Axpo Super League: FCZ vom Sturm gebremst - Basel verliert in Aarau

Aktualisiert

Axpo Super LeagueFCZ vom Sturm gebremst - Basel verliert in Aarau

Der Meitsterschaftskampf bleibt weiterhin spannend. Der FCZ hat es mit einem 1:1 gegen Luzern verpasst den Vorsprung auf den FC Basel, der in Aarau überraschend mit 1:3 verloren hat, auf sechs Punkte auszubauen. Der FC Vaduz kann nach der 2:4-Heimniederlage gegen Xamax wohl mit den Planungen für die Challenge League beginnen.

Basel hat im Kampf um den Titel einen weiteren Rückschlag erlitten.

Der Meister unterlag in Aarau 1:3 und enttäuschte schwer. Mit zwei Weitschüssen und einem herrlichen Konter-Tor von Bengondo sicherte sich der FCA den Coup. Nach der ersten Niederlage seit dem 2:3 gegen YB am 7. Februarhat sich FCB-Lage erneut verschärft. Zwei Runden vor dem Gipfel mit dem Leader FCZ leistete sich der Titelhalter in Aarau zu viele fahrlässige Fehler und verschuldete das Ende der Serie von 13 Spielen ohne Niederlage weitgehend selber.

Sekunden nachdem Christian Gross mit der Einwechslung von Marko Perovic das Signal zum Angriff sandte, setzte Ianu zum entscheidenden Konter an. Bengondo schloss die perfekte Vorarbeit souverän ab. Die restlichen Breaks liessen die Aargauer ungenutzt und vergaben die Chance, die Basler Prominenz noch mehr zu demütigen.

In der 23. Minute führte der Aussenseiter 1:0. David Marazzi überraschte Basels Keeper Costanzo mit einem Volleyschuss aus über 25 m Entfernung. Eine Reaktion der Bebbi blieb aus. Der Basler Tiefpunkt einer schwachen ersten Hälfte war Huggels verschossener Foulpenalty in der 33. Minute. Mit einem weiteren spektakulären Weitschuss erhöhte Sergio Bastida auf 2:0.

Kurz vor der Pause begrenzte Huggel nach einem Abpraller Benitos mit dem 1:2 den Schaden. Mehr hatte der Titelhalter gegen den bescheidenen Kontrahenten, der zuletzt dreimal in Serie verloren hatte, nicht zu bieten. Gross' zu defensive Strategie mit nur einem Stürmer (Streller) zahlte sich nicht aus. Und zu einer angemessenen Reaktion war der FCB nicht in der Lage.

FCZ nach Wasserschlacht nur mit Remis

Der FC Zürich hätte mit einem Sieg zuhause gegen Luzern für die Vorentscheidung sorgen können. Doch der Leader musste gegen die Mannschaft von Rolf Fringer ebenfalls Federn lassen. Ein 1:1-Unentschieden war das Endresultat, der FCZ konnte den Vorsprung auf Basel auf vier Punkte ausbauen.

Für die Gäste aus der Innerschweiz war das wichtige Remis verdient. In der zweiten Halbzeit erarbeiteten sie sich gar die besseren Chancen. Nach Frimpongs Ausgleich in der 60. Minute - der Ghanaer nutzte nach einem Freistoss einen Abpraller bei FCZ-Goalie Johnny Leoni - war es vor allem João Paiva, der gleich mehrmals hätte den Führungstreffer für den Aussenseiter erzielen können. Auf Seiten des Heimteams besassen Abdi (68.) und Aegerter (71.) gute Möglichkeiten.

Aussergewöhnliches hatte sich in der ersten Hälfte ereignet. Die Partie wurde von Schiedsrichter Jerôme Laperrière in der 36. Minute wegen eines heftigen Gewitters unterbrochen. Nur drei Minuten zuvor und im strömenden Regen hatte Alexandre Alphonse den FCZ in Front gebracht. Der Franzose, der zuletzt rund 1000 Minuten ohne Torerfolg geblieben war, profitierte nach einer Flanke von Tico per Kopf von einem Stellungsfehler David Zibungs.

