FCZ-Fans lassen Mannschaft vor leerer Südkurve spielen
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FCZ-Fans lassen Mannschaft vor leerer Südkurve spielen

Solidarität unter den FCZ-Fans: Nachdem der Klub zwei Fangruppen aus dem Stadion verbannt hat, rufen die Südkurven-Fans zum Boykott auf.

Der FC Zürich dulde keine «Stadion-Terroristen», liess der Klub am Montag verlauten: Zwei Fangruppen mit rund 60 Anhängern werden aus dem Stadion ausgeschlossen.

Gegen diese Massnahme wollen sich die Südkurvenfans nun mit allen Mitteln wehren: «Wir fordern die Aufhebung des angedrohten Ausschlusses und eine Anhörung aller Personen, die von einem Stadionverbot betroffen sind», lassen sie die Medien wissen. Bis der Klub auf ihre Forderung eintrete, müssten die Spieler vor einer leeren Südkurve spielen. Auch die Car-Reise zum nächsten Spiel nach Sion hätten sie abgesagt.

Die Südkurvenvertreter befürchten, dass unbescholtene Fans allein wegen ihres Aussehens oder Kleidungsstils mit einem Stadionverbot belegt werden könnten. «Auch in unserer Gruppe gibt es Leute, die beispielsweise eine Bomberjacke tragen und deshalb auf die schwarze Liste kommen könnten», sagt ein Südkurvenfan.

Verständlich sei hingegen, dass der Klub sich von gewalttätigen Personen distanzieren wolle. Doch was mit dem Ausschluss zweier undefinierbarer Fangruppen beginne, könne im Untergang der Kurve enden. Der FC Zürich wollte gestern nicht Stellung nehmen.

Romina Lenzlinger

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