Aktualisiert 05.10.2008 21:29

Streit um AHV

FDP macht politische Gegner zu Affen

Die FDP schiesst mit einer provokativen Plakatkampagne nach links: Die Befürworter einer Senkung des AHV-Alters werden als Affen dargestellt.

Selbst die sonst besonders anständige FDP schlägt neuerdings schärfere Töne an: In einer Plakatkampagne greift sie die linken Befürworter der gewerkschaftlichen Initiative «Für ein flexibles Rentenalter» frontal an: SP und Gewerkschaften werden auf dem Plakat durch drei Affen mit roten Mützen personifiziert, die einen «Raubzug auf die AHV» führen.

«Die Gewerkschaften und Linken verhalten sich genau wie die drei Affen auf dem Plakat: Sie wollen der Realität nicht in die Augen sehen, die Wahrheit nicht hören und schon gar nicht darüber reden», sagt FDP-Generalsek­retär Stefan Brupbacher zum Sujet.

Bei den Zukunftsaussichten der AHV sei es aber unverantwortlich, 90 Prozent der Arbeitnehmer schon mit 62 in Rente zu schicken: «Selbst ohne Senkung des Rentenalters droht der AHV bereits 2025 das Geld auszugehen. Kämen dann wegen der Initiative noch Mehrkosten von jährlich 1,5 Milliarden Franken hinzu, wäre der AHV-Fonds noch viel früher leer», sagt Brupbacher, der sich auf ein Szenario des Bundesamts für Sozialversicherungen stützt.

Für den Gewerkschafter Paul Rechsteiner (SP, SG) ist die Kampagne Ausdruck des «grassierenden Realitätsverlusts» der FDP: «Die AHV ist entgegen den rabenschwarzen Fehlprognosen gesund und wird es auch in Zukunft sein», so Rechsteiner.

daw

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