Super League: FCZ gewinnt Zürcher Derby dank Gavranovic
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Super LeagueFCZ gewinnt Zürcher Derby dank Gavranovic

Dank eines Doppelpacks von Mario Gavranovic und eines weiteren Treffers von Avi Rikan gewinnt der FCZ das 236. Derby gegen GC. Der FC Aarau besiegt Lausanne auswärts 1:0.

von
ete

Der FC Zürich ist in der Rückrunde weiterhin nicht zu stoppen. Er feierte im 236. Zürcher Derby gegen die Grasshoppers dank Toren von Mario Gavranovic (15.,/60.) und Avi Rikan (30.) einen souveränen 3:1-Erfolg.

Fünf Spiele, fünf Siege und ein Torverhältnis von 11:3 - so die Bilanz des FC Zürich seit der Winterpause. Die Mannschaft von Urs Meier ist im Vergleich zur Hinrunde, in der sie nur gerade 22 Punkte geholt hatte, nicht mehr wiederzuerkennen. Innerhalb von einem Monat machte der FCZ auf den Stadtrivalen acht Punkte gut und findet sich mitten im Rennen um die Europacup-Plätze wieder.

Gavranovic und Chikhaoui mit starker Vorstellung

Der FC Zürich zeigte auch gegen GC sein beeindruckendes Potenzial in der Offensive. Yassine Chikhaoui war die überragende Figur im Mittelfeld, in unnachahmlicher Art mit seinen grossen Schritten dribbelte er sich wiederholt an mehreren Gegenspieler vorbei, spielte immer wieder den richtigen Pass, etwa beim 3:0 nach einer Stunde, als er Marco Schönbächler lancierte. Dieser fand Gavranovic alleinstehend vor dem Tor. GC war klassisch ausgespielt worden.

Für die Vorentscheidung hatte der FC Zürich aber schon in der temporeichen und sehr emotional geführten ersten Halbzeit gesorgt. Er war zumindest in der Anfangsphase auch die etwas glücklichere Mannschaft. Unmittelbar vor dem 1:0 nach einer Viertelstunde hätte Schiedsrichter Pache auch auf Stürmer-Foul entscheiden können. Am Schluss einer brenzligen Strafraum-Aktion rempelte Gavranovic den diverse Male unsicher wirkenden Roman Bürki an. Dieser fiel gar theatralisch und der FCZ-Goalgetter, der mittlerweile zehn Saisontore erzielt hat, konnte ungehindert einköpfeln.

FCZ verteilt keine Geschenke mehr

«Die Meisterschaft ist nun wieder neu lanciert, weil auch der FCz Terrain gut gemacht hat», sagt FCZ-Trainer Urs Meier nach dem 5. Sieg im 5. Rückrundenspiel glücklich. Die Ziele seine aber schon lange formuliert und von diesen werde man auch jetzt noch nicht abrücken. «Wir schauen nur von Spiel zu Spiel und müssen Ruhe bewahren, denn die Meisterschaft ist noch lang. Aber man kann sagen, dass die Mannschaft, anders wie in der Vorrunde, jetzt nicht mehr bereit ist, Geschenke zu verteilen und immer stabiler wird».

GC versprüht kaum Torgefahr

Beim 2:0 nach einer halben Stunde spielten sich Davide Chiumiento als Passgeber und Avi Rikan als Vollstrecker in den Vordergrund. Der FC Zürich besass in der Offensive mehr Möglichkeiten als der Gegner. Für Gefahr sorgten eine Vielzahl von Spielern, während bei den Grasshoppers fast nur Caio mit seinen Weitschüssen und Munas Dabbur Torgefahr ausstrahlten. Das 1:3 in der 67. Minute war dann auch eine Co-Produktion dieser beiden. Dabbur erzielte seinen dritten Treffer in ebenso vielen Partien.

