diesem Abend gekonnt, bringt St.Gallen mit 1:3 in Front. Am Schluss stehts 1:4.

Keystone/Gian Ehrenzeller

Und wieder geht der FC Luzern geschlagen vom Feld. In der Liga ist dies bereits zum fünften Mal in Folge der Fall. Zuletzt eine solche Negativserie gab es in der Saison 2016/17 unter Markus Babbel. Der Deutsche "überlebte" die Pleitenflut - ob dies heuer von Häberli auch behauptet werden kann, steht in den Sternen.

Trotz mehr Ballbesitz und auch mehr Torschüssen für die Gäste, gestaltete sich die Partie nicht so einseitig, wie das Resultat einen zu glauben vermag. St.Gallen machte zwar über 90 Minuten einen frischeren Eindruck, aber als es bis zur 67. Minute 1:1 stand, hätte wohl niemand gedacht, dass es für Luzern in solch einem Fiasko enden würde.

Die erste Halbzeit: Ausser der Rudelbildung in der 23. Minute, sorgten nur die zwei Elfmeter kurz vor der Pause für Aufsehen. Erst wird Demirovic klar gefällt, dann gibt es ein Handspiel im St.Galler Strafraum. Beide Schützen verwandeln sicher.

Genickschlag in Minute 67 - wie nun weiter mit Häberli?

In Durchgang zwei zeigte sich das Geschehen auf dem Platz bis zur 67. Minute mehr oder weniger ausgeglichen. Dann kam der Geniestreich von Nati-Held Cedric Itten, der Babic perfekt per Aussenrist lancierte und dieser souverän versenkte. Luzern versuchte umgehend zu antworten und scheiterte nur Minuten später in Person von Captain Schürpf am Pfosten (74.).

In der Folge verlor der FCL das Konzept, legte noch mehr in die Offensive, ohne aber Zählbares zu produzieren. Dagegen öffneten sich hinten Lücken. Nach einem VAR-Entscheid gab es den bereits dritten Elfmeter, welchen Quintillà wiederum stark ins Netz drosch (79.). Dann nur kurz später machte Demirovic mit seinem bereits 8. Saisontreffer endgültig den Deckel drauf (83.).

Am kommenden Samstag muss der FCL nach Bern reisen zu den Young Boys und Ex-Coach Seoane, die heute gegen Basel unter die Räder kamen und auf Wiedergutmachung aus sind. Fehlen werden dann zusätzlich zu den vielen Absenzen die gesperrten Sidler und Voca. Wie geht es also weiter? Und: Wie geht es mit Häberli weiter? Wir sind gespannt.

Luzern - St. Gallen 1:4 (1:1)

8922 Zuschauer. - SR Dudic. - Tore: 41. Quintilla (Foulpenalty) 0:1. 45. Schürpf (Handspenalty) 1:1. 67. Babic (Itten) 1:2. 79. Quintilla (Handspenalty) 1:3. 83. Demirovic (Quintilla) 1:4.

Luzern: Müller; Knezevic, Lucas, Cirkovic (74. Demhasaj).; Grether, Mistrafovic, Voca (89 Emini), Sidler; Males; Ndiaye (86. Margiotta), Schürpf.

St. Gallen: Stojanovic; Hefti, Stergiou, Letard, Muheim; Quintilla; Görtler, Ruiz (86. Fazliji); Itten; Demirovic (91. Wiss), Babic (76. Guillemenot).

Bemerkungen: Luzern ohne Eleke (gesperrt), Kakabadse, Schwegler, Ndenge, Schulz, Arnold und Binous (alle verletzt). St Gallen ohne Bakayoko, Nuhu, Lüchinger und Strübi (alle verletzt). 74. Pfostenschuss Schürpf. Verwarnungen: 21. Grether (Foul), 23. Letard (Unsportlichkeit), 23. Knezevic (Unsportlichkeit), 24. Sidler (Foul), 42. Quintilla (Unsportlichkeit), 42. Zibung (auf Spielerbank/Reklamieren), 64. Görtler (Foul), 73. Voca (Foul), 91. Demhasaj (Foul).

Deine Meinung

Fehler gefunden?Jetzt melden.