FDP versus SVP
Aktualisiert

FDP versus SVP

Im Streit zwischen der FDP und der SVP nach der Nichtwahl von SVP-Präsident Ueli Mauerer in den Ständerat, gibt FDP-Vizepräsidentin Gabi Huber den Ball an die SVP zurück.

Maurers Nichtwahl der FDP in die Schuhe zu schieben, sei «billig».

Die SVP habe vor den Ständeratswahlen in Zürich selber Fehler gemacht, sagte die Urner Nationalrätin in einem Interview mit der «Neuen Luzerner Zeitung» vom Samstag. «Mich erinnerte Maurer im Wahlkampf an das Märchen mit dem Wolf, der Kreide frisst.»

«Man kann nicht jahrelang nach allen Seiten den Morgenstern austeilen, und dann plötzlich den Staatsmann markieren. Das ist nicht glaubwürdig.»

Huber, die interimistisch im Bundeshaus die FDP-Fraktion leiten wird, äusserte sich auch zum Vorwurf, die FDP sei nur noch der Juniorpartner der SVP. «Wir sind nicht im Seitenwagen der SVP und müssen uns deshalb auch nicht abgrenzen.»

Als bürgerliche Parteien hätten FDP und SVP, etwa bei den Steuern, gleiche Interessen und würden dort auch zusammenarbeiten. «Wo es Berührungspunkte gibt, werden wir Allianzen eingehen, wo nicht, lassen wir es sein.»

Wahlsiegerin SVP wiederum müsse von ihren «Maximalforderungen» herunterkommen, wolle sie auch als grösste Fraktion in der Bundesversammlung ihre Vorlagen durchbringen. Sie «wird lernen müssen, Kompromisse zu schmieden.»

«Sie kann nicht den Fünfer und das Weggli haben», sagte die 51- jährige FDP-Politikerin und appellierte an die SVP, nicht nur ihren «Führungsanspruch» anzumelden sondern auch «Führungsverantwortung» zu übernehmen.

(sda)

Deine Meinung