12. Meistertitel: FCZ dank Schützenhilfe von GC vorzeitig Meister

Aktualisiert

12. MeistertitelFCZ dank Schützenhilfe von GC vorzeitig Meister

Dank der Schützenhilfe des Stadtrivalen GC hat sich der FC Zürich bereits in der vorletzten Meisterschaftsrunde den 12. Meistertitel gesichert. Alexandre Alphonse erzielte für den FCZ in Bellinzona in der 31. Minute das Tor, das letztlich zum Meister-Treffer wurde.

Dieses Tor alleine hätte noch nicht gereicht, um sich den Titel vorzeitig zu sichern. Hilfe erhielt der FCZ ausgerechnet von den Grasshoppers, die im Letzigrund den FC Basel 4:1 bodigten.

Die Basler gingen zwar nach 36 Minuten durch Eren Derdiyok in Führung. Vier Minuten später glich Antonio Dos Santos zum 1:1 aus, kurz vor der Pause sorgte Senad Lulic für die Zürcher Führung. Den «Todesstoss» im Meisterrennen versetzte Roland Linz dem FCB in der 54. Minute mit dem 3:1. Den Schlusspunkt setzte Alain Schultz in der 84. Minute gegen einen kämpferisch desolaten FC Basel.

Auch in Sachen Barrage ist bereits eine Entscheidung gefallen. Weil Sion bei Absteiger Vaduz 5:1 gewann und Luzern gleichzeitig gegen YB 2:5 verlor, stehen die Innerschweizer bereits vor der letzten Runde als Barrage-Teilnehmer fest. Sie werden in der Barrage gegen Lugano, den Zweiten der Challenge League, um den Verbleib in der Super League kämpfen.

Ein Tor reichte dem FCZ zum Titel

Zürich sicherte sich im Tessin vorzeitig den zwölften Meistertitel. Der FCZ besiegte die AC Bellinzona dank dem Kopfballtor von Alexandre Alphonse 1:0.

In der Folge gerieten die defensiv überzeugenden Zürcher nicht mehr in Bedrängnis. Sechs der letzten acht Spiele vor eigenem Anhang hat Bellinzona gewonnen. Von dieser positiven Serie liess sich der neue Meister nicht beeindrucken und erzwang mit einem taktisch erstklassigen Auftritt den dritten Titelgewinn der letzten vier Jahre.

Die ersten beiden Chancen vergab Alexandre Alphonse, die dritte Vorlage hingegen nutzte der Franzose mit dem Kopf. Nach etwas mehr als einer halben Stunde flankte Djuric präzis zur Mitte, wo Alphonse schneller reagierte als die Tessiner. Der FCZ verdiente sich den Vorteil. Die Zürcher kontrollierten das Heimteam mit einer defensiv souveränen Leistung weitgehend problemlos. Nur einmal, in der 7. Minute, musste FCZ-Keeper Johnny Leoni einen Schuss Sermeters entschärfen.

Als die positive Zwischenmeldung aus dem fernen Letzigrund, wo die Grasshoppers gegen den einzigen FCZ-Verfolger kurz nach der Pause bereits 3:1 führten, feierten die Fans die Meisterschaft stürmisch. Der FCZ änderte an seiner eher zurückhaltenden Taktik nichts. Mehr als gefährliche Konter hatte er nach der Pause nicht mehr im Sinn.

Das finale Bangen hätte er sich allerdings ersparen können, wenn Alphonse seine zweite hochprozentige Chance verwertet hätte. Er scheiterte in der 71. Minute solo vor Bellinzonas Ersatz-Goalie Bucchi. Zehn Minuten später schlug der in der Schlussphase eingetretene Yassine Chikhaoui eine weitere Offerte kläglich aus.

Basel erstmals seit 2001 ohne Titel

Erstmals seit 2001 beendet der FC Basel eine Saison ohne Titelgewinn. Die letzte Chance auf die Meisterschaft verspielte der FCB beim 1:4 im Letzigrund gegen GC.

