Tennisturnier in Gstaad: Federer bekam eine Kuh, Haase eine Ziege
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Tennisturnier in GstaadFederer bekam eine Kuh, Haase eine Ziege

Der Holländer Robin Haase erkundigt sich per Videoanruf nach dem Ergehen seiner Ziege Antonella.

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ädu
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«Was soll ich denn damit?», schien Roger Federer zu fragen, als er in Gstaad zum ersten Mal auf Désirée traf. Er bekam die Kuh 2013, als er zum bisher letzten Mal beim Turnier antrat.

«Was soll ich denn damit?», schien Roger Federer zu fragen, als er in Gstaad zum ersten Mal auf Désirée traf. Er bekam die Kuh 2013, als er zum bisher letzten Mal beim Turnier antrat.

Keystone/Peter Schneider
Dabei war Désirée nicht Federers erster tierischer Preis. Für den Sieg beim Turnier in Gstaad bekam er 2003 schon eine Kuh. Juliette hiess diese, sie wurde vier Jahre später geschlachtet.

Dabei war Désirée nicht Federers erster tierischer Preis. Für den Sieg beim Turnier in Gstaad bekam er 2003 schon eine Kuh. Juliette hiess diese, sie wurde vier Jahre später geschlachtet.

Keystone/Yoshiko Kusano
2013 scheiterte Federer im Achtelfinal gegen den Deutschen Daniel Brands. Dafür stiess der Holländer Robin Haase in den Final vor, wo er dann dem Russen Michail Juschny unterlag. Haase scherzte, er würde wieder nach Gstaad kommen, und hoffe, dort ebenfalls beschenkt zu werden.

2013 scheiterte Federer im Achtelfinal gegen den Deutschen Daniel Brands. Dafür stiess der Holländer Robin Haase in den Final vor, wo er dann dem Russen Michail Juschny unterlag. Haase scherzte, er würde wieder nach Gstaad kommen, und hoffe, dort ebenfalls beschenkt zu werden.

Keystone/Peter Klaunzer

2003 wurde Roger Federer, der als frischgebackener Wimbledon-Sieger angereist war, von den Organisatoren des Swiss Open eine Kuh geschenkt. Es war ein veritabler PR-Coup; die Bilder des Baselbieters mit seiner Juliette gingen um die Welt. Vier Jahre später musste das Vieh allerdings geschlachtet werden.

Doch 2013, als Federer zum bislang letzten Mal in Gstaad antrat, erhielt er erneut ein vierbeiniges Präsent. Beim Empfang näherte sich der Superstar seiner Désirée allerdings nur sehr zögerlich, zwickte doch sein Rücken. Den Titel holte damals Michail Juschni, und Finalverlierer Robin Haase scherzte an der Siegerehrung, er werde wieder nach Gstaad kommen, aber hoffe, wie Federer beschenkt zu werden. «Bei mir könnte man vielleicht mit einer Ziege oder einem Schaf beginnen.»

Oswald hält sein Versprechen

Haases Wunsch war den Organisatoren Befehl; im folgenden Jahr wurde dem Holländer eine weisse Ziege übergeben. Heuer fehlt der 32-Jährige im Saanenland erstmals seit 2012. Er bestreitet das Turnier in Hamburg. Letzte Woche rang er dem Österreicher Philipp Oswald, mit dem er in Umag im Doppel triumphierte, das Versprechen ab, seine Antonia zu besuchen. Am Samstag kam es tatsächlich zum Treffen. Oswald zückte sein Mobiltelefon und überlieferte per Videoanruf nach Norddeutschland die Botschaft, «Antonia sieht glücklich und gesund aus, ich habe mein Versprechen gehalten. Ich habe sie sogar gestreichelt.» Er hielt das Handy der Ziege sogar vor die Nase, damit sich Haase selber vom Wohlbefinden Antonias überzeugen konnte.

Tennis-Star telefoniert seiner Ziege

Der Holländer Robin Haase erkundigt sich per Videoanruf nach dem Ergehen seiner Ziege Antonella.
(Video: Tamedia)

Das waren die Highlights im Wimbledon-Final

Roger Federer verlor gegen Novak Djokovic, nachdem er zwei Matchbälle vergeben hatte.
(Video: AP)

Philipp Oswald versichert Robin Haase, dass es dessen Ziege gut geht. Video: Swiss Open Gstaad (Ivo Capaul und Jeronimo Candrian)

Am Ende wünschten sich die befreundeten Profis noch gegenseitig viel Glück für den Doppelfinal. Oswald hat sich in Gstaad an der Seite des Slowaken Filip Polasek fürs Endspiel qualifiziert. Selber hofft er nicht darauf, ein Tier zu erhalten. «Für einen Österreicher braucht man keine Ziege, für einen Holländer war das ganz gut.»

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