Wahlen im Tessin: FDP verliert Sitz an die Lega dei Ticinesi
Aktualisiert

Wahlen im TessinFDP verliert Sitz an die Lega dei Ticinesi

In der Tessiner Regierung ist es zu einem Machtwechsel gekommen. Die FDP musste ihren zweiten Regierungssitz an die Lega dei Ticinesi abgeben.

Lega dei Ticinesi mit guten Chancen.

Lega dei Ticinesi mit guten Chancen.

Die Lega lag mit 29,78 Prozent deutlich vor den Freisinnigen, die 24,95 Prozent der Stimmen holten. CVP und SP bleiben mit jeweils einem Sitz in der Regierung vertreten. Beide Parteien mussten im Vergleich zu 2007 aber deutliche Verluste in Kauf nehmen. Die CVP erreichte am Sonntag 19,86 Prozent der Stimmen, im Jahr 2007 waren es noch 21,81 Prozent gewesen. Die SP rutschte um rund 5 auf 16,27 Prozent.

Für die Lega ist Marco Borradori in seinem Amt bestätigt worden. An seine Seite tritt Nationalrat Norman Gobbi. Finanzdirektorin Laura Sadis bleibt als Vertreterin der FDP in der Regierung. Bei der CVP hat Paolo Beltraminelli das Rennen gemacht. Neu gehört auch der blinde SP-Politiker Manuele Bertoli der Regierung an.

Lega erhielt Unterstützung durch die SVP

Vier weitere Listen haben erwartungsgemäss nicht ausreichend Stimmen gesammelt, um in die Regierung einzuziehen. Die Grünen sprechen dennoch von einem Erfolg. Sie machten im Vergleich zu 2007 (2,15 Prozent) deutliche Gewinne und konnten ihr Ergebnis fast verdreifachen (6,12 Prozent).

Die SVP hatte im Gegensatz zu 2007 keine eigenen Kandidaten für die Regierung aufgestellt. Ihre Mitglieder und Wähler unterstützen dafür die ideologisch nahestehende Lega und trugen zum guten Abschneiden bei. Erhielt die Partei von Giuliano Bignasca vor vier Jahren noch 22,21 der Stimmen, waren es am Sonntag 29,78 Prozent.

Lega feiert Erfolg

Noch vor Bekanntgabe der Endergebnisse haben die Anhänger der Lega im Tessin bereits zu feiern begonnen. Mit Fahnen und Jubel wurden die Parteivertreter auf der Piazza Riforma in Lugano begrüsst. Die Vertreter der FDP dagegen äusserten sich gegenüber dem Tessiner Fernsehsender TSI besorgt über das Erstarken der Rechten.

(sda)

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