Aktualisiert 26.08.2012 16:11

Super LeagueFCZ und Luzern schiessen sich aus der Krise

Der FC Zürich gewinnt gegen den Tabellenführer aus Sion 1:0. Den entscheidenden Treffer erzielt Chiumiento in der 35. Minute vom Penaltypunkt aus. Luzern gewinnt gegen Servette 2:0.

Der FC Sion muss sich erstmals in dieser Saison geschlagen geben. Die Walliser unterliegen überraschend dem FC Zürich mit 0:1. Der FC Zürich steigerte sich im Vergleich zu den letzten beiden schwachen Auftritten in der Super League klar. Trainer Rolf Fringer verstärkte den Defensivverbund, indem er den Innenverteidiger Mathieu Béda ins Mittelfeld beorderte. Die bisher sehr anfällige Abwehr des FCZ gewann dadurch deutlich an Stabilität. Sie liess gegen den FC Sion kaum Chancen zu. Die beste vergab Leo in der 79. Minute.

Die Zürcher hatten viel mehr zu bieten. Der Penalty, der in der 35. Minute zum 1:0 führte, war zwar umstritten. Der Sieg aber hochverdient. Bei der entscheidenden Szene traf Aislan im Duell mit Mario Gavranovic sowohl den Ball als auch die Beine des Stürmers. Der Entscheid von Schiedsrichter Wermelinger, auf den Penaltypunkt zu zeigen, war zumindest vertretbar. Danach verpasste es der FCZ, das Skore zu erhöhen. Oliver Buff hatte alleine drei gute Tormöglichkeiten.

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Luzern gewinnt den Krisengipfel

Unter Murat Yakin holt der FCL nur drei Punkte aus den letzten sechs Spielen. Sein Nachfolger Ryszard Komornicki hat den letztjährigen Zweiten nun wieder auf den Erfolgsweg geführt. Nach dem 2:1 gegen Genk am Donnerstag schlugen die Luzern auch den Tabellenletzten Servette. Ein bisschen Glück musste Luzern dafür beanspruchen. Denn Servette hätte eigentlich in Führung gehen müssen. Nach einer Viertelstunde wurde ein Kopfballtreffer von Genséric Kusunga fälschlicherweise wegen Abseits nicht anerkannt. Das 1:0 fiel dann in der 37. Minute nach einem Durcheinander im Genfer Strafraum. Der Ball landete zufällig vor den Füssen von Torschütze Florian Stahel. Das 2:0 in der 65. Minute schoss Daniel Gygax nach einer schönen Einzelaktion.

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Die Luzerner zeigten keine berauschende Vorstellung, waren aber nach den Seitenwechsel und wohl auch dank dem Treffer in der ersten Halbzeit die besser und selbstsicherer agierende Mannschaft. Dimitar Rangelov konnte sich sogar den Luxus leisten, in der 21. Minute einen Penalty über das Tor zu schiessen. Von Servette kam wie so oft in dieser Saison sehr wenig. Die Grenats warten weiterhin auf den ersten Sieg und haben erst drei Treffer erzielt.

Berner Höhenflug gebremst

Der Aufwärtstrend der Young Boys wurde abrupt gebremst. Das Team von Trainer Martin Rueda kam im Stade de Suisse gegen Abstiegskandidat Lausanne nicht über ein torloses Unentschieden hinaus.

YB startete so, wie man es von einem Team mit dem Selbstvertrauen eines 3:0-Auswärtssiegs in der Europe-League-Qualifikation erwarten konnte - dezidiert und offensiv. Der wirblige und kraftvolle Raúl Bobadilla war ein steter Gefahrenherd und auch Mario Raimondi und Alain Nef kamen zu hervorragenden Chancen. Lausanne versteckte sich aber nicht und kam durch Mickael Facchinetti und Nicolas Marazzi zu zwei guten Möglichkeiten innert Minutenfrist.