Eine Woche nach dem umjubelten 3:1 beim FCZ zogen die Basler geschlagen aus dem Letzigrund ab. Auf nicht für möglich gehaltene Weise wurden sie vom (früheren) Erzrivalen in die Knie gezwungen. Fürchterliche Abwehrfehler brachen dem FCB das Genick.

Nur vier Minuten nach dem Basler Führungstor durch Eren Derdiyok setzte GC zur Wende an. Antonio Dos Santos konnte zunächst ungedeckt von der Strafraumgrenze aus zum Ausgleich einschiessen (40.), dann traf Senad Lulic noch vor der Pause zur 2:1-Führung der Grasshoppers (44.). Die Art, wie der Mittelfeldspieler sich im Strafraum gegen drei Basler durchsetzte, war sehenswert - und aus FCB-Sicht bedenklich.

In der zweiten Halbzeit setzten sich die Basler Abwehrprobleme fort. Nur acht Minuten waren gespielt, als ein Konter zum dritten Gegentor führte. Roland Linz scheiterte zunächst an Franco Costanzo, traf aber im Nachschuss. In der Folge blieb die Reaktion des FCB aus. Trainer Christian Gross versuchte mit den Einwechslungen von Scott Chipperfield und Orhan Mustafi der Partie eine Wende zu geben. Doch in der Hitze waren die Basler nicht mehr fähig, Druck aufzubauen.

GC war bei seinen Kontern leichtfüssiger und gefährlicher. Nachdem Lulic und Cabanas den vierten Treffer verpasst hatten, gelang dem eingewechselten Alain Schultz das 4:1 doch noch. Es war fünf Minuten vor dem Ende das definitive Ende der Basler Meister-Hoffnungen.

YB schickt Luzern nach Schlussspurt in die Barrage

Luzern muss nach der 2:5-Niederlage bei den Young Boys in Bern in die Barrage, um den Ligaerhalt zu sichern.

Bis 20 Minuten vor Schluss durfte Luzern hoffen. Michel Renggli hatte zum 2:2 ausgeglichen. Doch im YB-Endspurt gingen die Innerschweizer unter. Zweimal Torschützen-Leader Seydou Doumbia und Alberto Regazzoni, ebenfalls mit seinem zweiten Treffer, sorgten bei drückender Hitze für das letztlich verdiente und klare Verdikt. Luzern misst sich in der Barrage mit Lugano, dem Zweiten der Challenge League.

Das Spiel vor 16'323 Schaulustigen hatte lange Zeit - wohl auch wegen der schwülen Witerung - keine grosse Intensität. Frimpong glich Hochstrassers haltbaren Führungstreffer aus, Renggli konterte Regazzonis erneuten Berner Vorsprung. Doch als YB zusetzte, das Tempo verschärfte und Lücken in der wenig stabilen Luzerner Abwehr aufriss, waren YB-Tore nur eine Frage der Zeit. Seydou Doumbia markierte seine Saisontreffer Nummer 19 und 20 und nähert sich der Goalgetterkrone, die ein Jahr zuvor mit Hakan Yakin auch ein Young Boy erobert hatte.

Sion kantert Absteiger nieder

Cupsieger Sion sichert sich mit dem 5:1-Kantersieg in Vaduz den Ligaerhalt. Die Walliser bleiben nach dem dritten Auswärtssieg, der bereits zur Halbzeit feststand, erstklassig. Sie profitierten auch von der Schützenhilfe der Young Boys, die Luzern mit 5:2 bezwangen.

