Aktualisiert 21.04.2012 21:59

Axpo Super LeagueFCL verschiebt die Basler Meisterfeier

Der FC Luzern gewinnt gegen Servette mit 3:1. Die Romands mussten ab der 58. Minute in Unterzahl agieren. Im zweiten Spiel trennen sich Thun und GC unentschieden.

Wann ist der FC Basel offiziell Meister? Die Frage ist eine Knacknuss. Ein Blick auf die Tabelle suggeriert, dass ein Sieg des souveränen Leaders am Sonntag in Sitten reicht, um mit 16 Punkten Vorsprung entscheidend davonzuziehen. Doch weil die Luzerner vom Sportgerichtshof CAS unter Umständen für einen Forfaitsieg gegen Sion noch zwei Punkte zugesprochen bekommen, übereilt man in Basel nichts. Man berücksichtige alle juristischen Eventualitäten, hiess es am Freitag im St. Jakob-Park.

Basel wird sich also noch mindestens eine Woche gedulden müssen, bevor es offiziell die 15. Meisterschaft der Vereinsgeschichte feiern darf. Dass es irgendwann so weit ist, daran zweifelt seit langem keiner mehr. Auch der FC Luzern nicht. Er machte aber mit dem souveränen Heimsieg gegen Servette einen weiteren Schritt Richtung Schlussrang 2.

Luzern ungefährdet

Servette war ein angenehmer Gast, der am späten Samstagnachmittag wenig Widerstand leistete. Nach einer halben Stunde hatten die Innerschweizer mit zwei Toren schon für die Vorentscheidung gesorgt. Der Penalty zum 1:0, den Xavier Hochstrasser verwandelte, war zwar umstritten - Adrian Winter fiel nach einem Trikotzupfer von Vincent Ruefli gar leicht - doch auf alle Fälle verdient.

Die stark aufspielende Luzerner gingen mit ihren Torchancen verschwenderisch um, deshalb blieb das 2:0 des Albaners Jahmir Hyka (30.) lange Zeit das letzte Tor der Gastgeber. Erst in der Nachspielzeit gelang dem eingewechselten Ohayon Moshe der längst überfällige dritte Luzerner Treffer.

Servette hatte es zumindest geschafft, nach einer guten Stunde wieder für etwas Spannung zu sorgen. Ishmael Yartey traf nach einem Fehler von Michel Renggli zum 1:2, als die Genfer nach dem Platzverweis von Ruefli nur noch zu zehnt spielten. Zu mehr reichte es nicht. Ein zweites Geschenk von Luzern gab es nicht und aus eigener Kraft brachte Servette sowieso fast nichts zustande.

Keine Tore beim Debüt von Forte

Für Uli Forte begann die Zeit als Trainer von GC mit einem torlosen Remis in Thun. Es war über weite Strecken eine enttäuschende Partie mit wenig Torszenen, die die gut 5000 Zuschauer in der Arena Thun zu sehen bekamen. Auch unter dem neuen Coach sind die Grasshoppers nicht zu einer Angriffsmaschine mutiert. Die Zürcher taten sich im Berner Oberland schwer, zu Torchancen zu kommen.

Nach einer guten Viertelstunde kam Toko aus vielversprechender Position zum Abschluss. Sein Schuss aus der Drehung landete aber nur auf dem Tor. Die beste Möglichkeit der Gäste hatte aber Davide Callà mit einem Weitschuss (71.). Thun, das einen Platz im Europacup anstrebt, war vor allem im gegnerischen Strafraum zu wenig zwingend. Marco Schneuwly setzte sich einige Male stark durch, liess im Abschluss aber die nötige Präzision vermissen. Forte war zufrieden, dass seine Abwehr dem Druck standgehalten hatte: «Wir haben die ganze Woche daran gearbeitet, die Defensive zu stabilisieren.»

Luzern - Servette 3:1 (2:0)

Swissporarena. - 12'076 Zuschauer. - SR Hänni.

Tore: 25. Hochstrasser (Foulpenalty) 1:0. 30. Hyka 2:0. 64. Yartey (Moutinho) 2:1. 92. Ohayon (Hochstrasser) 3:1.

Luzern: Zibung; Sarr, Bühler, Renggli, Lustenberger; Hochstrasser, Wiss, Kukeli; Winter (63. Gygax), Hyka (83. Ohayon), Lezcano (90. Ferreira).

Servette: Gonzalez; Ruefli, Miranda, Routis, Schlauri (83. Moubandje); Kouassi (73. Schneider), Pont, Pizzinat, Soares (59. Moutinho); Karanovic, Yartey.

Bemerkungen: Luzern ohne Kryeziu, Thiesson (beide gesperrt), Puljic, Shalaj, Sorgic und Stahel (alle verletzt). Servette ohne Baumann, De Azevedo, Diallo, Esteban und Eudis (alle verletzt). 58. Gelb-rote Karte gegen Ruefli. Verwarnungen: 13. Kouassi. 24. Ruefli. 87. Pizzinat. 88. Sarr (alle Foul).

Thun - Grasshoppers 0:0

Arena Thun. - 5122 Zuschauer. - SR Gremaud.

Thun: Da Costa; Bigler, Schindelholz, Gezal, Wittwer; Bättig; Christian Schneuwly, Hediger, Demiri, Schirinzi (85. Volina); Marco Schneuwly (89. Rama).

Grasshoppers: Bürki; Xhaka, Lang, La Rocca, Bauer; Callà (86. Brahimi), Toko, Abrashi (77. Fejzulahi), Zuber; De Ridder; Feltscher (67. Paiva).

Bemerkungen: Thun ohne Lüthi, Schneider, Reinmann und Siegfried (alle verletzt). Grasshoppers ohne Hajrovic, Pavlovic (beide gesperrt), Bertucci, Cabanas, Menezes und Smiljanic (alle verletzt). Verwarnungen: 76. La Rocca. 76. De Ridder (beide Foul). 78. Christian Schneuwly (Unsportlichkeit). 79. Callà (Foul).

Axpo Super League

(si)

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