FDP: Gutscheine für Kinderbetreuung
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FDP: Gutscheine für Kinderbetreuung

Erwerbstätige Mütter sollen finanziell nicht weiter benachteiligt werden. Die FDP fordert, dass durch einen Systemwechsel bei der Finanzierung der externen Kinderbetreuung Beruf und Kinderwunsch besser vereinbar werden.

«Wir wollen Frauen nicht flächendeckend zur Erwerbstätigkeit zwingen», sagte Nationalrätin Gabi Huter (UR) am Freitag vor den Medien in Bern. Mütter, die arbeiten wollten, müsse dies jedoch erleichtert werden.

Jede Erhöhung des Arbeitspensums gehe heute einher mit einer teilweise erheblichen Verteuerung der Kinderbetreuung. Für viele Frauen zahle es sich finanziell nicht aus, zu arbeiten.

In einer parlamentarischen Initiative vom Juli hatte die FDP bereits vorgeschlagen, dass 80 Prozent der Kosten für die externe Betreuung von Kindern in Krippen von der direkten Bundessteuer abgezogen werden können. Maximal soll jedoch nur ein Abzug von 100 Franken pro Kind und Betreuungstag möglich sein.

Von der Steuererleichterung profitieren sollen einzig Alleinerziehende und Familien, in denen beide Eltern erwerbstätig oder in Ausbildung sind. Der Abzug soll zudem möglich sein, wenn der betreuende Elternteil in Folge Krankheit oder Unfall in der Familie nicht in der Lage ist, die Betreuung der Kinder wahrzunehmen.

Nach dem Willen der FDP sollen finanzschwache Eltern zudem Gutscheine für die externe Betreuung von Kinder erhalten. Weiter soll die Abschwächung der Progression bei den Krippentarifen geprüft werden. (sda)

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