Bereits nach 45 Minuten war die einseitige Partie vor nur 850 Zuschauern im Ländle entschieden. Sion legte durch Olivier Monterrubio, Vilmos Vanczak, Stéphane Sarni und Cupfinal-Siegesschütze Guilherme Afonso vier Tore vor und kontrollierte Spiel und Gegner nach Belieben. Während sich bei Vaduz Auflösungserscheinungen und Konzentrationsmängel zeigten, präsentierten sich die Walliser trotz den Cup-Feierlichkeiten engagiert und motiviert. Der Cup-Triumph verlieh dem Team von Didier Tholot sichtlich neuen Schub.

Zu Beginn der zweiten Halbzeit erhöhte Olivier Monterrubio mittels Foulpenalty auf 5:0. Sehar Fejzulahi glückte kurz vor Schluss das Ehrentor für die resignierende Equipe von Trainer Pierre Littbarski.

Xamax mit letztem Schrittchen zum Ligaerhalt

Xamax tat mit dem 3:1 gegen Aarau das letzte Schrittchen zum Ligaerhalt. Alle Tore fielen nach der Pause.

Die Neuenburger verdienten sich den Erfolg, weil sie mehr unternahmen als die mit wenig Ambitionen angereisten Aargauer. Innerhalb von vier Minuten brachten Tariq Chihab (64./Foulpenalty) und Selver Hodzic (68.) die Xamaxiens 2:0 in Führung. Für Hodzic war es der erste Treffer in der Super League seit dem 19. November 2006. Damals war der Innenverteidiger für den FC Thun in einem Spiel auf dem St. Galler Espenmoos erfolgreich gewesen.

Erst in Rücklage strengte sich der FC Aarau auch offensiv an. Der eingewechselte Pejcic sorgte mit einem Kopfball nach einem Corner für den Anschluss (74.) und hatte acht Minuten später Pech, als sein Schuss an die Latte flog. So setzte der ebenfalls erst nach der Pause eingetretene Nuzzolo den Schlusspunkt. Nach einem Konter war er in der Nachspielzeit zum 3:1 erfolgreich.

Axpo Super League 35. Spieltag

Bellinzona - Zürich 0:1 (0:1)

Comunale. - 5000 Zuschauer (ausverkauft). - SR Hänni.

Tor: 31. Alphonse 0:1.

Bellinzona: Bucchi; Siqueira-Barras, Mangiarratti, La Rocca, Raso; Rivera (73. Roux); Mehmeti, Sermeter (73. Feltscher), Diarra (46. Wahab); Ciarrocchi, Lustrinelli.

Zürich: Leoni; Koch, Tihinen, Rochat, Lampi; Tico, Aegerter; Margairaz, Abdi, Djuric (78. Nikci); Alphonse (72. Chikhaoui).

Bemerkungen: Bellinzona ohne Dudar (gesperrt), Zotti, Hima, Gashi, Thiesson (alle verletzt), Kalu (krank), FCZ ohne Hassli (gesperrt), Stahel (verletzt), Barmettler (rekonvaleszent). 42. Schuss von Alphonse touchiert Aussenpfosten. 94. Pfostenschuss Abdi. Verwarnungen: 44. La Rocca, 59. Rochat, 88. Mehmeti (alle Foul).

Grasshoppers - Basel 4:1 (2:1)

Letzigrund. - 9300 Zuschauer. - SR Studer.

Tore: 36. Derdiyok 0:1. 40. Dos Santos 1:1. 45. Lulic 2:1. 54. Linz 3:1. 84. Schultz 4:1.

Grasshoppers: Colomba; Rolf Feltscher, Vallori, Colina, Voser; Salatic, Cabanas; Dos Santos (92. Daprelà), Zarate, Lulic (68. Schultz); Linz (79. Riedle).

Basel: Costanzo; Zanni, Abraham, Ferati, Safari; Huggel; Frei (59. Mustafi), Gelabert, Ergic (59. Chipperfield), Perovic (46. Stocker); Derdiyok.

