Aktualisiert 22.12.2011 20:26

Sonnenberg-UmzonungFDP macht sich unbeliebt

Im Kampf gegen eine Fusion mit der Stadt argumentierte auch die Krienser FDP damit, dass die Luzerner nach einer Fusion den Sonnenberg überbauen würden. Jetzt fordert ein FDP-Mann genau dies – und sorgt damit für viel Ärger.

von
Lena Berger
Ein Teil des Gebietes am Sonnenberg, dass die Krienser FDP umzonen will. Foto: riv

Ein Teil des Gebietes am Sonnenberg, dass die Krienser FDP umzonen will. Foto: riv

«Dieser Vorschlag hat mir fast den Nuggi rausgejagt», ärgert sich die Krienser CVP-Einwohnerrätin Kathrin Graber. Bei der Abstimmung über die starke Stadtregion sei auch von der FDP immer wieder angeführt worden, dass die «bösen Luzerner» nach der Fusion den grünen Sonnenberg überbauen würden. Doch nur zwei Wochen nach dem Fusions-Nein forderte FDP-Einwohnerrat Roger Erni Anfang Dezember selbst in einem Vorstoss, die Wiese unterhalb der Gabeldinger­strasse in Wohngebiet umzuzonen. «Das ist absurd. Ich wünsche mir von der FDP eine glaubwürdige Politik», so Graber.

Erni hat den Vorstoss in der Zwischenzeit wieder zurückgezogen – mittels schriftlicher Erklärung auf der Speisekarte beim Weihnachtsessen des Einwohnerrates. «Der Rückzug hatte formelle Gründe», sagte Erni auf Anfrage von 20 Minuten. Die Forderung der Umzonung sei aber durchaus ernst gemeint. «Im Januar werde ich in einem neuen Vorstoss eine Volksabstimmung zu diesem Thema fordern», so Erni. Um gegenüber anderen Gemeinden konkurrenzfähig zu bleiben, brauche Kriens diese attraktiven Wohnlagen.

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