Vaduz kann für die Challenge League planen

Das dürfte es gewesen sein für den FC Vaduz. Der Klub aus dem Fürstentum Liechtenstein verlor im Abstiegskampf gegen Neuchâtel Xamax 2:4. Zwar können die Vaduzer den Ligaerhalt rechnerisch noch schaffen, realistisch ist er aber nicht mehr. Zum Barrage-Platz fehlen weiterhin acht Punkte - bei noch vier ausstehenden Runden. Aus den letzten acht Spielen hat das Team von Pierre Littbarski lediglich einen Punkt geholt. Am Dienstag gastiert der Leader FCZ im Rheinpark.

Immerhin zeigten die Vaduzer gegen Xamax eine Reaktion auf die 0:6-Blamage gegen die Young Boys. Sie vermochten das Geschehen ausgeglichen zu gestalten, und zumindest ein Unentschieden wäre verdient gewesen. Nach einer Stunde hatte der FCV sogar 2:1 geführt.

Einmal mehr war die Zuschauerzahl in Vaduz Besorgnis erregend. Das «Spiel der letzten Chance» lockte gerade mal 1040 Fans an. Noch weniger (930) waren Mitte Februar gegen Bellinzona gekommen.

Axpo Super League, 32. Runde

Zürich - Luzern 1:1 (1:0)

Letzigrund. - 12 600 Zuschauer. - SR Laperrière

Tore: 34. Alphonse 1:0. 60. Frimpong 1:1.

Zürich: Leoni; Koch, Barmettler (64. Stucki), Rochat, Lampi; Aegerter; Tico, Margairaz (79. Chikhaoui), Abdi, Djuric (71. Hassli); Alphonse.

Luzern: Zibung; Lukmon, Seoane, Veskovac, Lustenberger; Gajic, Renggli; Frimpong, Scarione (87. Zverotic), Ferreira (75. Chiumiento); Paiva (89. Pacar).

Bemerkungen: Zürich ohne Tihinen (gesperrt), Stahel und Tarchini (beide verletzt). Luzern ohne Tchouga, Wiss, Lambert (alle verletzt) und Ravasi (nicht im Aufgebot). 36. Spielunterbruch wegen eines heftigen Gewitters. - Verwarnungen: 54. Aegerter (Foul). 68. Renggli (Foul). 71. Veskovac (Unsportlichkeit). 81. Lustenberger (Foul). 82. Seoane (Foul). 84. Scarione (Foul). 91. Abdi (Ballwegschlagen/im nächsten Spiel gesperrt). 92. Chikhaoui (Unsportlichkeit).

Aarau - Basel 3:1 (2:1)

Tore: 24. Marazzi 1:0. 38. Bastida 2:0. 42. Huggel 2:1. 61. Bengondo 3:1.

Aarau: Benito; Menezes, Aquaro, Page, Elmer; Marazzi (73. Nushi), Burki, Bastida, Lang (75. Mutsch); Ianu, Bengondo (90. Rapisarda).

Basel: Costanzo; Zanni, Abraham, Ferati (67. Eduardo, Safari; Huggel; Frei, Ergic, Gjasula (46. Mustafi), Stocker (60. Perovic; Streller.

Bemerkungen: Aarau ohne Rogerio, Schaub (beide verletzt), Guerrero (nicht im Aufgebot) und Tarone (U21). Basel ohne Carlitos, Chipperfield, Derdiyok, Hodel und Marque (alle verletzt). 33. Huggel schiesst Foulpenalty an den Pfosten. 65. Platzverweis von Aaraus Coach Komornicki (reklamieren). - Verwarnungen: 40. Menezes (Foul). 63. Ianu (Unsportlichkeit). 72. Safari (Foul).

Vaduz - Xamax 2:4 (0:1)

Rheinpark. - 1040 Zuschauer. - SR Busacca

Tore: 29. Niçoisse 0:1. 52. Gaspar 1:1. 58. Cerrone 2:1. 61. Niçoisse 2:2. 83. Belghazouani 2:3. 91. Niasse 2:4.