Bemerkungen: Grasshoppers ohne Callà und Jakupovic (beide gesperrt) sowie Bobadilla und Smiljanic (beide verletzt), Basel ohne Streller (gesperrt) sowie Carlitos, Hodel und Marque (alle verletzt). Verwarnungen: 45. Zarate (Handspiel). 47. Frei (Foul). 53. Abraham (Reklamieren).

Vaduz - Sion 1:5 (0:4)

Rheinpark. - 850 Zuschauer. - SR Bertolini.

Tore: 15. Monterrubio 0:1. 31. Vanczak 0:2. 34. Sarni 0:3. 44. Afonso 0:4. 52. Monterrubio (Foulpenalty) 0:5. 82. Fejzulahi 1:5.

Vaduz: Gunnleifsson; Bellon, Rudan, Ritzberger, Haman (47. Willian); Cerrone; Fischer, Sutter, Fejzulahi; Steinarsson (54. Senna), Thordarson.

Sion: El Hadary; Vanczak, Sarni, Alioui, Paito; Ahoueya, Serey Die; Reset (32. Mfuti), Obradovic, Monterrubio (54. Crettenand); Afonso (63. Adeshina).

Bemerkungen: Vaduz ohne Galbi, Polverino, Rivaldo, Nickenig, Mea Vitali, Reimann, Dzombic und Gaspar (alle verletzt). Sion ohne Nwaneri (verletzt), Saborio, Dominguez, Brellier und Carlos Manuel (alle nicht im Aufgebot). 71. Rote Karte gegen Alioui (Notbremse). Verwarnungen: 23. Haman (Foul), 45. Alioui (Foul), 51. Ritzberger, 69. Cerrone, 73. Senna (alle Foul).

Young Boys - Luzern 5:2 (1:1)

Stade de Suisse. - 16 323 Zuschauer. - SR Wermelinger.

Tore: 10. Hochstrasser 1:0. 13. Frimpong 1:1. 60. Regazzoni 2:1. 70. Renggli 2:2. 74. Doumbia 3:2. 82. Doumbia 4:2. 87. Regazzoni 5:2.

Young Boys: Wölfli; Ghezal, Baykal (77. Schneider), Affolter; Christian Schwegler, Hochstrasser, Pereyra (63. Portillo), Bastians; Traoré (59. Schneuwly); Doumbia, Regazzoni.

Luzern: Zibung; Lukmon, Roland Schwegler, Veskovac, Claudio Lustenberger; Gajic; Frimpong, Zverotic (68. Renggli), Scarione (68. Chiumiento), Ferreira; Paiva.

Bemerkungen: YB ohne Degen (gesperrt), Doubai, Raimondi, Yapi und Varela (alle verletzt). Luzern ohne Seoane (gesperrt), Wiss, Lambert und Tchouga (alle verletzt). Verwarnungen: 33. Zverotic (Foul), 84. Paiva (Unsportlichkeit/im nächsten Spiel gesperrt), 89. Lukmon (Foul/im nächsten Spiel gesperrt), 89. Hochstrasser (im nächsten Spiel gesperrt) und Ferreira (beide Unsportlichkeit).

Neuchâtel Xamax - Aarau 3:1 (0:0)

Maladière. - 6000 Zuschauer. - SR Bieri.

Tore: 64. Chihab (Foulpenalty) 1:0. 68. Hodzic 2:0. 74. Pejcic 2:1. 91. Nuzzolo 3:1.

Neuchâtel Xamax: Ferro; Gomes, Quennoz, Hodzic, Sulaimani; Geiger (64. Nuzzolo), Niassé, Chihab, Wüthrich; Tarvajärvi (46. Niçoise), Brown (77. Vuille).

Aarau: Benito; Menezes, Aquaro, Page, Elmer; Lang (69. Mutsch), Burki, Bastida, Marazzi (69. Pejcic); Oprita (69. Ianu); Bengondo.

