Aktualisiert 08.10.2018 05:02

Super League

FCZ vergibt 2:0-Führung in fünf Minuten

Der FC Thun geriet daheim gegen Zürich nach 57 Minuten 0:2 in Rückstand. Fünf Minuten später stand es 2:2, dabei blieb es.

von
SDA
Eine umkämpfte Angelegenheit: Thuns Marvin Spielmann grätscht dem Zürcher Victor Palsson den Ball weg.

Eine umkämpfte Angelegenheit: Thuns Marvin Spielmann grätscht dem Zürcher Victor Palsson den Ball weg.

Keystone/Marcel Bieri

Nach dem Erfolg in der Europa League gegen Ludogorez Rasgrad schien der FC Zürich die gute Stimmung für einen Sieg in der Meisterschaft nutzen zu können. Zuletzt jedoch war das Unentschieden zwischen den beiden Mannschaften, die der breiten Gruppe der distanzierten Verfolger von Leader YB angehören, gerecht.

Abseits der vier Tore hatten die Zürcher die beste Chance aus dem Spiel heraus. Aber Stürmer Assan Ceesay verpasste nach 34 Minuten allein vor Goalie Guillaume Faivre das sicher scheinende 2:0. Andererseits hatten die Zürcher Glück, als Innenverteidiger Umaru Bangura nach einer Freistoss-Flanke von Matteo Tosetti mit einem Kopfball den Innenpfosten des eigenen Tores traf.

Beinahe die komplette Wende durch Sorgic

Neuzugang Benjamin Kololli gehörte in den letzten Spielen des FCZ meistens zu den Besten. Der frühere Lausanner traf in Thun erstmals für seinen neuen Klub in der Super League - sogar zweimal. Der Effort wurde jedoch nur mit einem Punkt belohnt. Die Thuner zeigten nach dem 0:2 eine rasche und prächtige Reaktion mit sehenswerten Toren des eingewechselten Dennis Salanovic und von Goalgetter Dejan Sorgic, der beim 1:4 gegen die Young Boys wegen einer Verletzung gefehlt hatte. In der Nachspielzeit vergab Sorgic mit einem verzogenen Schuss aus guter Position das Thuner Siegestor.

Eine wichtige Szene ereignete sich nach knapp 20 Minuten. Bangura stoppte Marvin Spielmann vor der Strafraumecke mit einem rüden Foul. Spielmann war in vollem Lauf und hätte einen freien Korridor zum Tor gehabt. Bangura wiederum hatte keine Möglichkeit, an den Ball zu kommen. Für dieses Notbremse-Foul, bei dem sich der Thuner leicht hätte verletzen können, hätte Schiedsrichter Lionel Tschudi die Rote Karte ziehen können.

Ein atypisches FCZ-Resultat

Für den FCZ war das Schlussresultat für diese Saison atypisch. Zuvor waren erst einmal - beim 4:0 zwischen YB und Zürich - in einem Match mit dem FCZ mehr als drei Tore gefallen. Die Zürcher selber haben nun zum vierten Mal zwei Tore erzielt. Zwei Tore reichten der Mannschaft von Trainer Ludovic Magnin zuvor immer zum Sieg - ausser gegen Thun.

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