US-Notenbank: Fed-Chefin will Zinsen nicht voreilig anheben
Aktualisiert

US-NotenbankFed-Chefin will Zinsen nicht voreilig anheben

Die US-Notenbankchefin spricht sich gegen ein voreiliges Ändern des Leitzinses aus. Die Wall Street reagierte zunächst kaum auf die Äusserungen Yellens.

Janet Yellen lässt sich Zeit mit der Zinsanhebung.

Janet Yellen lässt sich Zeit mit der Zinsanhebung.

Die Ukraine-Krise hat die Wall Street zum Wochenschluss in ihrem Bann gehalten. Ein mit Spannung erwarteter Auftritt von US-Notenbank-Chefin Janet Yellen brachte den US-Aktienmärkten am Freitag keine neuen Impulse. Yellen bekräftigte, dass sie trotz des Konjunkturaufschwungs nicht auf rasche Zinserhöhungen drängt.

Ein zu schnelles Vorgehen könne zu einem Hemmschuh für eine vollständige Erholung am Arbeitsmarkt werden, argumentierte sie beim traditionellen Notenbanker-Treffen in Jackson Hole.

Die Stimmung an den Märkten wurde weiter von der Entwicklung in der Ukraine beherrscht. Der umstrittene russische Hilfskonvoi für die Ostukraine passierte ohne Erlaubnis die Grenze und löste damit neue Ängste vor einer Verschärfung des Konflikts aus. Die Regierung in Kiew sprach von einer Invasion durch Russland.

Der Dow-Jones-Index der Standardwerte ging 0,2 Prozent tiefer aus dem Handel mit 17'001 Punkten, nachdem er im Handelsverlauf zwischen 16'985 und 17'038 Stellen gependelt war. Der breiter gefasste S&P-500 verlor ebenfalls 0,2 Prozent auf 1988 Zähler. Der Index der Technologiebörse Nasdaq lag dagegen 0,1 Prozent höher auf knapp 4539 Punkten. In der vergangenen Woche stieg der Dow zwei Prozent, der S&P-500 kletterte 1,7 Prozent und der Nasdaq 1,6 Prozent.

Einzelhandelswerte liegen vorn

Zu den Gewinnern an den US-Börsen gehörten Einzelhandelswerte. Foot Locker zogen 2,9 Prozent an. Die auf Sportschuhe und -bekleidung spezialisierte Handelskette steigerte Gewinn und Umsatz im abgelaufenen Quartal unerwartet deutlich. Auch Ross Stores hatten nach Veröffentlichung von Geschäftszahlen kräftig Auftrieb. Die Titel des Bekleidungshändlers schossen 7,4 Prozent in die Höhe.

Aeropostale rutschten dagegen zehn Prozent ab, nachdem das Modeunternehmen einen Umsatzrückgang und einen Verlust bekanntgegeben hatte.

An der New Yorker Börse wechselten rund 0,52 Milliarden Aktien den Besitzer. 1118 Werte legten zu, 1871 gaben nach und 168 blieben unverändert. An der Nasdaq schlossen bei Umsätzen von 1,3 Milliarden Aktien 1378 im Plus, 1296 im Minus und 132 unverändert.

Am Rentenmarkt tendierten die zehnjährigen Bonds 1/32 höher auf 99-24/32 und rentierten mit 2,4 Prozent. Die Papiere mit einer Laufzeit von 30 Jahren verteuerten sich um 21/32 auf 99-12/32. Sie hatten eine Rendite von 3,16 Prozent. (sda)

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