Bemerkungen: Xamax ohne Taljevic und Besle (beide gesperrt) sowie Rossi, Bah, Tosi und Rak (alle verletzt), Aarau ohne Guerrero, Nushi, Rogerio und Tarone (alle verletzt). 82. Lattenschuss von Pejcic. Verwarnungen: 27. Marazzi (Foul). 32. Niassé (Foul). 41. Tarvajärvi (Foul). 49. Sulaimani (Foul). 63. Page (Foul). 88. Ferro (Spielverzögerung). 91. Nuzzolo (Unsportlichkeit).

LIVE-Tabelle

1. FCZ 76 Punkte 78:35 Tore

2. Basel 72 Punkte 72:40 Tore

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8. Sion 36 Punke 42:57 Tore

9. Luzern 32 Punkte 43:59 Tore

LIVE-TICKER

mit Res Blum

90.+4. Pfostenschuss von Abdi, dann ist Schluss - der FCZ ist Schweizermeister 2009.

90. Die Nachspielzeit läuft, drei Minuten werden noch draufgepackt.

86. GC macht gegen Basel den Deckel zu - 4:1, jetzt muss der FCZ nur noch ein paar Minuten schadlos überstehen, dann ist der Meistertitel perfekt.

84. Nächste Riesenchance für den FCZ, Chikhaoui legt los und stürmt Richtung Bucchi, aber auch sein Schuss verfehlt das Ziel, nichts ist mit dem zweiten Tor.

80. Chikhaoui legt mit der Hacke für Nikci auf, der zögert einne kurzen Moment, verzieht dann seinen Schuss knapp.

77. Auch Challandes will nochmals wechseln, bringt den jungen Nikci für Djuric ins Spiel.

73. Schällibaum nimmt einen Doppelwechsel vor, bringt nochmals frische Kräfte für die Schlussphase.

70. Alphonse kann alleine auf Bucchi zulaufen, der Franzose vergibt das 0:2 und wird darauf hin gleich ausgewechselt. Chikhaoui kommt für den bisher einzigen Torschützen ins Spiel.

60. Beim momentanen Stand der Dinge fehtl dem FCZ noch eine gute halbe Stunde zum Titel. Natürlich weiss man auf der Bank, was im Letzigrund abgeht, davon werden die Beine aber auch nicht leichter, der FCZ macht im Moment nicht mehr allzuviel.

- Im Letzigrund haben die Hoppers auf 3:1 gestellt, Linz zeichnete sich als Torschütze aus.

50. Bislang kann sich der FCZ über die Schützehilfe von GC nicht beklagen, die Grasshoppers lassen die Basler mächtig schwitzen. Aber der Leader ist noch lange nicht durch, so ein knapper Vorsprung ist schnell verspielt.

47. Schneller Spielzug der Tessiner über links, Lustrinelli versucht gegen Lustrinelli einen Penalty rauszuholen, stösst bei Schiri Hänni aber auf taube Ohren.

46. Weiter gehts, die 2. Halbzeit ist angepfiffen worden. Bei Bellinzona ist neu Wahab im Spiel.

45. Pause im Tessin, der FCZ führt nach der 1. Halbzeit mit 1:0 und hat seit der Führung so ziemlich alles im Griff. Da der FC Basel gegen die Grasshoppers zur Pause zurückliegt, ist der FCZ momentan virtueller Meister - noch bleiben aber 45 Minuten zu spielen, da kann noch viel passieren.

43. La Rocca kassiert die erste Verwarnung des Spiels nach einem Foulspiel an Abdi im Mittelfeld.

- In Basel hat die Führung von Derdiyok gerade mal knappe fünf Minuten Bestand, Dos Santos gleicht für GC noch vor der Pause aus.

36. Alphonse geht nach einem Zweikampf mit LaRocca zu Boden, kann aber wieder weitermachen.

31. Tor für den FCZ! Djuric flankt in den 16er, Alphonse hält den Kopf hin und der Ball landet im Tessiner Kasten - eine glückliche Führung für den Leader. Den mitgereisten Fans ists egal, Petarden werden gezündet, das Comunale wird zum Beben gebracht.

