FCZ-Hooligans: «Pädagogische Aktion» gegen Fackelwerfer
Aktualisiert

FCZ-Hooligans: «Pädagogische Aktion» gegen Fackelwerfer

Die FCZ-Fans, die am Freitag Basler Fans mit Signalfackeln beworfen haben, nennen sich «K4». Nach ihrer Rückkehr nach Zürich sind sie offenbar von einer Hooligan-Gruppierung des FCZ gemassregelt worden.

Die Gruppe «K4» setzt sich überwiegend aus Jugendlichen aus dem Zürcher Kreis 4 zusammen. Innerhalb der Fan-Szene des FCZ ist die Gruppe umstritten, da sie bereits mehrfach wegen gewalttätigen Aktionen und massiven Sachbeschädigungen aufgefallen war. Aus der Südkurve wurde «K4» verbannt.

Nach den Ausschreitungen vom Freitag hat nun eine der FCZ-Fangruppierungen real-pädagogische Massnahmen gegen die Fackelwerfer ergriffen, wie der «Tages-Anzeiger» berichtet und Andeutungen einer «pädagogischen Aktion» in einem Fan-Forum vermuten lassen. Marco Cortesi, Sprecher der Stadtpolizei Zürich, bestätigt diese Information: «Es hat kleinere gewalttätige Zusammenstösse rund um den Hauptbahnhof gegeben.»

Eine im FCB-Forum als «ZH FWW Group» bezeichnete Hooligan-Gruppierung ist in und um den Hauptbahnhof gewalttätig gegen die mutmasslichen Fackelwerfer von Basel vorgegangen. «FWW» steht für «Feld-Wald-und-Wiese» und bezeichnet Treffen mit fairen Prügeleien unter hartgesottenen Hooligans, diese sammeln sich in Zürich bei den «City Boys» und der «Hardturm-Front». Welche Hooligan-Gruppierung mit den Fackelwerfern abgerechnet hat, ist nicht bekannt.

Derweil hat die Staatsanwaltschaft Basel-Stadt damit begonnen, die Fackelwerfer anhand umfangreichen Video-Materials zu ermitteln. Die Staatsanwaltschaft ermittelt wegen «Gefährdung des Lebens», berichtet die «Basler Zeitung». FCZ-Präsident Ancillo Canepa will den Aktivitäten der undisziplinierbaren kleinen Fangruppe nicht länger zusehen. «Die Zeit des Redens ist vorbei», sagt er und erwägt, Stadionverbote zu verhängen.

thi/sda

(Video: YouTube)

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