Vaduz: Kirschbaum; Bellon, Rudan, Ritzberger, Haman (75. Saroa); Cerrone; Gaspar, Sutter, Fejzulahi; Thordarson (77. Fischer), Rivaldo (86. Galbi).

Xamax: Ferro; Gomes, Besle, Hodzic, Edjenguele; Geiger (55. Belghazouani), Niasse, Wüthrich, Rodrigo Tosi (62. Chihab); Niçoise (90. Nuzzolo), Brown.

Bemerkungen: Vaduz ohne Senna (gesperrt), Polverino, Reinmann, Nickenig, Dzombic, Brezny und Mea Vitali (alle verletzt). Xamax ohne Taljevic (gesperrt), Rossi, Bah (beide verletzt), Furios, Rak und Szlykowicz (alle nicht im Aufgebot). 17. Lattenschuss Brown. - Verwarnungen: 59. Belghazouani. 61. Sutter. 67. Haman. 82. Besle (alle Foul).

LIVE-TICKER

mit Philipp Reich

90.+3 Der FCZ hat eine Vorentscheidung im Meisterschaftskampf verpasst. Luzern trotzt dem Leader nicht unverdient eine 1:1 ab, nachdem das Spiel in der ersten Halbzeit wegen einem Gewitter für mehrere Minuten unterbrochen werden musste.

90.+3 Beim FCZ macht sich Frust breit. Auch Chikhaoui sieht noch die Gelbe Karte. Der FCZ kommt in der Schlussphase zu keiner richtigen Torchance mehr.

90.+1 Abdi sieht für Reklamieren seine achte Gelbe Karte, ist damit in Vaduz gesperrt und kann gegen Basel am kommenden Wochenende wieder spielen. Das wird die Diskussionen um eine absichtliche Gelbe Karte wieder ins Rollen bringen.

90. Drei Minuten werden nachgespielt.

90. Noch einmal wechselt Rolf Fringer. Für den stets gefährlichen Paiva kommt der junge Pacar ins Spiel.

88. Nächster Wechsel beim FC Luzern: Der eben verwarnte Sciarione muss vom Feld. Verteidiger Zverotic kommt für ihn für die letzten zwei Minuten aufs Feld.

87. Nun ist die Überraschung definitiv: Der FC Basel hat in Aarau verloren und damit wichtige Punkte im Meisterschaftskampf liegen lassen.

86. Der FCZ wirft nun alles nach vorne. Ein Punkt gegen Luzern ist für den Leader zu wenig. Vor allem weil man weiss, dass Basel in Luzern zurück liegt.

83. Okonkwo dreht den Ball schön zur Mitte, Veskovac kommt aber vor dem lauernden Hassli an den Ball und kann klären.

82. Seoane sieht nach einem Foul an Alphonse an der Strafraumgrenze die Gelbe Karte. Jetzt könnte es für den FCZ wieder einmal gefährlich werden.

81. Lustenberger kann Chikhaoui nur mit einem Foulspiel bremsen. Er wird dafür von Schiedsrichter Laperrière verwarnt.

81. Die Zürcher haben sich nach einer schwachen Phase wieder etwas gefangen und können die Partie nun wieder offener gestalten. Doch in der Offensive bleibt der FCZ weiterhin harmlos.

80. Der FCZ bringt seinen zweiten Super-Joker. Für den starken Margairaz bringt Bernard Challandes Yassine Chikhaoui ins Spiel.

79. Hassli sorgt im Zürcher Angriffsspiel für viel Wirbel. Seine Mitspieler rücken aber nicht nach und so ist der Franzose auf sich alleine gestellt.

76. Leoni hält den FCZ mit einer weiteren Glanzparade im Spiel! Lampi muss Frimpong auf der rechten Seite ziehen lassen. Die Flanke kommt genau auf Paiva, der aber am super reagierenden Leoni scheitert.

76. Wechsel nun auch beim FC Luzern: Der emsige Ferreria verlässt das Feld. Für ihn kommt Davide Chiumiento.

71. Veskovac wird verwarnt, weil er den Ball weggeschlagen hat. Unterdessen kommt beim FCZ mit Hassli für Djuric ein zweiter Stürmer ins Spiel.

