Aktualisiert 10.08.2017 14:31

Im zweiten AnlaufFCL-Schmid ist bereit für den Männerbereich

Im Sommer holte Luzern sein Eigengewächs Yannick Schmid aus Wohlen zurück. Es ist der zweite Anlauf für den Verteidiger.

von
E. Tedesco, St. Gallen

Die Luzerner Yannick Schmid und Francisco Rodriguez nach dem 2:0-Sieg gegen den FCSG. (Video: 20 Minuten)

Es war überraschend, dass Markus Babbel im Auswärtsspiel in St. Gallen nicht wie zuletzt auf Innenverteidiger Stefan Knezevic setzte. Der FCL-Trainer schickte am Mittwoch Yannick Schmid ins Rennen, der am letzten Wochenende beim 2:2 gegen GC nicht einmal im Kader der Zentralschweizer stand.

«Ich wusste schon am Wochenende, dass ich gegen St. Gallen Schmid bringen will», erklärte Babbel seine Beweggründe. Der Deutsche liess den Verteidiger deshalb am Samstag in der U21 Spielpraxis sammeln. Schmid sammelte genug und erzielte bei den Profis in der 41. Minute sein erstes Tor in der Super League. Und fast wären es zwei gewesen. Der erste Kopfballtreffer (9.) wurde wegen eine Offsideposition aberkannt.

Schmids Trümpfe

«Ich wusste, dass er gut spielen würde», so Babbel nach dem 2:0-Sieg in der Ostschweiz, «aber Hut ab vor seiner Leistung.» Das Lob heimste der 22-Jährige aber nicht für sich ein. Bescheiden sagte er nach dem Spiel: «Ich muss mich bei der Mannschaft bedanken. Sie hat es mir einfach gemacht. Auch beim Tor. Rodriguez hat den Freistoss so perfekt geschossen, dass ich nur noch den Kopf hinhalten musste.» Schmid freute sich dennoch darüber, dass es mit dem ersten Super-League-Treffer geklappt hatte. Dass er ihn mit dem Kopf erzielte, ist kein Zufall. «Das ist einer seiner Trümpfe», sagt Babbel.

Schmid nimmt bereits den zweiten Anlauf in die Super League, nachdem ihn der FCL nach drei Einsätzen in der höchsten Schweizer Spielklasse im Sommer 2016 nach Wohlen ausgeliehen hat. Er habe zwar in der Vorrunde einige Probleme gehabt und in Wohlen nicht viel gespielt, das habe sich in der Rückrunde gebessert. Die Ausleihe in die Challenge League sei am Ende eine Win-win-Situation gewesen.

«Er hat Fortschritte gemacht», sagt der FCL-Trainer über den jungen Krienser. Und fügt hinzu: «Sicher physisch, aber er ist auch robuster und schneller geworden. Und er ist laut. Wahrscheinlich der lauteste von uns. Auch wenn er noch jung ist, organisiert er die Abwehr lautstark. Er konnte im Männerbereich Erfahrungen sammeln.»

Eine möglichst gute Präsentation

Ein Jahr später ist er nun in Luzern zurück. Die Konkurrenz ist trotz Abgängen nicht weniger geworden. Mit François Affolter, Tomislav Puljic und Ricardo Costa haben drei Innenverteidiger den Club verlassen, neu ist Marvin Schulz (Gladbach) dazugekommen, Lucas Alves (Oberschenkel) ist auf gutem Weg aus einer Verletzung zurück und Stefan Knezevic, ein 20-jähriges Eigengewächs, hat sich einen festen Platz in der ersten Mannschaft erarbeitet.

«Ich gebe jeden Tag mein Bestes und hoffe, dass ich in dieser Saison noch weit komme», sagt Schmid. Und zu seinen Erwartungen im zweiten Anlauf. «Ich habe mir dazu nichts überlegt. Ich versuche, Fortschritte zu machen und mich möglichst gut zu präsentieren. Der Anfang ist gemacht. Schmid scheint für den «Männerbereich» bereit zu sein.

Barnetta nach dem 0:2 gegen den FC Luzern

Das sagt der St. Galler Tranquillo Barnetta nach der 0:2-Heimpleite gegen den FCL. (Video: 20 Minuten)

Das sagt der St. Galler Tranquillo Barnetta zur 0:2-Heimpleite. (Video: 20 Minuten)

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