Nach der Halbzeitpause wurde das YB-Spiel zunehmend steriler. Es mangelte an guten Ideen, so dass die kompakte Lausanner Hintermannschaft kaum je in Gefahr geriet. YB war zwar eifrig bemüht und hatte die beste Möglichkeit nach einer Stunde. Verteidiger Juhani Ojala sah seinen Kopfball vom brillanten Jungtalent Mathieu Debonnaire abgewehrt, Bobadilla schoss anschliessend aus etwa fünf Metern und spitzem Winkel in den Berner Nachmittagshimmel. So verpasste Martin Rueda gegen seinen ehemaligen Klub drei Punkte zu gewinnen.

Super League, 7. Runde

Young Boys - Lausanne 0:0

Stade de Suisse. - 17'132 Zuschauer. - SR Carrel.

Young Boys: Wölfli; Sutter, Nef, Ojala, Raimondi; Spycher; Schneuwly (56. Gonzalez), Costanzo (83. Frey), Farnerud, Mayuka (63. Vitkieviez); Bobadilla.

Lausanne-Sport: Debonnaire; Katz, Tall, Sonnerat, Facchinetti; Rodrigo; Chaksi, Marazzi, Malonga (80. Khelifi), Sanogo; Moussilou (59. Roux).

Bemerkungen: Young Boys ohne Simpson (verletzt), Nuzzolo (gesperrt). Martinez (nicht im Aufgebot), Doubai, Lecjaks (beide U21), Lausanne ohne Favre, Gabri, Avanzini, Meoli (alle verletzt). Verwarnungen: 54. Moussilou (Foul), 82. Farnerud (Foul). 93. Bobadilla (Reklamieren).

Zürich - Sion 1:0 (1:0)

Letzigrund. - 11'016 Zuschauer. - SR Wermelinger.

Tor: 35. Chiumiento (Foulpenalty) 1:0.

Zürich: Da Costa; Glarner, Djimsiti, Teixeira, Benito; Béda; Drmic (90. Brunner), Buff, Kukuruzovic (84. Mariani), Chiumiento; Gavranovic (69. Chermiti).

Sion: Vanins; Vanczak, Aislan, Dingsdag, Bühler; Gattuso, Serey Die; Margairaz (60. Manset), Darragi (46. Lafferty), Crettenand (81. Wüthrich); Léo.

Bemerkungen: Zürich ohne Kukeli, Pedro Henrique (beide gesperrt), Chikhaoui, Kajevic, Philippe Koch, Magnin und Raphael Koch (alle verletzt). Sion ohne Mrdja und Marques (verletzt). Verwarnungen: 30. Buff (Schwalbe). 33. Vanczak. 35. Aislan (beide Foul). 54. Kukuruzovic (Unsportlichkeit). 67. Lafferty (Foul).

Servette - Luzern 0:2 (0:1)

Stade de Genève. - 6165 Zuschauer. - SR Amhof.

Tore: 37. Stahel (Rangelov) 0:1. 65. Gygax (Puljic) 0:2.

Servette: Barroca; Rüfli, Kusunga, Mfuyi, Moubandje; Pasche (55. Karanovic), Grippo; De Azevedo (60. Pizzinat), Esteban (46. Ramizi), Tréand; Eudis.

Luzern: Zibung; Sarr, Stahel, Puljic, Lustenberger; Wiss, Muntwiler; Gygax (79. Hochstrasser), Hyka, Lezcano (75. Kryeziu); Rangelov (86. Pacar).

Bemerkungen: Servette ohne Baumann, Diallo, Kouassi (alle verletzt), Routis und Moutinho (beide nicht im Aufgebot). Luzern ohne Renggli, Sorgic (beide verletzt) und Thiesson (nicht im Aufgebot). 15. Tor von Kusunga wegen Abseits aberkannt. 21. Rangelov verschiesst Penalty. Verwarnungen: 53. Grippo. 72. Muntwiler. 77. Pizzinat (alle Foul).

Axpo Super League

(si)

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