Aktualisiert 03.03.2019 18:25

Super LeagueFCZ spielt in Überzahl, verliert aber trotzdem

Der FC Zürich unterliegt Lugano, nachdem er eine Halbzeit in Überzahl agierte. Das einzige Tor erzielt Alexander Gerndt.

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Der FC Basel gibt sich gegen den FC Thun keine Blösse und schlägt die Berner Oberländer 3:1. Kritisch wurde es für die Basler nur in den ersten Minuten.

Der FC Basel gibt sich gegen den FC Thun keine Blösse und schlägt die Berner Oberländer 3:1. Kritisch wurde es für die Basler nur in den ersten Minuten.

kein Anbieter/freshfocus: Daniela Frutiger
In der vierten Minute kommt Jonas Omlin im Zweikampf mit Bigler viel zu spät. Die Basler können froh sein, dass es hier keinen Elfmeter gibt.

In der vierten Minute kommt Jonas Omlin im Zweikampf mit Bigler viel zu spät. Die Basler können froh sein, dass es hier keinen Elfmeter gibt.

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Doch dann dreht der FCB auf. Gerade Stocker zeigt eine sehr ansehnliche Partie. Er ist an den ersten beiden Treffern der Basler direkt beteiligt.

Doch dann dreht der FCB auf. Gerade Stocker zeigt eine sehr ansehnliche Partie. Er ist an den ersten beiden Treffern der Basler direkt beteiligt.

kein Anbieter/freshfocus: Daniela Frutiger

Auf die schier peinliche Vorstellung im Cupspiel gegen Kriens hat der FC Zürich mit einer deutlichen Steigerung geantwortet. Dennoch resultierte mit dem 0:1 gegen Lugano die achte Saisonniederlage. Nach dem Spiel vor nur noch knapp 8500 im Letzigrund muss Trainer Ludovic Magnin feststellen, dass seine Mannschaft in den letzten acht Runden der Super League nur zweimal gewonnen hat - beide Male gegen den Stadtrivalen GC, dem es in diesen Wochen und Monaten sportlich noch schlechter geht. Auch ist die Bilanz des FCZ in der Super League jetzt negativ: sieben Siege stehen je acht Unentschieden und Niederlagen gegenüber.

Die Zürcher machten zu wenig aus dem glücklichen Umstand, dass sie die ganze zweite Halbzeit in Überzahl spielen konnten. Luganos ungarischer Innenverteidiger Akos Kecskes sah nach zwei bösen Fouls unmittelbar vor der Pause die Gelb-Rote Karte. Bis dorthin hatte die Mannschaft von Trainer Fabio Celestini sehr wenig zu einem guten Spielgehalt beigetragen. Aber die Tessiner zeigten nach einer halben Stunde den schönsten Angriff. Alexander Gerndt schloss diesen nach einem Doppelpass mit Armando Sadiku ab. Goalie Yanick Brecher hätte den nicht platzierten Schuss beinahe pariert, aber der Ball rutschte ihm unter dem Körper durch ins Tor.

In der ganzen zweiten Halbzeit arbeiteten die Zürcher redlich. Sie waren sichtlich bemüht, die blamable Leistung vom Cup-Viertelfinal gegen Kriens vergessen zu machen. Vor allem in der letzten Viertelstunde kamen sie zu vielen guten Chancen, die ihnen mindestens ein Unentschieden hätten eintragen müssen. Sie scheiterten aber in den meisten Fällen an ihrer Hektik oder am starken Goalie Noam Baumann.

Clevere St. Galler schlagen Xamax

St. Gallen überholte derweil dank eines 3:0-Heimsieges gegen Neuchâtel Xamax in der Tabelle sowohl den FCZ als auch Luzern und liegt neu auf Platz 4. Die Szene, die den Match in eine andere Richtung hätte lenken können, ereignete sich in der 36. Minute. St. Gallens Torhüter Dejan Stojanovic fällte seitlich vor dem Strafraum den durchbrechenden Stürmer Kemal Ademi und verhinderte auf diese Weise den sicheren Ausgleich. Schiedsrichter Adrien Jaccottet hatte keine andere Möglichkeit, als Stojanovic mit der Roten Karte vom Platz zu stellen.

Zum Zeitpunkt des Platzverweises hätten die hervorragend gestarteten St. Galler höher führen müssen als nur durch das Tor von Neuzugang Jérémy Guillemenot, der erstmals für den FCSG traf. Die Chancen hätten zu einem frühen 3:0 führen müssen. Geradezu grotesk war das Scheitern von Majeed Ashimeru. Der junge Offensivspieler aus Ghana hätte nach einer halben Stunde aus geringer Distanz links und rechts und oben und unten ins Tor treffen können. Aber er drosch den Ball an die Latte. Trotz dieses Missgeschicks war Ashimeru der beste Manns des Spiels - dies nicht nur, weil er das 1:0 und das 2:0 vorbereitete. Ashimeru dürfte die beste Akquisition des FCSG in den letzten Jahren sein.

