Aktualisiert 19.08.2009 16:42

Lettische PlatzverhältnisseFCZ-Spieler sind nicht begeistert

Der FC Zürich steht kurz vor den wichtigsten Spielen der Saison. Um den Millionen-Jackpot der Champions-League zu knacken, will der FCZ in Lettland vorlegen. Dabei sind die Platzverhältnisse prekär.

von
Sandro Compagno und Reto Fehr

«Ausverkauft», meldet der FK Ventspils. 7700 mehrheitlich lettische Fans wollen ihre Mannschaft gegen den Schweizer Meister zum Sieg schreien. Auch wenn die Zahl nicht hoch ist, erstaunt sie doch. Ventspils liegt rund 200 Kilometer vom Spielort in Riga entfernt. Es scheint, als ob die Champions-League-Spiele auch in Lettland ein nationales Ereignis seien. Immerhin: Der FCZ wurde seit seiner Ankunft von Schikanen verschont. Heute vor der Partie absolvierte die Mannschaft noch ein Geheimtraining rund 10 Kilometer vom Hotel entfernt. Dass dieses auf einem Kunstrasen stattfand, war selbstgewählt. Man habe dem FCZ auch ein Rasenfeld angeboten für das letzte Training. Da dieses aber rund 40 Minuten entfernt gewesen wäre, habe sich Bernard Challandes und sein Team für die nähere Variante entschieden. Für das lockere Warm-up vor dem grossen Spiel war der Kunstrasen gut geeignet.

Doch am Abend wir sich der Platz i Skonto-Stadion weit entfernt von Kunstrasen-Bedingungen präsentieren. Das schon im Vorfeld als extrem klein eingestufte Spielfeld wird kaum ein schönes Spiel erlauben. Der Platz ist sehr holprig und an den Seitenlinien extrem tief und rutschig. Das ist sicher kein Vorteil für den FCZ mit dem starken Kombinationsfussball. Die Spieler sind dementsprechend auch wenig begeistert vom Terrain.

«Das darf kein Thema sein»

Sportchef Freddy Bickel lässt dieses vermeintliche Alibi aber nicht gelten und stellt klar: «Das darf kein Thema sein.» Schliesslich spielen beide Teams auf demselben Platz. Neben dem «Acker» könnte auch eine andere Ausseneinwirkung noch eine Rolle spielen: In Riga ging am Mittwoch teilweise ein starker Wind. Möglich, dass dieser auch abends bei Spielbeginn um 21.45 Uhr Ortszeit (20.45 Uhr Schweizer Zeit) noch bläst.

20 Minuten Online ist beim Barrage-Hinspiel ab 20.45 Uhr mit dem Liveticker hautnah dabei.

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