Aktualisiert 25.09.2014 16:12

Wegen Ticketpreisen

FCSG-Fans drohen mit Boykott bei Auswärtsspiel

28 Franken sind zu viel: Die Anhänger des FC St. Gallen protestieren gegen zu hohe Eintrittspreise im Gästesektor der Swissporarena in Luzern.

von
20M
Die St. Galler Fans wollen nicht 28 Franken zahlen, um ihre Spieler in Luzern zu sehen.

Die St. Galler Fans wollen nicht 28 Franken zahlen, um ihre Spieler in Luzern zu sehen.

Der Boykott kommt mit Ansage: Bereits im vergangenen Jahr hatte der Dachverband 1879 mit Fan-Organisationen anderer Vereine die hohen Ticketpreise in den Gästesektoren der Schweizer Fussballstadien kritisiert. Diese lägen im Schnitt 60 Prozent über den Preisen für die Heimfans.

Für das Auswärtsspiel in Luzern vom kommenden Sonntag kündigt die Fan-Dachorganisation des FC St. Gallen nun einen Boykott an. Grund dafür sind die hohen Eintrittspreise für Gästeanhänger in der Swissporarena. 28 Franken kostet ein Ticket. Es gibt keine Ermässigungen für Schüler, Studenten oder Kinder.

«Wir können die 28 Franken, die der FC Luzern für den Eintritt in den Gästesektor sehen will, nicht mehr länger akzeptieren, zumal auch hier keine Abstufungen existieren», schreibt der Dachverband 1879 auf seiner Website. Zudem gehöre der Luzerner Gästesektor zu den schlechtesten der Liga.

Die Fans wollen zwar am Sonntag wie geplant mit dem Extrazug nach Luzern reisen. Doch der Dachverband 1879 ruft dazu auf, auf den Besuch des Spiels zu verzichten, sollte mit dem FC Luzern nicht noch eine Einigung beim Preis erzielt werden, wie Tagblatt online am Donnerstag meldete.

Billettsteuer von zehn Prozent

Beim FC Luzern rechtfertigt man die Preise damit, dass man anders als andere Vereine zehn Prozent Billetsteuer abgeben muss. «Wir können diese Preise nicht ändern», sagt FCL-Mediensprecher René Baumann auf Anfrage von 20 Minuten. Es wäre unfair gegenüber den anderen Gästefans, wenn man die Preise für die St. Galler nun senken würde.

Und wenn die St. Galler Fans am Sonntag tatsächlich ihre Drohung wahr machen und draussen bleiben? «Wenn sie sich friedlich verhalten, ist das kein Problem», sagt Baumann.

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