Liveübertragungen: Federer fehlt – Schweizer gucken trotzdem
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LiveübertragungenFederer fehlt – Schweizer gucken trotzdem

Mit Roger Federer und Belinda Bencic fehlen an den French Open die Schweizer Aushängeschilder. Die TV-Zuschauer stört das nicht.

von
pbt
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In der ersten Turnierwoche der French Open schauten durchschnittlich 43'000 Personen die Tennis-Übertragung von SRF.

In der ersten Turnierwoche der French Open schauten durchschnittlich 43'000 Personen die Tennis-Übertragung von SRF.

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Mit 11,2 Prozent Marktanteil ist dieser nur um 0,5 Prozent geringer als im Vorjahr.

Mit 11,2 Prozent Marktanteil ist dieser nur um 0,5 Prozent geringer als im Vorjahr.

Die Zuschauer gucken also Roland Garros, obwohl mit Roger Federer und Belinda Bencic die Schweizer Aushängeschilder fehlen.

Die Zuschauer gucken also Roland Garros, obwohl mit Roger Federer und Belinda Bencic die Schweizer Aushängeschilder fehlen.

AP/David Vincent

Dem Tennis-Zirkus werden über kurz oder lang Stars verloren gehen. Roger Federer wird in gut zwei Monaten 35 Jahre alt. Rafael Nadal wird immer wieder von Verletzungssorgen geplagt. «Wenn diese beiden einmal weg sind, wird das wehtun – sehr weh», sagte der Franzose Richard Gasquet in Paris. Auch bei den Frauen sind die bald 35-jährige Serena Williams und die wegen Dopingmissbrauchs vorläufig gesperrte Maria Scharapowa nicht mehr ewig dabei.

Einen Vorgeschmack erhalten die Schweizer Tennis-Fans bereits an den French Open. Mit Federer fehlt der Maestro schlechthin, mit Belinda Bencic ist auch die bestklassierte Schweizerin wegen Rückenproblemen nicht angereist. Doch die TV-Zuschauer lassen sich durch die Absenz der einheimischen Aushängeschilder nicht vom Konsum abhalten.

Über 11 Prozent Marktanteil

43'000 Kiebitze verfolgten in der ersten Woche im Durchschnitt die Tennis-Übertragung mit Stan Wawrinka oder Timea Bacsinszky bei SRF. Das entspricht 11,2 Prozent Marktanteil und ist nur minimal weniger als im Vorjahr beim Triumph von Wawrinka (11,7 Prozent, 48'000 Zuschauer). 2014 hatte der SRF-Marktanteil in der ersten Turnierwoche noch 12,8 Prozent betragen.

2013 war dagegen die durchschnittliche Zuschauerzahl mit 69'000 viel höher. SRF hat dafür eine Erklärung: Damals verfolgten am Sonntagabend mehr als 300'000 Zuschauer die Partie Federer gegen Gilles Simon. Das wiederum ist ein Beweis dafür, dass der 17-fache Grand-Slam-Sieger eben doch über eine spezielle Anziehungskraft verfügt.

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