Ursula Gut: FDP-Finanzdirektorin macht Fragezeichen zum Bankgeheimnis
Aktualisiert

Ursula GutFDP-Finanzdirektorin macht Fragezeichen zum Bankgeheimnis

Die Zürcher Regierungsrätin Ursula Gut stellt das Bankgeheimnis in seiner heutigen Form in Frage. Der politische Druck auf die Schweiz könnte dazu führen, dass die Schweiz die bisherige Unterscheidung zwischen Steuerbetrug und Steuerhinterziehung aufgeben müsse.

Das sagte die freisinnige Finanzdirektorin in einem Interview des Zürcher «Tages-Anzeigers». Bisher habe sie sich stets für diese Unterscheidung eingesetzt. Vielleicht lasse sich diese Position nun nicht mehr halten, sagte Gut. Es wäre aber falsch, auf Grund der letzten Tage in Hektik zu verfallen und die Meinungen vorschnell zu ändern. «Dass ein Befreiungsschlag eine positive Wirkung zeitigen würde, ist denkbar», sagte die FDP-Politikerin.

Der Feststellung, dass die Position des Freisinns als Hüterin des Bankgeheimnisses zu bröckeln beginne, widersprach gut. Es sei ein Merkmal des Freisinns, in solchen Situationen nicht stur an einer Position festzuhalten, sondern flexibel zu reagieren. Die Finanzdirektorin sieht einen Imageschaden für den Bankenplatz Zürich. Quantifizieren lasse er sich aber ebenso wenig wie die Folgen einer Aufhebung des Bankgeheimnisses. (dapd)

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