Basel gewinnt Spitzenspiel gegen Thun

Der FC Basel sichert seinen 2. Platz in der Super League dank einem 3:1-Sieg gegen den Tabellen-Drittten Thun weiter ab. Ricky van Wolfswinkel, Albian Ajeti und Luca Zuffi sorgten für den Basler Heimsieg. Basel konnte den Vorsprung auf Thun auf sieben Punkte ausbauen und ist auf Kurs in Sachen Teilnahme an der Champions-League-Qualifikation.

Basel dank Fehler von Faivre in Führung

Das 1:0 von Basel gegen Thun. Video: SRF

Das 1:0 von Basel gegen Thun. Video: SRF

Zürich - Lugano 0:1 (0:1) 8434 Zuschauer. - SR Schärer. Tor: 30. Gerndt (Sadiku) 0:1. Zürich:Brecher; Rüegg, Bangura, Maxsö, Charabadse; Sertic, Hekuran Kryeziu; Winter (46. Kololli), Zumberi (67. Ceesay), Khelifi (79. Nef); Odey. Lugano: Baumann; Yao, Kecskes, Sulmoni, Daprelà; Piccinocchi, Sabbatini; Carlinhos (78. Covilo), Bottani (56. Crnigoj), Gerndt; Sadiku (46. Mihajlovic). Bemerkungen: Zürich ohne Marchesano, Domgjoni, Untersee, Pa Modou, Andereggen, Omeragic, Aliu und Sauter (alle verletzt). Lugano ohne Maric (gesperrt), Lavanchy, Brlek und Macek (alle verletzt). 45. Gelb-rote Karte gegen Kecskes (Foul). Verwarnungen: 32. Hekuran Kryeziu (Foul), 33. Kecskes (Foul), 48. Mihajlovic (Foul) 72. Carlinhos (Foul), 73. Rüegg (Foul), 85. Baumann (Spielverzögerung), 91. Crnigoj (Spielverzögerung).

Basel - Thun 3:1 (2:0) 20'717 Zuschauer. - SR Fähndrich. Tore: 16. Van Wolfswinkel 1:0. 32. Ajeti (Stocker) 2:0. 83. Zuffi (Ajeti) 3:0. 89. Rodrigues (Freistoss Spielmann) 3:1. Basel: Omlin; Xhaka, Suchy, Frei, Petretta; Balanta (82. Kuzmanovic), Zuffi; Okafor (76. Campo), Van Wolfswinkel, Stocker (58. Kalulu); Ajeti. Thun: Faivre; Kablan, Rodrigues, Sutter, Joss; Gelmi; Salanovic, Bigler (24. Fatkic/73. Hunziker), Stillhart, Da Silva (59. Sorgic); Spielmann. Bemerkungen: Basel ohne Bua, Zambrano (beide verletzt), Cömert und Riveros (beide nicht im Aufgebot). Thun ohne Glarner (gesperrt), Karlen, Tosetti, Hediger, Ferreira und Righetti (alle verletzt). Verwarnungen: 35. Okafor, 37. Balanta, 88. Frei (alle Foul).

St. Gallen - Neuchâtel Xamax 3:0 (1:0) 11'613 Zuschauer. - SR Jaccottet. Tore: 21. Guillemenot (Ashimeru) 1:0. 67. Barnetta (Ashimeru) 2:0. 76. Sierro (Foulpenalty) 3:0. St. Gallen: Stojanovic; Lüchinger (48. Barnetta), Hefti, Stergiou, Wittwer; Sierro, Quintilla, Ashimeru; Bakayoko, Guillemenot (38. Lopar), Kutesa (82. Campos). Neuchâtel Xamax: Walthert; Gomes, Oss, Sejmenovic (46. Xhemajli); Tréand (76. Veloso), Pickel, Di Nardo (71. Pululu), Kamber; Ramizi; Ademi, Nuzzolo. Bemerkungen: St. Gallen ohne Rapp, Itten und Wiss (beide verletzt). Neuchâtel Xamax ohne Serey Dié (gesperrt), Doudin, Le Pogam, Djuric und Minder (alle verletzt). 30. Lattenschuss Ashimeru. 45. Kopfball von Pickel an die Unterkante der Latte. Rote Karte gegen Stojanovic (Notbremse-Foul). Verwarnungen: 9. Oss (Foul), 39. Nuzzolo (Schwalbe/Reklamieren), 54. Ramizi (Foul), 60. Sierro (Foul), 86. Pululu (Schwalbe).

(SDA)

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