FDP: Der Macht-Poker ums Präsidium ist angelaufen
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FDP: Der Macht-Poker ums Präsidium ist angelaufen

Bei der FDP ist ein Krach um die Neubesetzung des Präsidiums ausgebrochen. Zudem soll Christiane Langenberger als FDP-Präsidentin nicht ganz freiwillig zurückgetreten sein.

Drei Tage nach Langenbergers Rücktrittsankündigung sickerten gestern weitere Interna darüber durch, was die FDP-Präsidentin dazu bewog, das Handtuch zu werfen. So habe laut der Sonntagspresse der rechte Flügel um den

St. Galler Nationalrat Peter Weigelt zusammen mit der von Vizepräsidentin Marianne Kleiner präsidierten Findungskommission bereits zuvor den Zuger Ständerat Rolf Schweizer als geeignete Person für die Nachfolge Langenbergers ausgewählt. Zudem soll der Parteispitze eine straffe Führung verpasst werden.

Prominente FDP-Mitglieder meldeten aber bereits Widerstand gegen Weigelts Pläne an und drohten unter anderem mit dem Rücktritt aus den Parteigremien.

Vizepräsident Ruedi Noser – zeitweise den Tränen nahe – sagte am Samstag vor den FDP-Frauen, dass Langenberger nicht 100 Prozent freiwillig zurücktrete. Noser: «Anscheinend wurde ihr von gewissen Leuten das Vertrauen entzogen.»

Die FDP-Frauenpräsidentin Marianne Dürst will die Wahl des neuen FDP-Präsidiums aufschieben. «Angesichts des Scherbenhaufens, vor dem wir nun stehen, ist eine interimistische Führung der einzige Ansatz», erklärte Dürst gestern.

(dapd)

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