27. Die Tessiner spielen munter mit, eine gefährliche Ausgangslage für den Leader, der zwar mehr Ballbesitz und leichte Feldüberlegenheit verzeichnen kann, im Abschluss aber viel zu harmlos ist.

22. Die Tessiner stehen hinten kompakt, die Zürcher finden noch keine Lücke im Abwehrdispositiv von ACB-Coach Schällibaum.

16. Das Tempo ist nicht allzu hoch, der FCZ begnügt sich mit der Spielkontrolle, muss aber auf die schnellen Aussen der Tessiner aufpassen, die es immer wieder schaffen, mal durchzubrechen und für Gefahr vor Leoni sorgen.

12. Ciarrocchi schiesst Lampi den Ball im 16er an den Arm, Schiri Hänni lässt aber ohne zu Zögern weiterspielen.

7. Auf der Gegenseite taucht Sermeter alleine vor Leoni auf, der Zürcher Keeper macht sich aber breit und verkürzt den Winkel geschickt.

4. Erste Riesenchance durch Alphonse, wird von Margairaz schön lanciert, lässt seinen Gegenspieler aussteigen und versucht es mit dem Aussenrist, Bucchi kommt noch mit den Fingerspitzen ran.

1. Anpfiff zur 1. Halbzeit, Schiri Hänni trällert mit der Pfeife. Bei satten 32 Grad müssen die Akteure heute ran.

- Im Stadio Comunale sind alle bereit, die Tessiner können befreit aufspielen, der Ligaerhalt ist geschafft, nun möchten sie die Saison noch gut ausklingen lassen.

20 Minuten Online berichtet ab 16.15 Uhr live vom Spiel Bellinzona gegen den FC Zürich.

Vor den Spielen

Einen weiteren Punktverlust kann sich der Leader unter normalen Umständen nicht mehr erlauben. Zumindest darin sind sich alle FCZ- Beteiligten einig. Für einen allfälligen zwölften Titelgewinn sind zwei Siege wohl die Voraussetzung.

GC könnte in der Vergabe der Trophäe eine entscheidende Rolle spielen. Am Sonntag empfangen die (ambitionslosen) Grasshoppers den FCB, eine Woche später werden sie wohl alles daran setzen, dem Stadtrivalen die Party zu verderben. Zur Meisterfrage äusserte sich GC-Trainer Hanspeter Latour nicht explizit: «Wir sind vor allem gegenüber unseren Fans zu einer guten Leistung verpflichtet.»

Challandes' Motto und Grillplausch

«Wir schauen nur auf uns. Es ist Zeit zu zeigen, dass wir gut genug sind für den Titelgewinn. Wir müssen sechs Punkte gewinnen, das ist klar. Dazu braucht es mehr Biss und Grinta als in der ersten Halbzeit gegen Basel», skizzierte Bernard Challandes auf der Allmend Brunau vor den Medien das Anforderungsprofil für den Pflichttermin in Bellinzona.

Unter dem Motto «Die Mannschaft im Dienst der Mannschaft» hat Challandes die Equipe auf den vorletzten Spieltag eingeschworen. Zur lockeren Veranschaulichung seiner Vorgabe veranstaltete der FCZ im Wald hinter dem Trainingsgelände am Stadtrand am Donnerstag einen (internen) Grillplausch. Das Feuer entfachte der charismatische Coach höchstpersönlich.

«Ich habe mir sogar etwas die Finger verbrannt», schmunzelte der Romand. Im Süden der Schweiz, im «Spiel des Jahres» (Challandes) soll das Feuer abermals aufflackern - jenes der Leidenschaft. «Dafür werde ich sorgen, das kann ich garantieren. Wir müssen vorne 200 Prozent gehen.» Und, schob der Coach energisch nach, in der eigenen Defensive müssten sie gar «300 Prozent» leisten.

