Stadt Luzern: FDP will mit «Kiss and Ride» Bahnhof entlasten
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Stadt LuzernFDP will mit «Kiss and Ride» Bahnhof entlasten

In einem Vorstoss fordert FDP-Grossstadtrat Fabian Reinhard «Kiss and Ride»-Parkplätze am Bahnhof: Autofahrer sollen ÖV-Pendler an der Habsburgerstrasse ein- und ausladen können.

von
Daniela Gigor
An der Habsburgerstrasse in Luzern möchte FDP-Grossstadtrat Fabian Reinhard «Kiss and Ride»-Parkplätze einführen.

An der Habsburgerstrasse in Luzern möchte FDP-Grossstadtrat Fabian Reinhard «Kiss and Ride»-Parkplätze einführen.

«Es ist sinnvoll, in unmittelbarer Nähe der Unterführung für Fussgänger Umschlagsplätze für Zugreisende zu schaffen», sagt FDP-Grossstadtrat Fabian Reinhard. Solche Umschlagplätze an Bahnhöfen würden vielerorts «Kiss and Ride» genannt. Die Idee: Der Automobilist hält nur kurz an und verabschiedet oder begrüsst Bahnreisende im Auto.

«Als Personen-Umschlagplatz wird oft der westliche Ein- und Ausgang der Bahnhof-Fussgänger-Unterführung der Zentral- und Habsburgerstrasse benützt», so Reinhard. Weil dort aber für Autos keine geeignete Möglichkeit dafür bestehe, werde vor dem Fussgängerstreifen angehalten. «Dies ist aber gefährlich und auch verboten. Oder die Lenker suchen – oft vergeblich – einen freien Parkplatz in der Nähe», sagt Reinhard weiter.

«Bahnhofplatz entlasten»

So hat Reinhard ein Postulat eingereicht, damit der Stadtrat die Schaffung eines «Kiss and Ride» prüfen kann. Sein Vorschlag: Die Umschlagplätze sollen am Bahnhofzubringer Zentralstrasse liegen, damit keine zusätzlichen Umwege gefahren werden müssen. Eine gut sichtbare Signalisation soll Autofahrer von der Zentralstrasse direkt auf die «Kiss and Ride»-Plätze leiten. Die Wegfahrt würde über die Habsburgerstrasse in die Hirschmattstrasse erfolgen.

Reinhard: «Dadurch würde der Bahnhofplatz entlastet und der Parkplatzsuchverkehr reduziert.» Weitere Pluspunkte seien, dass etwa die Unterführung den kürzesten Weg zu allen Gleisen anbiete und die Bahnhofhalle sowie die Perrons vom Fussverkehr weniger belastet würde.

Die Idee wird von Karin Blättler, Präsidentin Pro Bahn Zentralschweiz, grundsätzlich befürwortet. Trotzdem sagt sie: «Wegen der angespannten finanziellen Lage der Stadt ist dies nicht vordringlich. Ausserdem wird dort heute schon angehalten, um Pendler ein- oder aussteigen zu lassen.»

Alex Mathis, Geschäftsführer TCS Waldstätte, sieht das Anliegen positiv: «Grundsätzlich sind alle Massnahmen prüfenswert, wenn der Bahnhofplatz entlastet werden kann. Ob es auch machbar wäre, müsste geprüft werden.»

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