Attacke im Ausgang: FCSG-Ultras wegen Attacken vor Gericht
Aktualisiert

Attacke im AusgangFCSG-Ultras wegen Attacken vor Gericht

Fünf Ultras sollen den Sohn eines FCSG-Funktionärs attackiert haben – nun soll einer hinter Gitter.

von
upz
FCSG-Fans beim Pyro-Zünden.

FCSG-Fans beim Pyro-Zünden.

Die Männer im Alter zwischen 20 und 25 Jahren standen am Montag vor dem Kreisgericht St. Gallen. Der Vorwurf: Sie sollen im Dezember 2011 vor dem spanischen Klubhaus den Sohn des FCSG-Sicherheitschefs angegriffen haben, um dessen Vater unter Druck zu setzen. Mit im Gerichtssaal sassen zahlreiche Sympathisanten aus der Fanszene. «Ultra-Gruppen sind militärisch organisiert und abgeschottet», sagte der Erste Staatsanwalt Thomas Hansjakob, der die Anklage vertrat. Er habe darum Handys abhören müssen, um überhaupt an Informationen zu gelangen. Die Anwälte sparten gestern nicht mit Kritik: Hansjakob wolle mit unverhältnismässigen Ermittlungsmethoden und hohen Strafen ein Exempel statuieren, hiess es mehrfach. Zwei der Angeklagten sind geständig, drei streiten ihre Teilnahme an der Attacke ab.

Böller auf Polizist geworfen

Für vier der Angeklagten forderte Hansjakob bedingte oder unbedingte Geldstrafen und Bussen. Zwei von ihnen waren zudem dabei, als FCSG-Fans das Stadion des FC Wil grün-weiss beschmierten. Die härteste Sanktion droht einem 22-Jährigen: Für ihn sind wegen schwerer Körperverletzung 18 Monate Freiheitsstrafe gefordert. Er hatte an Silvester 2012 einen Böller gegen einen Polizisten geworfen. Dieser leidet seither an Tinnitus. Alle Anwälte forderten teilweise Freisprüche und deutlich mildere Strafen. Die Urteile folgen.

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