69. Chance nun auch wieder für den FCZ! Alphonse lanciert mit einem gefühlvollen Heber Almen Abdi, der mit seinem gekonnten Abschluss Zibung verlädt. Der Ball kullert aber am rechten Pfosten vorbei.

68. Renggli sieht Gelb für ein grobes Foul an Silvan Aegerter.

67. Der FC Zürich zu hektisch, Fehler um Fehler schleicht sich im FCZ-Spiel ein. Luzern in den Zweikämpfen aber auch sehr energisch. Den Zürchern fehlt die Ruhe am Ball.

65. Wieder muss Leoni in extremis retten! Paivas Kopfball nach einem guten Freistoss kann der FCZ-Torhüter gerade noch mit den Fingerspitzen über die Latte lenken.

64. Erster Wechsel beim FC Zürich: Für Barmettler, der eine unauffällige Partie zeigte, kommt Daniel Stucki ins Spiel.

63. Luzern vergibt eine Grosschance zur erstmaligen Führung. Paiva kann alleine auf Leonie losziehen. Sein Schuss kurz vor Leoni fliegt aber knapp am rechten Pfosten vorbei.

60. Tor für den FC Luzern! Nach einem Freistoss von Renggli kann Leoni den Ball nicht festhalten. Frimpong ist zur Stelle und drückt den Ball zum 1:1 über die Linie.

59. Der FC Zürich nimmt es jetzt etwas zu locker. Die Innerschweizer werden immer stärker und setzen dem FCZ ganz schön zu.

57. Riesenchance für den FC Luzern! Luqmon flankt von rechts zur Mitte. Nelson Ferreira mit einem herrlichen Kopfball, aber Leonie verhindet mit einer Klasse-Parade den Ausgleich zum 1:1.

55. Wieder nimmt Renggli beim folgenden Freistoss aus rund 30 Metern Anlauf. Aber auch bei diesem Weitschuss-Versuch landet der Ball in der Mauer.

54. Silvan Aegerter sieht die erste Gelbe Karte der Partie nach einem Foul an Milan Gajic. Der Zürcher ist damit am Dienstag in Vaduz gesperrt.

51. Frimpong wagt einen Vorstoss auf der rechten Seite. Der Ball ist allerdings schneller als der Luzerner Stürmer. Es gibt Abstoss für den FCZ.

50. Weiterhin prägen viele Fehlpässe diese Partie. Weder der FCZ noch der FCL können momentan Akzente in der Offensive setzen.

46. Das Spiel läuft bereits wieder. Scarione schleicht sich nach dem Wiederanpfiff nach vorne. Mit seinem Weitschuss kann er Leoni im FCZ-Tor aber nicht überraschen.

45. Die erste Halbzeit ist zu Ende! Nach einem kurzen Seitenwechsel geht die Partie aber gleich weiter.

42. Foul von Djuric an Gajic. Renggli versucht's aus 30 Metern mit einem Direktschuss. Der Ball landet aber in der Mauer.

41. Keine der beiden Mannschaften scheint momentan mit dem glitschigen Rasen zurecht zu kommen. Unnötige Ballverluste hüben wie drüben sorgen für wenig Spektakel.

38. Der Rasen im Letzigrund ist völlig durchnässt. Die technisch versierteren Spieler sind nun etwas im Vorteil.

36. Mit einem Schiedsrichterball wird die Partie fortgeführt! Nelson Ferreira überlässt den Ball dem FC Zürich.

- Die Spieler kommen wieder auf den Rasen. In Kürze sollte das Spiel wieder aufgenommen werden. Zuerst werden also die letzten neun Minuten gespielt. Dann geht's nach einem Seitenwechsel mit der zweiten Halbzeit weiter.

- In 10 Minuten soll es endlich weitergehen. Man will aber noch warten bis das Gewitter definitiv über die Stadt gezogen ist.

