Aktualisiert 15.05.2007 22:01

FCZ: Von Maulkörben und Alhassane Keita

Der FC Zürich zieht sich vor dem Saisonfinale ins Schneckenhaus zurück. Die Zeit der Lockerheit à la Alhassane Keita ist definitiv Vergangenheit.

Noch 270 Minuten sind zu spielen – und der FC Zürich führt in der Tabelle mit einem Punkt Vorsprung auf Basel. Vergleicht man die Rangliste mit derjenigen vom Vorjahr, sollten die Zürcher vor Selbstvertrauen nur so strotzen: Damals hatten sie drei Runden vor Schluss noch sechs Verlustpunkte hinter dem Rivalen gelegen und schliesslich den Meisterkübel dennoch in die Höhe gestemmt. Doch die Stimmung beim Tabellenführer ist angespannt. Beim 0:0 gegen Schaffhausen konnte Coach Lucien Favre die Torchancen an einer Hand abzählen. «Es fehlt momentan nur sehr wenig, aber es fehlt etwas», weiss der Romand.

An ein Stolpern vom FCB glaubt bei den Zürchern keiner mehr. «Wir müssen, um Meister zu werden, Luzern schlagen, dann YB und am Schluss GC. Fertig», ist Favre überzeugt. Vor Jahresfrist gehörte die Lockerheit beim Stadtklub noch zur Tagesordnung – allen voran Keita (bei Al-Ittihad) provozierte die Rot-Blauen mit kernigen Aussagen. Heute schweigen die FCZler lieber. «Ich konzentriere mich auf das Wesentliche, und das ist nur der Fussball», sagt Inler und hängt sich einen Maulkorb um. Der FCZ scheint seine Unbeschwertheit verloren zu haben – ein Teilsieg für den FCB.

(weg)

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