ATP World Tour Finals: Federer experimentiert im Netz der Spinne
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ATP World Tour FinalsFederer experimentiert im Netz der Spinne

Wenn sich Roger Federer und Novak Djokovic heute Abend (21.00 Uhr) in London gegenüber stehen, will der Schweizer auch etwas ausprobieren.

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Alle Duelle zwischen Federer und Djokovic2019, ATP-Finals, Round RobinRoger Federer - Novak Djokovic 6:4, 6:3Head-to-Head: 23:26

Alle Duelle zwischen Federer und Djokovic2019, ATP-Finals, Round RobinRoger Federer - Novak Djokovic 6:4, 6:3Head-to-Head: 23:26

AP/Alberto Pezzali
2019, Wimbledon, FinalRoger Federer - Novak Djokovic 6:7, 6:1, 6:7, 6:4, 12:13Head-to-Head: 22:26

2019, Wimbledon, FinalRoger Federer - Novak Djokovic 6:7, 6:1, 6:7, 6:4, 12:13Head-to-Head: 22:26

epa/Andy Rain
2018, Paris, HalbfinalRoger Federer - Novak Djokovic 6:7, 7:5, 6:7Head-to-Head: 22:25

2018, Paris, HalbfinalRoger Federer - Novak Djokovic 6:7, 7:5, 6:7Head-to-Head: 22:25

epa/Christophe Petit Tesson

In einem Punkt sind sich Roger Federer und Novak Djokovic einig: Nur, weil sie sich in ihrem heutigen Duell auch eine Niederlage leisten könnten, gehen sie nicht anders ins Spiel als sonst. Beide wollen um jeden Preis gewinnen. Federer gibt immerhin zu, dass er einiges ausprobieren wolle – auch, weil es eben noch nicht gegen das Ausscheiden geht. Er möchte gerne offensiv und aggressiv spielen. Diese Taktik bewährte sich bei seinen beiden Siegen in diesem Jahr gegen Djokovic (in den Finals in Dubai und Cincinnati). «Die Frage ist einfach, wie sehr er das zulässt», gibt der 34-Jährige zu bedenken.

Der langsame Indoor-Court in der prächtigen Londoner O2 Arena kommt eher dem Serben entgegen. «Gegen ihn musst du jeden Punkt zwei- oder dreimal machen», ist sich Federer bewusst. «Wie ein Spinnennetz, in dem man kleben bleibt», beschreibt er das Gefühl auf dem Platz. Von Schonung für das im Fall einer Niederlage entscheidende dritte Gruppenspiel will der Basler aber nichts wissen. «Auf keinen Fall. Ich habe danach ja wieder einen Tag frei. Das ist für Profis wie uns enorm viel wert.» Vielleicht gebe es aber eine gewisse Ruhe auf dem Platz, dass es nicht DER Match des Turniers sei.

Djokovics unheimliche Serien

Federer erwartet heute in der zweiten Runde der Gruppe Stan Smith den «normalen» Djokovic. «Wir haben beide bereits einen Sieg und konnten uns an die Verhältnisse gewöhnen», sagt er. Während Federer beim 6:4, 6:2 gegen Tomas Berdych Startschwierigkeiten bekundete, überzeugte Djokovic beim 6:1, 6:1 gegen Kei Nishikori auf der ganzen Linie. Federer glaubt denn auch nicht, dass der Serbe in seinem Spiel etwas ändern wird. «Er hat bei der Vorhand, bei der Rückhand und beim Service eine grosse Marge», stellt er fest. «Er spielt ein einfaches Tennis, aber das macht er sehr, sehr gut. Besser als jeder andere.»

Djokovic – am Jahresfinale seit 15 Partien und in der Halle seit deren 38 ungeschlagen – macht keine Hoffnung, dass er die Partie etwas weniger ernst nehmen könnte, weil er sich eine Niederlage erlauben könnte. «Ich habe nicht die Absicht zu verlieren», macht die Weltnummer 1 mit einem Lächeln klar. (si)

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