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Verfahren eingestelltFCL-Goalie wird nach Schiedsrichter-Beleidigung nicht bestraft

Überraschende Wendung im Fall Marius Müller: Der Luzern-Goalie wird nach seiner Wutrede nicht bestraft. Wie die Swiss Football League mitteilt, wird das Verfahren eingestellt.

von
Nils Hänggi

Hier rastete Marius Müller aus.

Video: SRF

Darum gehts

  • Im Dezember holte Luzern-Goalie Marius Müller zum Rundumschlag aus.

  • In einem Interview kritisierte er heftig die Schweizer Schiedsrichter.

  • Die Folge: Die Swiss Football League leitete ein Verfahren ein, eine Strafe drohte.

  • Nun ist klar: Müller wird nicht bestraft.

Seine Aussagen waren heftig und sehr deutlich. Im Dezember nach der 1:2-Niederlage gegen Lausanne tobte Luzern-Goalie Marius Müller live im TV. «Das geht mir tierisch auf den Sack!», sagte der 27-Jährige. Und: «Ihr habt einen guten Schiedsrichter in der Schweiz. Und da gibt’s Verantwortliche, die die Jungs schulen sollten, aber das funktioniert offenbar nicht.» Welchen Schiri er als den besten bezeichnet, wollte Müller nicht sagen, er sagte nur: «Das liegt auf der Hand …»

Die Folge: Die Swiss Football League eröffnete ein Verfahren gegen ihn, eine Strafe drohte. Doch nun, anfangs Januar, die überraschende Wende: Wie die Liga mitteilt, wird das Verfahren gegen den FCL-Goalie eingestellt. Die SFL teilt in einem Communiqué mit: «Der Torhüter des FC Luzern, Marius Müller, wird für seine Äusserungen zu den Schiedsrichterleistungen direkt im Anschluss an die Niederlage im Meisterschaftsspiel vom 20. Dezember 2020 gegen den FC Lausanne-Sport nicht sanktioniert. Der Disziplinarrichter im Spielbetriebswesen der Swiss Football League hat entschieden, das Disziplinarverfahren einzustellen.»

Wie die Liga zu diesem Entscheid kam, ist nicht klar. Sicher nur: Der FC Luzern freut sich. «Gute Nachrichten! Die SFL hat das Verfahren gegen Marius Müller eingestellt und unser Torhüter wird somit nicht gesperrt», schreibt der Club auf Twitter.

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13 Kommentare
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Jofrank

04.01.2021, 21:27

Er hat nur eine Feststellung geäussert, die schon seit Jahren in der Schweiz ist. Seit Jahren keine FIFA Schiedsrichter mehr, erst seit kurzem wieder einer.

Pierluigi Collina

04.01.2021, 21:21

So..hört hört. Somit darf man jetzt jedem (ausser einem) Schiris sagen, dass er keine Ahnung hat. Gut zu wissen für die anderen Spieler. Und auch erstaunlich, da die Top Spieler Vorbilder sind für die jungen. Also nicht wundern wenn bereits E Junioren den Schiris Inkompetenz vorwerfen. Man darf das ja offensichtlich. Vielleicht ist es aber auch ein Zugeständnis der Schiris? Nach dem Motto "hast recht, wir können nix"

Joae

04.01.2021, 20:03

Warum wurde Stocker bestraft? Gibt es zwei Arten von Schiefsrichterbeleidigungen? Das stinkt wieder einmal zum Himmel.