Grosser Rat Aargau: FDP gegen Aargauer Hundegesetz
Aktualisiert

Grosser Rat AargauFDP gegen Aargauer Hundegesetz

Der Kanton Aargau soll bei der Revision des Hundegesetzes keine eigenen Bestimmungen beschliessen, sondern die erwarteten Spielregeln des Bundes übernehmen. Dies fordert die FDP- Grossratsfraktion in einem am Dienstag eingereichten Antrag.

Der Verzicht auf ein eigenes Hundegesetz verhindere einen «unbefriedigenden Fleckenteppich», heisst es im parlamentarischen Vorstoss. Der Aargau solle daher die Beratung des Hundegesetzes in den eidgenösisschen Räten abwarten und bürokratischen Aufwand verhindern.

Das vom Nationalrat im Juni verabschiedete Bundesgesetz nimmt vorab Besitzer und Züchter in die Pflicht. Hunde sind so zu halten, dass sie weder Menschen noch Tiere gefährden.

Sie dürfen nicht auf Aggressivität gezüchtet werden. An sensiblen Orten wie in Schulanlagen, in öffentlichen Gebäuden und an verkehrsreichen Strassen besteht Leinenpflicht.

Im Aargau hatte der Regierungsrat im September 2008 vorgeschlagen, das Halten von potenziell gefährlichen Hunden einer Bewilligungspflicht zu unterstellen. Die Besitzer dieser Hunde sollten neben einem Erziehungskurs auch eine Prüfung ablegen. Das geltende Hundegesetz stammt aus dem Jahr 1871. (sda)

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