Davidoff Swiss Indoors: Federer bewältigt Start-Aufgabe im Eiltempo

Aktualisiert

Davidoff Swiss IndoorsFederer bewältigt Start-Aufgabe im Eiltempo

Roger Federer ist optimal ins Unternehmen Titelverteidigung an den Davidoff Swiss Indoors gestartet. Der Baselbieter setzte sich nach der beeindruckenden Eröffnungsfeier gegen den Belgier Olivier Rochus sicher mit 6:3, 6:4 durch.

Beim Opern-Spektakel mit Montserrat Caballé hatte Federer von Turnierdirektor Roger Brennwald für seine bisherigen drei Titel drei Replikas erhalten. Auf dem Court machte der Weltranglisten-Erste dann keine Geschenke: Gestützt auf einen starken Aufschlag hatte er seinen technisch starken, aber von der Körpergrösse her doch arg limitierten Widersacher stets im Griff. Federer schaffte mit dem ersten Breakball zum 4:2 den satzentscheidenden Servicedurchbruch, im zweiten Durchgang genügte ihm ein Break zum 3:2. Schliesslich verwertete er nach 67 Minuten seinen insgesamt dritten Matchball.

In der nächsten Runde ist Federer erneut klarer Favorit: Sein Widersacher ist der Südtiroler Andreas Seppi (ATP 38), der beim 4:6, 6:1, 7:5-Erfolg gegen Stéphane Bohli (ATP 148) nach zweieinhalb Stunden allerdings überhaupt nicht überzeugt hatte. Gegen Seppi hat Federer eine 5:0-Bilanz und noch keinen Satz abgegeben.

Davidoff Swiss Indoors - 1. Runde

Federer - Rochus 6:3,6:4

LIVE-TICKER

mit Res Blum

- Den dritten Matchball verwertet Federer, bzw. Rochus verschlägt ins Aus. Damit gelingt Roger Federer ein Auftakt nach Mass. Mit 6:3 und 6:4 bezwingt er seinen ersten Widersacher auf dem Weg zur Titelverteidigung.

- Und der dritte Matchball ist da, mit einem Smash vollendet Federer den Punkt.

- Vorteil Federer, zweiter Matchball für RF. Aber auch den vergibt er mit einem Fehler am Netz.

- 40:30 - Matchball für Roger, aber er muss über Deuce, das erste mal überhaupt in diesem Spiel.

- 30:30, Rochus lässt nicht locker.

- 15:15, 30:15, Federer findet die richtige Anwort.

- 0:15, Federer verhaut eine Rückhand komplett.

- Vorteil Rochus und Game Rochus, aber nun kann Federer das Spiel bei eigenem Aufschlag nach Hause bringen.

- 15:15, Rochus verschlägt ins Netz. Aber der Belgier lässt sich nicht hängen und zieht auf 40:15 davon. Die nächsten beiden Punkte gehen aber an Federer - Deuce.

- 5:3, Federer noch ein Game vom Auftaktsieg in Basel entfernt.

- Federer wieder beim Aufschlag, beginnt mit einer zu langen Vorhand, kommt aber mit starken ersten und druckvollem Spiel zu zwei Spielbällen.

- Rochus kann auf 4:3 verkürzen und das Ende des Spiels noch ein wenig hinauszögern.

- Rochus wieder am Zug, er muss sein Aufschlag durchbringen, auch wenn ihm das wohl nicht zum Sieg gereicht. 30 beide, ein langer Ballwechsel zwingt Federer zum Fehler, Spielball Rochus.

- 15:30, nun ist der Titelverteidiger aber unter Druck, meistert die Situation aber mit drei Punkten in Folge und stellt auf 4:2.

- Vorteil Federer, Breakball Federer - Break Federer - 3:2, alles läuft perfekt für die Nummer 1.

- Nur noch 4:030 für Rochus, Federer bleibt hartnäckig und erkämpft sich ein Deuce.

- 15:0, 30:0, 40:0, Federer hat nachwievor Mühe mit dem nicht schnellen, aber umso präziseren Aufschlag des Belgiers.

- Ohne grosse Mühe kann sich Federer das zweite Game sichern, der Service der Nummer 1 passt bislang gut.

- 1:2 aus Federers Sicht, der nun wieder mit Aufschlag dran ist, mit einem Netzangriff und Vorhandwinner eröffnet Federer das Game.

- Game Rochus, der seinen Kopf nochmals aus der Schlinge zieht.

- 0:15, 0:30, Rochus mit Problemen, dann aber ein unnötiger Vorhandfehler von Roger - 30 beide, statt zwei Breakbälle.

- Mit etwas Mühe kann sich Roger sein Startgame im zweiten Satz sichern und zum 1:1 ausgleichen.

- Nach kurzer Pause serviert Rochus zu Beginn des 2. Satzes und geht mit 0:1 in Führung.