- Schiedsrichter-Boss Urs Meier erklärt, dass die Entscheidung von Schiri Laperrière absolut richtig gewesen sei. Nach dem Unterbruch wird es so weitergehen, dass zunächst die neun Minuten bis zur Pause gespielt werden. Dann werden die Seiten gewechselt und es geht ohne Pause weiter.

- Momentan ist noch unklar, wann und wie die Partie fortgesetzt wird. Es könnte sein, dass Laperriére die Pause vorzieht.

36. Schiedsrichter Laperrière unterbricht die Partie. Der starke Regen lässt kein reguläres Spiel mehr zu. Die Spieler begeben sich in die Kabinen.

34. Tor für den FC Zürich! Alphonse bringt den FCZ nach einem Riesenfehler von Luzern-Keeper Zibung in Führung. Okonkwo flankt von links, Zibung fliegt vorbei und Alphonse erzielt sein erstes Tor in der Rückrunde.

30. Über Zürich entlädt sich ein furchtbares Gewitter. Sintflutartige Regenfälle machen den Spielern momentan das Leben extrem schwer.

30. Leoni greift nach einem weiteren Luzerner Eckball daneben. Rengglis Weitschuss fliegt aber in den Zürcher Abendhimmel.

27. Gefährlicher Angriff des FC Luzern. Pavia wird von Seoane mit einem idealen Pass in die Tiefe auf die Reise geschickt. Seine Hereingabe vom rechten Flügel auf Ferreira kann Rochat aber gerade noch zur Ecke klären.

22. Der FCZ erhöht den Druck. Bislang spielt sich das Geschehen aber vor allem im Mittelfeld ab. Der entscheidende Pass in die Tiefe ist bei den Zürchern oft zu ungenau.

19. Luzern zeigt sich in den Zweikämpfen sehr aufsässig. Die Innerschweizer halten dagegen, während sich der FCZ beim Spielaufbau momentan sehr schwer tut.

15. Margairaz wird am Strafraum von der Luzerner Abwehr vergessen. Zibung kommt aus seinem Tor und kann klären. Der Luzerner Torwart trifft den Zürcher an den Beinen, da hätte man auch Elfmeter pfeifen können.

13. Riesenchance für den FCZ! Rochat versucht es nach einem Eckball mit einer Direktabnahme aus zehn Metern. Sein Volleyschuss fliegt aber weit übers Tor von David Zibung.

11. Wieder hat Paiva auf der linken Seite viel Platz. Seine Flanke kommt aber nicht bei Frimpong an, Lampi kann klären.

9. Paiva läuft der FCZ-Abwehr auf der linken Aussenbahn davon und holt einen Eckball raus, der aber keine Gefahr für Leoni bringt.

7. Chaos im Luzener Strafraum! Alphonse wurstelt sich nach einem Abschlussversuch von Abdi durch den Sechzehner. Obwohl die Innerschweizer den Ball aber mehrfach nicht aus der Gefahrenzone bringt, kommt Alphnose nicht zum Schuss.

4. Die erste gefährliche Aktion gehört den Luzernern. Renggli bringt einen Freistoss hoch in die Mitte, Frimpong steht aber im Abseits.

3. Der FC Zürich nimmt das Heft sofort in die Hand und macht das Spiel. Luzern ist sehr defensiv eingestellt und lässt sich weit zurückfallen.

1. Das Spiel hat begonnen! Beim FCZ sitzen Hassli und Chikhaoui zunächst nur auf der Bank. Bei Luzern hat es Davide Chiumiento nicht in die Startaufstellung geschafft.

- Luzern darf sich aber trotzdem Hoffnungen machen. Die Innerschweizer haben momentan einen Lauf und aus den letzten acht Spielen nur einen Punkt weniger geholt als Leader Zürich.

- Der FC Zürich geht als klarer Favorit in die Partie gegen den FC Luzern. Der Leader hat alle drei bisherigen Partien der Saison für sich entschieden. Im neuen Letzigrund konnten die Luzerner ausserdem noch gar nie gewinnen.

