Challenge League: FCZ gewinnt Nebel-Derby nach 100 Minuten
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Challenge LeagueFCZ gewinnt Nebel-Derby nach 100 Minuten

Der FC Zürich gewinnt das Derby gegen Winterthur 2:0 und verabschiedet sich ungeschlagen in die Winterpause.

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12. Dezember 2016Vor Spielbeginn wird der Platz unter die Lupe genommen. Dichter Nebel beeinträchtigt die Sicht enorm.

12. Dezember 2016Vor Spielbeginn wird der Platz unter die Lupe genommen. Dichter Nebel beeinträchtigt die Sicht enorm.

FreshFocus/Steffen Schmidt
Der Ball rollt ab 19.45 Uhr dann doch auf der Schützenwiese. Grenzwertig: Aus der Sicht des Linienrichter sieht das dann so aus.

Der Ball rollt ab 19.45 Uhr dann doch auf der Schützenwiese. Grenzwertig: Aus der Sicht des Linienrichter sieht das dann so aus.

FreshFocus/Steffen Schmidt
Wer jagt hier wen? Winterthurs Romain Dessarzin (r.) ist Zürichs Kay Voser (l.) auf den Fersen.

Wer jagt hier wen? Winterthurs Romain Dessarzin (r.) ist Zürichs Kay Voser (l.) auf den Fersen.

Keystone/Ennio Leanza

Als erstes Team seit Gründung der Challenge League im Jahr 2003 überstand der Absteiger aus der Super League die Vorrunde ungeschlagen. Zudem geht der FCZ als einzige Mannschaft der obersten zwei Spielklassen ohne Niederlage in die Winterpause - dies bei einer Bilanz von 15 Siegen und drei Remis. Adrian Winter (65.) sowie Roberto Rodriguez in der Nachspielzeit trafen für die Gäste.

Beim FCZ, der ab der 40. Minute nach einer Gelb-Roten Karte gegen Winterthurs Guillaume Katz in Überzahl agieren konnte, ragte Marco Schönbächler als Ausgangspunkt der besten Offensivaktionen heraus. Er bereitete auch das Tor von Adrian Winter vor. Zudem verpasste er in der 85. Minute noch das vorzeitige 2:0. Unmittelbar davor hatte der Winterthurer Luka Sliskovic mit einer Doppelchance die Möglichkeit zum 1:1-Ausgleich besessen.

Petarden und Nebel

Der Erfolg der Gäste geriet davor auch noch deshalb in Gefahr, weil FCZ-Fans nach dem 1:0 mit dem Abfeuern von Petarden die wegen Nebels ohnehin etwas eingeschränkte Sicht auf dem Spielfeld weiter beeinträchtigten. Der Schiedsrichter Nikolaj Hänni entschied sich dann aber zum Weiterspielen.

Bereits bei Spielbeginn hatten die Fussballfans den Himmel über der Schützenwiese vernebelt. Der ohnehin sehr dichte Nebel erschwerte die Sicht noch mehr. Auch die Fans in der Bierkurve, eine Fan-Gemeinschaft des FC Winterthur, haben gemäss züriost.ch Feuerwerk abgefeuert. Die Partie musste mehrfach unterbrochen werden, aufgrund des Nebels und den Petarden. Aufgrund dessen Betrug die Nachspielzeit 10 Minuten.

Winterthur weiter im Tabellenkeller

Winterthurs Baisse geht damit weiter. Der Club ist seit nunmehr neun Meisterschaftsspielen sieglos und erzielte in den letzten acht Spielen bloss vier Treffer. Der FCZ dagegen erzielte in der Hinrunde mit Abstand die meisten Tore der Liga (48).

Vor dem Zürcher Challenge-League-Derby vom Montag waren es 21 Jahre her, seit der FCZ ein Pflichtspiel auf der Schützenwiese bestritt. Im April 1995 trafen die beiden Teams in der Auf-Abstiegsrunde aufeinander. Die Stadtzürcher setzten sich damals als NLA-Club auf dem Weg zum Klassenerhalt mit 1:0 gegen die in der NLB verbleibenden Gastgeber durch.

Am Montag befanden sich in der ausverkauften Schützenwiese 9400 Zuschauer - die grösste Kulisse in diesem altehrwürdigen Stadion für ein Meisterschaftsspiel seit Jahrzehnten. Rekordkulisse des Derbys FCW gegen den FCZ auf der Schützenwiese sind laut der Zeitung «Der Landbote» bis heute jene 12'000 Besucher, die am 10. März 1974 einem 1:1 beiwohnten.

Mitte der Siebzigerjahre war der FCZ noch das dominierende Team der höchsten Spielklasse; 1974 wurde man mit zwölf Punkten Vorsprung Meister, Winterthur wurde damals Vierter.

Winterthur - Zürich 0:2 (0:0)

9400 Zuschauer (ausverkauft/Saisonrekord) - SR Hänni

Tore: 65. Winter 0:1. 98. Rodriguez 0:2.

Bemerkungen: 37. Tor von Koné (Zürich) annulliert (gefährliches Spiel). 40. Gelb-Rote Karte gegen Katz (Winterthur/zwei Fouls gegen Schönbächler innerhalb einer Minute!). 67. Mehrminütiger Unterbruch wegen dichten Nebels nach Petardenwurf von den FCZ-Fans. 94. Tor von Rodriguez (Zürich) annulliert (Offside von Cavusevic). (ll/20 Minuten/sda)

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