Der FCZ zog sich nach dem 3:0 ziemlich weit in die eigene Defensive zurück, lief aber zu keinem Zeitpunkt Gefahr, den Sieg noch zu verspielen. Die Partie verlor nach der Pause nach und nach an Intensität, was dem FCZ nur recht sein konnte. Vor dem Seitenwechsel hatten die gut 14'000 Zuschauern nicht nur viele Torszenen gesehen, sondern auch eine beeindruckende Anzahl Schauspielereien, «Beinahe-Tätlichkeiten» und grober Tacklings.

Viel Leerlauf und ein Traumtor in Lausanne

Der FC Aarau hat nach dem 1:0 in Lausanne zwölf Punkte Reserve auf den Abstiegsplatz. Stephan Andrist krönte seinen dritten Einsatz für die Aargauer mit einem sehenswerten Treffer.

Die 3050 Zuschauern auf der Pontaise bekamen wenig Erfreuliches zu sehen. Es war über weite Strecken eine Partie mit vielen Fehlpässen und wenig Risikobereitschaft auf beiden Seiten. Der unbestrittene Höhepunkt des Abends war der Treffer des ehemaligen Baslers Andrist, der zum ersten Mal in der Aarauer Startformation stand. Er nahm in der 50. Minute eine Flanke des ebenfalls starken Luca Radice mit der Brust an, jonglierte mit rechts und schoss mit links in die tiefe linke Torecke.

Die Aarauer waren eine Spur stärker und vor allem kurz nach der Pause dominant. Lausanne gelang nur wenig. Nach einer halben Stunde forderte Pascal Feindouno den FCA-Keeper Lars Unnerstall, und in der 78. Minute flog ein Schuss von Ante Vukusic knapp am Tor vorbei. Mehr boten die Waadtländer, die in zwölf Heimspielen nur elf Tore zustande brachten, nicht.

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Zürich - Grasshoppers 3:1 (2:0)

Letzigrund. - 14'243 Zuschauer. - SR Pache.

Tore: 15. Gavranovic (Schönbächler) 1:0. 30. Rikan (Chiumiento) 2:0. 60. Gavranovic (Schönbächler) 3:0. 67. Dabbur (Caio) 3:1.

Zürich: Da Costa; Philippe Koch, Teixeira, Djimsiti; Buff; Schönbächler, Rikan (64. Pedro Henrique), Chiumiento (86. Kukuruzovic), Benito; Chikhaoui, Gavranovic (77. Sadiku).

Grasshoppers: Bürki; Michael Lang, Grichting, Dingsdag (46. Ngamukol), Pavlovic; Salatic; Gashi (64. Steven Lang), Toko, Caio; Ben Khalifa, Dabbur.

Bemerkungen: Zürich ohne Etoundi (gesperrt), Brunner, Chermiti, Nef, Kukeli und Glarner (alle verletzt). GC komplett. 17. Dreiminütiger Unterbruch wegen Rauchpetarden. GC nach der Pause mit einer Dreier-Abwehrkette.

Verwarnungen: 16. Grichting. 17. Dabbur (beide Reklamieren). 45. Teixeira. 55. Ben Khalifa (Foul). (Unsportlichkeit). 57. Rikan (Foul). 78. Pedro Henrique (Unsportlichkeit). 82. Toko. 83. Buff. 91. Caio (alle Foul).

Lausanne - Aarau 0:1 (0:0)

Pontaise. - 3050 Zuschauer. - SR Graf.

Tor: 50. Andrist (Radice) 0:1.

Lausanne: Antonio; Banana, Mevlja, De Pierro; Tafer, Ekeng (65. Yang Yang), Feindouno (55. Feltscher), Plessis, Facchinetti (78. Coly); Ravet, Vukusic.

Aarau: Unnerstall; Nganga, Bulvitis, Garat, Jaggy; Andrist (75. Gygax), Bürki, Ionita; Hallenius (46. Senger), Lüscher (91. Jäckle), Radice.

Bemerkungen: Lausanne ohne Fickentscher, Gabri und Barroca (alle verletzt). Aarau ohne Mall (rekonvaleszent).

Verwarnungen: 16. Lüscher. 61. Garat. 72. Vukusic. 85. Coly. 90. Banana (alle Foul).

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