FDP Zürich: Kein Kandidat für Villiger-Nachfolge

Aktualisiert

FDP Zürich: Kein Kandidat für Villiger-Nachfolge

Die Zürcher FDP stellt keinen Kandidaten auf für die Nachfolge des zurücktretenden Bundesrats Kaspar Villiger. Dies beschloss die Parteileitung am Dienstag.

Die Konstellation um Villigers Nachfolge sei zur Zeit so, dass ein Zürcher FDP-Kandidat keine Chancen hätte, sagte FDP- Geschäftsführer Konrad Hurni auf Anfrage. Mit Moritz Leuenberger (SP) sitzt bereits ein Zürcher in der Landesregierung. Und die Zürcher SVP will mit Christoph Blocher die Zauberformel sprengen.

Ins Auge gefasst hatte die FDP Zürich in erster Linie Nationalrat Felix Gutzwiller. Der 55-Jährige wäre laut Hurni ein «fantastischer Kandidat» - im übrigen nicht der einzige, den die Zürcher Freisinnigen «aus dem Hut zaubern könnten».

Es wäre aber falsch, so Hurni, wenn man in einer aussichtslosen Situation mit den besten Leuten anträte, nur um sie «in die Wand laufen» zu lassen. Sollte sich die Situation noch ändern, würde die Partei nochmals über die Bücher gehen, sagte Hurni, wollte aber nicht genauer ausführen, wie eine solche Änderung aussehen müsste.

Für die Villiger-Nachfolge haben bisher drei kantonale FDP Kandidierende nominiert: Bewerben wollen sich die Berner Ex- Ständerätin Christine Beerli, die Aargauer Nationalrätin Christine Egerszegi und der Tessiner Nationalrat Fulvio Pelli. (sda)

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