FDP fordert Stubenarrest für prügelnde Jugendliche
Aktualisiert

FDP fordert Stubenarrest für prügelnde Jugendliche

«Sorry, diesen
Monat keine Party.» Die Zürcher
FDP fordert Stubenarrest
für Jugendliche, die im
Ausgang prügeln, klauen
oder Drogen nehmen.

von
Alexandra Roder

Als Mutter von Jugendlichen höre sie, was im Ausgang ablaufe, sagt FDP-Kantonsrätin Carmen Walker Späh. Da werde geprügelt, gestohlen, Drogen würden konsumiert. Und: «Es wird immer schlimmer.» Weil: «Wenn einer straffällig wird, passiert ihm eh nicht viel», ärgert sich Walker Späh.

Dabei wäre mit einfachsten Massnahmen den Delinquenten beizukommen. «Ausgehverbot» lautet die Losung der Kantonsrätin. Ein solches mache das am 1. Januar 2007 in Kraft getretene Jugendstrafrecht nämlich möglich. Gemeinsam mit Dr. Regine Sauter und Thomas Vogel hat sie diesbezüglich eine Anfrage an den Regierungsrat eingereicht. «Der Ausschluss vom nächtlichen Ausgehvergnügen dürfte eine empfindliche Strafe sein, die zum Nachdenken über das eigene Verhalten anregt und mögliche neue Opfer schützt», schreibt sie darin.

Jugendpsychologe Allan Guggenbühl findet die Idee «im Grundsatz gut»: «Es stimmt, Freiheitsentzug macht Eindruck, wirkt unmittelbar.» Bei der Durchsetzbarkeit mache er aber ein Fragezeichen. Walker Spähs Ansatz: «Auch die Eltern müssten in die Verantwortung genommen und sowohl zu Hause als auch im Nachtleben sind polizeiliche Stichkontrollen durchzuführen.» Dies sei dann Sache der Jugendstaatsanwaltschaft. Dort wollte man gestern keinen Kommentar dazu abgeben. Man werde die politische Anfrage prüfen.

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