20 Minuten Online berichtet ab 17.45 Uhr live von der Partie FC Zürich - FC Luzern, informiert Sie aber auch über die Zwischenresultate auf den anderen Plätzen.

Vor den Spielen

Am oberen Ende der Tabelle steht der FC Basel unter Druck. Der Titelverteidiger sollte sich in Aarau keinen weiteren Ausrutscher erlauben. Er hat drei Punkte und zehn Plus-Tore weniger auf dem Konto als der Leader FCZ, der im Letzigrund Luzern empfängt. Sowohl der FCZ als auch Basel haben gegen ihre jeweiligen Kontrahenten in der laufenden Meisterschaft noch keinen Zähler abgegeben. Die Favoritenrollen sind also klar verteilt.

Im Tabellenkeller ist die Ausgangslage mindestens so brisant. Sion, das am Sonntag die Grasshoppers zu Gast hat, will den Barrage-Platz verlassen. Die Walliser liegen nach Punkten gleichauf mit Luzern und nur knapp hinter Neuchâtel Xamax, das beim Schlusslicht Vaduz anzutreten hat. Die Liechtensteiner sind so gut wie abgestiegen. Sie klammern sich aber an jeden verfügbaren Strohhalm.

Challandes: «Selbstvertrauen kann in Überheblichkeit ausarten»

Im Duell mit Luzern spricht eigentlich alles für den FCZ. Das Team von Bernard Challandes feierte zuletzt drei Zu-Null-Siege in Serie und es ist zu Hause seit zwölf Spielen ungeschlagen. «Das Selbstvertrauen ist gross», stellt der Trainer klar. Er sagt aber auch: «Der Grat ist schmal. Selbstvertrauen kann rasch in Überheblichkeit ausarten. Das ist gefährlich.» Und Challandes plagen gewisse Sorgen. Vor allem wegen der Personalsituation in der Verteidigung. Abwehrchef Hannu Tihinen ist gesperrt, mit Florian Stahel ist in dieser Saison nicht mehr zu rechnen und Heinz Barmettler ist angeschlagen. Die Viererkette werden wohl Lampi, Rochat, Koch und Stucki bilden. In der Offensive heisst das Sorgenkind Alexandre Alphonse. Der Franzose wartet seit Anfang Dezember auf einen Torerfolg.

Basel ohne Chipperfield?

Mit Verletzungen hat auch Challandes' wichtigster Gegenspieler Christian Gross zu kämpfen. Ihm wird möglicherweise sein Top- Torschütze Scott Chipperfield fehlen. Der Australier musste am Freitag wegen muskulären Problemen das Training abbrechen. Marco Streller scheint sich zwar von seiner Rissquetschwunde an der Stirn erholt zu haben, bei Kopfbällen wird er aber wohl Vorsicht walten lassen.

Die Basler sind nach den ärgerlichen Punktverlusten gegen Bellinzona und Sion unter Zugzwang geraten. Aarau muss nach drei Niederlagen hintereinander aufpassen, dass es nicht doch noch einmal in den Abstiegsstrudel gezogen wird. «Ich sage es klipp und klar, wir haben den Ligaerhalt noch nicht gesichert», so Coach Ryszard Komornicki. Der Pole fordert, dass seine Mannen ohne Angst und sehr aggressiv dagegen halten. Bei Aarau laufen derzeit die Diskussionen, ob Leistungsträger wie Captain Frédéric Page, Kristian Nushi (Luzern?) und Paulo Menezes (Basel?) ihre Zukunft auf dem Brügglifeld planen oder ob sie dem FCA den Rücken zukehren.

Düstere Ausgangslage für Vaduz

Die Liechtensteiner sind kaum mehr zu retten. Die Equipe aus dem Fürstentum wartet seit sieben Runden auf einen Sieg. Der Auftritt am Dienstag beim 0:6 gegen YB war höchst blamabel. Obwohl sie ohne ihren kranken Captain Michele Polverino auskommen muss, ist die Multi-Kulti-Truppe von Pierre Littbarski nicht chancenlos, gilt doch Xamax als ausgesprochen auswärtsschwach. (si)

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