- 15:0, 30:0, Roger mit starken ersten Aufschlägen. Rochus kann nicht dagegenhalten, Federer verwertet gleich den ersten Satzball zum 6:3. In nur 26 Minuten hat der Schweizer den Startsatz für sich entschieden.

- 5:3 - Federer serviert nun zum ersten Satzgewinn.

- 0:30, 15:30, Federer reizt den ganzen Platz aus und riskiert viel bei seinen Schlägen, kann er sich auch leisten. Und schon wieder 30 beide.

- Der Belgier serviert nun gegen den Satzverlust.

- 15:0, 30:0, 40:0, jetzt macht Roger richtig ernst, zu Null stellt er auf 5:2.

- Federer bestimmt den Ballwechsel und zwingt Rochus zu einem Fehler, das Break ist perfekt, 4:2 für Roger.

- Vorteil Federer, erste Breakchance des Spiels.

- Deuce, das erste Mal in diesem Match.

- 15:30, 30:30, Roger hat noch nicht das richtige Rezept für die Returns gefunden.

- 15:15, erster Rückhandwinner von Federer.

- Mit drei Servicewinnern schliesst Roger das Game aber noch souverän ab, 3:2 für den Schweizer im ersten Satz.

- 15:15, erster Doppelfehler von RF.

- 2:2 in den Games, Rochus lässt nicht locker und bringt sein Spiel nach hause.

- 30:30, Rochus muss über den zweiten, aber Rogers Return landet im Netz.

- Nun wieder der Belgier beim Service. 15:15, Roger strebt ein frühes Break an.

- 15:0, 30:0, 40:0 und 40:15, Federer bringt auch sein zweites Aufschlagspiel relativ souverän durch.

- Zu null gleicht Rochus in den Games aus - 1:1.

- 0:15, 0:30, 0:40, Rochus bleib bei eigenem Aufschlag stabil.

- 30:15, 40:15 - erster Spielball für Federer, mit dem 2. Ass holt er sich das erste Game.

- 15:15, eine Vorhand von Federer misslingt und landet weit im Aus.

- 15:0, Federer gelingt gleich das erste Ass.

- Federer eröffnet die Partie mit eigenem Aufschlag.

- Wie kommt Roger Federer nach sechs Wochen Ernstkampfpause aus den Schuhen, kann der kleine Wusler aus Belgien den Schweizer ernshaft in Bedrängnis bringen?

- Fünf Minuten bleiben den beiden noch zum Einspielen, dann gehts los.

- Die Eröffungs-Zeremonie ist vorbei, jetzt liegt es Roger Federer, für die richtige Musik auf dem Platz zu sorgen. Die Nummer 1 und sein belgischer Herausforderer betreten die Arena, Rochus zuerst, dann der Champ.

20 Minuten Online berichtet ab ca. 18.45 Uhr live vom Auftaktspiel der Nummer 1.

Vor dem Spiel

Die als Glücksfee amtierende Miss Earth Schweiz 2008 hatte bei der öffentlichen Auslosungszeremonie im neuen «Stücki»-Einkaufszentrum aus Federers Sicht auch sonst ein glückliches Händchen: Der Zweitrunden-Widersacher des Champions der Jahre 2006, 2007 und 2008 hiesse Andreas Seppi (It) oder Stéphane Bohli, die ebenfalls am Montag gegeneinander spielen. Der Romand erhielt die dritte und letzte Wild Card und könnte mit einem Starterfolg gegen den Südtiroler seiner Saison etwas Glamour verleihen. Im Viertelfinal würde mit James Blake (USA/7) der erste Gesetzte warten, der Amerikaner hat allerdings mit Jérémy Chardy (Fr) ein äusserst unangenehmes Startlos erhalten.

Für Federer sind sicher leichtere Qualifikanten zur Auswahl gestanden als Olivier Rochus, trotzdem wäre eine Niederlage des Lokalmatadoren eine Sensation. Der kleine Belgier ist die Nummer 62 der Weltrangliste. Immerhin stiess er kürzlich in Stockholm bis in den Final vor. Seine zwei Turniersiege auf der Tour verbuchte Rochus in München (2006) und Palermo (2000). Federer und Rochus verstehen sich gut: 1998 hatten sie zusammen beim Grand-Slam-Turnier in Wimbledon den Doppel-Titel bei den Junioren gewonnen.

Federer im Doppel an der Seite von Chiudinelli

Am 20. September war Federers letzte Partie, als er dem Schweizer Davis-Cup-Team in Genua mit einem klaren Dreisatz-Sieg gegen Potito Starace die Zugehörigkeit zur Weltgruppe sicherte. Gut ausgeruht steht nun nach 42 Tagen ohne Wettkampf das volle Programm an: Federer bestreitet an der Seite seines Jugendfreundes Marco Chiudinelli auch das Doppel und spielt da erstmals am Dienstag.

(si)

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