Den Tiefschlag gegen Basel haben die Zürcher dem Vernehmen nach verdaut. Regisseur Almen Abdi benötigte aber mehrere Tage, das Verdikt zu akzeptieren. «Es war eine der härtesten Niederlagen überhaupt», gestand Zürichs 18-facher Torschütze vor seinen möglichweise letzten beiden Spielen mit dem Verein, dem er seit den E-Junioren angehört. «Wir werden wieder aufstehen. In dieser Saison haben wir in der Meisterschaft nie zweimal hintereinander verloren.»

Gross: «Bewegte mich im Leben immer frei»

Zum zweiten Mal innerhalb von sieben Tagen hat der FC Basel im Letzigrund anzutreten. Christian Gross kehrt mit einem guten Gefühl zurück und träumt gar von einem «Heimspiel in Zürich. Wir müssen den Letzigrund füllen.» In der gegenwärtigen Konstellation rechnet der FCB-Trainer mit einer besonders grossen Herausforderung. Zwei Siege erklärt auch er (wie seine Zürcher Rivalen) zur Pflicht.

An der Personalfront kommt es zu Veränderungen. Streller, der gegen den FCZ mit dem 2:1 den Sieg gesichert hatte, fehlt gesperrt. An seiner Stelle wird Eren Derdiyok stürmen. Von ihm erwartet Gross viel - mindestens die Entschlossenheit seiner besten Tage. Die Rückkehr von Scott Chipperfield ermöglicht im Mittelfeld die Einwechslung unbändiger Kampfkraft.

Negativen Aspekten mochte Gross keinerlei Beachtung schenken. Seiner ungemütlichen Tramfahrt durch Zürich - gewaltbereite FCZ-Anhänger bedrängten den Höngger - wollte er keinen allzu grossen Stellenwert mehr einräumen. Die Plattform gehöre den Spielern, nicht ihm. Aber Gross gab dennoch zu bedenken: «Ich habe mich in meinem Leben immer frei bewegt und lasse mir nicht sagen, was ich zu tun habe.»

Sions Feier und Erholung

Der Fall in die Barrage ist für den FC Luzern mutmasslich nur schwer zu vermeiden. Das Restprogramm kommt Sion (in Vaduz und gegen Bellinzona) eher entgegen als den Innerschweizern. Beim heimstarken YB, das elf der letzten zwölf Heimspiele diskussionslos gewonnen hat, ist nicht mit weiteren Punkten zu rechnen.

Und gegen Xamax sicherte sich der FCL in dieser Saison erst einen Punkt. Für Coach Rolf Fringer kommt die jetzige Tabellenlage nicht völlig unerwartet. Vor seiner Ankunft hatten die Luzerner unter drei verschiedenen Coaches (Ciriaco Sforza, Jean-Daniel Gross und Roberto Morinini) in den ersten zwölf Partien nur zwei Zähler gewonnen.

Cupsieger Sion hingegen dürfte in den letzten beiden Runden dank dem spektakulären 3:2-Triumph in Bern mit neuer Schubkraft auftreten. Auf der «Place de la Planta» liess sich das Team von 15 000 euphorisierten Fans feiern. Doch tags darauf räumte Coach Didider Tholot der Erholung und Vaduz bereits wieder die höchste Priorität ein.

Mit 20 Minuten Online sind Sie am Sonntag ab 16.15 Uhr live dabei.

(si)

Axpo Super League. Torschützenliste:

1. Doumbia (YB/+2) 20. 2. Abdi (Zürich) 18. 3. Hassli (Zürich) 17. 4. Frimpong (Luzern/+1) und Alphonse (Zürich/+1), beide 13. 6. Chipperfield (Basel) 12. 7. Lustrinelli (Bellinzona), Monterrubio und Paiva (Luzern), je 11. 10. Huggel (Basel), Brown (Xamax) und Raimondi (Young Boys), je 10.

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