Wichtiges Rückspiel: FCZ schafft erste Hürde
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Wichtiges RückspielFCZ schafft erste Hürde

Der FC Zürich darf weiter von der Königsklasse träumen. Nach dem 1:1 im Hinspiel siegte der FCZ gegen Standard Lüttich dank eines Treffers von Mehmedi mit 1:0.

von
sco

Der FCZ hat das Champions-League-Playoff erreicht. Eine Woche nach dem 1:1 in Lüttich besiegt Zürich Standard 1:0. Admir Mehmedi erzielte in der 58. Minute das Tor des Abends.

Mehmedi, der bereits im Hinspiel getroffen hatte, holte mit seinem zweiten Treffer im Duell mit Lüttich aus Sicht der dominanten Zürcher Verpasstes nach und sorgte persönlich dafür, dass sein Penaltyfehlschuss letztlich nur eine Randnotiz blieb. Die Belgier hatten sich selbstverschuldet in eine heikle Lage manövriert. Yoni Buyens trat dem FCZ-Stürmer Mehmedi zur Unzeit und vor allem im Strafraum auf den Fuss. Die Folgen für Lüttich waren erheblich: Rot und Foulpenalty (21.).

Noch ist der FCZ weit mehr als 180 Spielminuten von der zweiten Qualifikation für die Champions League entfernt. In der nächsten Runde müsste Zürich einen Brocken wie Bayern München, Arsenal oder Lyon beseitigen - damit ist nun wirklich nicht zu rechnen. Aber ein europäisches Highlight ist so oder so programmiert.

Der Vorstoss ins Playoff der Champions League garantiert dem Verein eine UEFA-Prämie von 2,5 Millionen Euro. Und zumindest die Teilnahme an der Gruppenphase der Europa League ist dem FC Zürich nicht mehr zu nehmen - das ist angesichts der Verluste im letzten Geschäftsjahr kein unerheblicher finanzieller Faktor.

Dynamo Kiew und die Rangers out

Mit Dynamo Kiew und den Glasgow Rangers schieden in der 3. Qualifikationsrunde der Champions League zwei ehemalige Europacupsieger aus. Auch das Out von Slovan Bratislava gegen Apoel Nikosia kommt überraschend.

Rubin Kasan gewann auch das Heimspiel gegen die Ukrainer von Dynamo Kiew und nahm damit Revanche für die Ausrutscher vor zwei Jahren in der Gruppenphase der Königsklasse. Ein ungefährdeter 2:1-Heimsieg folgte dem 2:0-Auswärtserfolg. Den Rangers nutzte auch das 1:1-Remis bei Malmö nach der 0:1-Heimpleite nichts. Die Schotten beendeten das Spiel nach Platzverweisen gegen Steven Whittaker und den Algerier Boughera mit neun Spielern, die Schweden glichen nach Ricardinhos Ausschluss (73.) in der 80. Minute durch Jiloan Hamad aus.

FC Zürich - Standard Lüttich 1:0 (0:0)

Letzigrund. - 10'500 Zuschauer. - SR Valeri (It).

Tor: 58. Mehmedi (Aegerter) 1:0.

Zürich: Leoni; Philippe Koch, Béda, Teixeira, Rodriguez; Nikci, Aegerter, Kukuruzovic, Djuric (83. Barmettler); Mehmedi (80. Chermiti); Alphonse (90. Raphael Koch).

Lüttich: Bolat; Opare (34. Goreux), Kanu, Felipe, Pocognoli (61. Camara); Leye, Buyens; Nong (61. Benteke), Gonzalez, Van Damme; Tchité.

Bemerkungen: FCZ ohne Margairaz, Zouaghi, Chikhaoui (alle verletzt), Lüttich ohne Defour, Mangala (beide nicht im Aufgebot). 21. Rot gegen Buyens (Notbremse-Foul). 23. Bolat lenkt Foulpenalty von Mehmedi an den Pfosten. Verwarnungen: 20. Leye (Foul), 23. Van Damme (Unsportlichkeit), 44. Felipe, 68. Djuric, 86. Philippe Koch (alle Foul, Koch im ersten Playoff-Spiel gesperrt).

RUBIN KASAN (Russ) - Dynamo Kiew 2:1 (1:0) 2:0

MALMÖ FF - Glasgow Rangers 1:1 (0:1) 1:0

Vaslui (Rum) - TWENTE ENSCHEDE (Ho) 0:0 0:2

Slovan Bratislava - APOEL NIKOSIA Nikosia (Zyp) 0:2 (0:0) 0:0

VIKTORIA PILSEN (Tsch) - Rosenborg Trondheim (No) 3:2 (0:1) 1:0

WISLA KRAKAU (Pol) - Litex Lovetsch (Bul) 3:1 (1:0) 2:1

STURM GRAZ - Zestafoni (Geor) 1:0 (0:0) 1:1

Maribor (Sln) - MACCABI HAIFA (Isr) 1:1 (1:1) 1:2

DINAMO ZAGREB - HJK Helsinki 1:0 (0:0) 2:1

Partizan Belgrad - GENK (Bel) 1:1 (1:0) 1:2

Trabzonspor - BENFICA LISSABON 1:1 (1:1) 0:2

BATE BORISSOW (WRuss) - Ekranas Panevezys (Lit) 3:1 (2:1) 0:0

Shamrock Rovers Dublin - FC KOPENHAGEN 0:2 (0:1) 0:1

Panathinaikos Athen - ODENSE BK (Dä) 3:4 (1:1) 1:1

Auslosung am Freitag in Nyon.

«Sie sind erbost und sie sind die Chefs»

Mathieu Béda, die Mannschaft wurde zuletzt von Präsident und Sportchef arg gescholten. Wie gehen Sie damit um?

Mathieu Béda: Es ist unangenehm. Es ist ja für ein Kind auch nicht lustig, wenn es den Hintern versohlt bekommt. Aber sie sind erbost und sie sind die Chefs. Damit müssen wir Spieler leben. Wir sind ja auch nicht zufrieden, wie es im Moment läuft.

Wo orten Sie als Routinier das Problem?

Es ist Kopfsache. Wir sind eine junge Mannschaft, die sich manchmal schwertut, nach einem Spiel abzuschalten und sich sogleich aufs nächste Spiel einzustellen. Selbstkritik ist das Schwierigste für einen Fussballer, das habe ich in elf Jahren Profifussball gelernt. Immerhin hatten wir Glück, dass wir vor einer Woche in Lüttich ein gutes Ergebnis erzielt haben. Viele Mannschaften verlieren dort. Und man darf jetzt nicht alles schwarz sehen: Auf YB und Basel haben wir erst fünf Punkte Rückstand.

Welche Argumente hat der FCZ am Mittwoch im Rückspiel gegen Standard Lüttich?

Wir sind zu Hause und wir wissen, dass wir Fussball spielen können. sco

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