Aktualisiert 12.03.2014 13:49

Zu 65% erfolgreich

Federer ist auch der King of Tiebreak

In den ersten beiden Runden in Indian Wells gewann Roger Federer drei Tiebreaks. Auch in dieser Sparte führt der Schweizer die Bestenliste an.

von
Adrian Hunziker

Roger Federer gewann in der dritten Runde des Turniers in Indian Wells gegen den Russen Dimitri Tursunow in zwei Sätzen 7:6, 7:6. Am gleichen Tag setzte er sich zusammen mit Stanislas Wawrinka im Doppel gegen Milos Raonic und Ernests Gulbis ebenfalls 7:6, 7:6 durch. Im Einzel hatte Federer vor Tursunow den Franzosen Paul-Henri Mathieu 6:2, 7:6 besiegt. Mit diesen beiden Einzeln besserte Fedex seine Tiebreak-Bilanz in diesem Jahr gehörig auf. Vor dem Turnier in Kalifornien hatte der 32-Jährige in 16 Partien fünfmal in die Satzverlängerung gehen müssen. Von diesen Tiebreaks gewann er lediglich eines.

Wenn man sich die diesjährige Bilanz der anderen Topspieler anschaut, kann King Roger mit nun 4:4 nicht ganz mithalten. Novak Djokovic hat in der aktuellen Saison zwei Tiebreaks gespielt und beide gewonnen. Keine ganz makellose Bilanz hat Rafael Nadal vorzuweisen. Mit 8:3 zeigt der Spanier aber auf, dass er in der Entscheidung am Ende des Satzes meist die Nerven behält. Doch auch Stanislas Wawrinka, der in diesem Jahr alle seine bisherigen 13 Partien gewann, zeigt mit 5:2, dass er, was die mentale Stärke betrifft, massiv zugelegt hat. Andy Murray fällt mit 4:5 ein wenig ab. Ein Beweis, dass es dem Schotten heuer noch nicht so rund läuft.

Auch 2013 eine positive Bilanz

Die meisten Tennisfans erinnern sich nur mit Schrecken an die vergangene Saison von King Roger. Der Baselbieter konnte sich 2013 nur einen Titel auf der Tour (Halle) holen und musste bei den Grand-Slam-Turnieren und in der Weltrangliste unten durch. Doch Federer wäre nicht Federer, wenn er nicht immerhin in einer Sparte überzeugen würde. So wies er 2013 eine Tiebreak-Bilanz von 16:12 auf. Das bedeutet, dass er 57 Prozent der Satzverlängerungen gewann. Das ist zwar nicht überragend, liegt aber im Rahmen.

Denn in seiner bisherigen Karriere hat Federer 65 Prozent seiner Tiebreaks für sich entscheiden können: 346 gewonnenen stehen 186 verlorene Tiebreaks gegenüber. Diese sehr gute Bilanz stellt einen weiteren Rekord dar, den der Schweizer hält. In der ewigen Bestenliste folgt hinter Federer der amerikanische Aufschlagriese John Isner. Gleich dahinter reiht sich die aktuelle Weltnummer 2, der Djoker, ein (161:89, 64,4% gewonnen). Hinter dem Serben auf Platz 4 folgt Nadal. Die Weltnummer 1 hat eine Bilanz von 173:98 (63,8%) zu Buche stehen.

Sampras bester nicht aktiver Spieler

Murray steht derzeit auf Platz 7 (130:81, 61,6%). Stan the Man klassiert sich mit 106:134 (44,2%) nicht unter den besten 30 Spielern. Von den nicht mehr aktiven Spielern hat – nicht weiter erstaunlich – Pete Sampras die beste Bilanz aufzuweisen. Mit 274:156 (63,7%). Der Amerikaner liegt damit auf Rang 5. Gleich hinter ihn servierte sich sein Landsmann Andy Roddick. Nur auf Rang 28 reiht sich Boris Becker, Djokovics aktueller Coach, ein.

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