Petra Gössi - FDP-Chefin präsentiert den Plan B für die Eiszeit mit der EU
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Petra GössiFDP-Chefin präsentiert den Plan B für die Eiszeit mit der EU

Flexibler arbeiten, tiefere Firmensteuern, mehr Fachkräfte aus der ganzen Welt: Nach dem Scheitern des Rahmenabkommens mit der EU setzt die FDP auf eine Liberalisierungsoffensive.

Präsentiert ein «Fitnessprogramm» für die Wirtschaft: FDP-Parteichefin Petra Gössi.

Präsentiert ein «Fitnessprogramm» für die Wirtschaft: FDP-Parteichefin Petra Gössi.

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Darum gehts

  • Vor einer Woche hat der Bundesrat die Verhandlungen mit der EU abgebrochen.

  • Nun präsentiert die FDP als erste bürgerliche Partei einen Plan B.

  • Dieser sieht ein «Fitnessprogramm» für die Wirtschaft vor.

Eine Woche nachdem der Bundesrat die Verhandlungen mit der EU abgebrochen hat, geht die FDP als erste bürgerliche Partei in die Offensive. Parteichefin Petra Gössi will mit einem 3-Säulen-Plan Nachteile kompensieren, die der Schweizer Wirtschaft durch das Scheitern des Rahmenabkommens entstehen.

Der umstrittenste Teil dürfte ein «Fitnessprogramm» für die Wirtschaft sein. Konkret will die FDP die Unternehmenssteuern senken und vermehrt aussereuropäische Fachkräfte rekrutieren. «Wir brauchen höhere Kontingente für Fachkräfte aus Drittstaaten», sagt Gössi im Interview mit dem «Tages-Anzeiger». Dies habe jüngst der Personalmangel in der Impfstoffproduktion bei Lonza gezeigt.

Zudem will die Partei die Arbeitszeiten für Angestellte flexibilisieren. Den Widerstand der Arbeitnehmervertreter lässt Gössi nicht gelten: Es gehe nicht um eine Ausweitung der Arbeitszeit. «Nur weil die Gewerkschaften das behaupten, stimmt das noch lange nicht.» Überhaupt geht Gössi auf Konfrontationskurs mit den Gewerkschaften. «Sie haben kein Vetorecht über den bilateralen Weg – auch wenn sie sich das lange genug angemasst haben.»

Zusätzlich plädiert die FDP-Präsidentin dafür, dass die Schweiz ihre wirtschaftlichen Beziehungen zum Rest der Welt ausserhalb der EU intensiviert – etwa mit Freihandelsabkommen mit Südamerika und den USA sowie mit Forschungskooperationen mit Grossbritannien und asiatischen Staaten.

(chk)

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