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ATP-Turnier in MadridFederer kommt mit dem Schrecken davon

Roger Federer gewinnt seine Erstrundenpartie gegen den Kanadier Milos Raonic 4:6, 7:5 und 7:6. Der «Maestro» drehte erst Ende des zweiten Durchgangs auf.

Nun trifft Roger Federer auf Richard Gasquet aus Frankreich.

Nun trifft Roger Federer auf Richard Gasquet aus Frankreich.

Kurz vor Ende des zweiten Satzes hatte Raonic einen «kleinen Matchball». Wenn er die Breakmöglichkeit zum 6:5 hätte nutzen können, wären ihm angesichts seiner phänomenalen Servicestärke wohl viele, wenn nicht alle Türen zum Sieg offengestanden. Doch Federer wollte sich nicht mit dem ersten Auftakt-Scheitern seit zwei Jahren (Ernests Gulbis in Rom) abfinden, holte sich das Game und kam wenig später zum vielumjubelten Satzausgleich.

Auch im dritten Durchgang war die Partie gegen den statistischen Leader von vier Aufschlag-Kategorien der ATP hart umkämpft. Raonic hatte in zwei verschiedenen Games Breakbälle, Federer blieb aber stets dran. Und wie im Vorjahr, als er im Startmatch Feliciano Lopez nach drei Tiebreaks niedergerungen hatte, behielt er das bessere Ende für sich. Auch diesmal wurden die Nerven der vielen Federer-Fans im Nadal-Land aufs Äusserste strapaziert. Der «Maestro» führte im Tiebreak 4:1, dann 5:3, setzte dann aber bei eigenem Service einen Passierball knapp neben die Linie. Ein Vorhand-Fehler Raonics brachte ihm dann zwei Matchbälle, von denen er den ersten nach 133 Minuten mit einem Vorhand-Cross-Return nützte.

Im Startsatz hatte sich bereits gezeigt, dass Raonic alles andere als der ideale Gegner ist, um nach sechswöchiger Pause wieder zum Rhythmus zu finden. Der in Podgorica - an jener Stätte, wo die Schweizer EM-Fussball-Träume mit dem 0:1 gegen Montenegro einen herben Rückschlag erlitten - geborene Raonic servierte hervorragend, oft mit über 230 Stundenkilometern und profitierte zudem von einem Aussetzer Federers. Dieser gab das neunte Game zu Null ab, vor allem wegen drei unerzwungenen Fehlern. Lange Ballwechsel waren absolute Mangelware.

Federer und Wawrinka in der «Night Session»

Nächster Gegner Federers ist Richard Gasquet (ATP 18), der Viktor Troicki bezwang. Der Südfranzose, am Sonntag noch Finalist in Estoril, dürfte aber nach den Anstrengungen der letzten Tage physisch nicht in absoluter Topform sein. Die «Night Session» Am Donnerstag wird komplett in Schweizer Hand sein. Federer eröffnet (nicht vor 18.45 Uhr), anschliessend spielt Stanislas Wawrinka gegen Novak Djokovic.

Madrid. ATP-Masters-1000 und WTA-Turnier (6,845 Mio. Dollar/Sand). Männer. 2.Runde:

Roger Federer (Sz/3) s. Milos Raonic (Ka) 4:6,7:5,7:6 (7:4). Stanislas Wawrinka (Sz) s. Jürgen Melzer (Ö) 6:1, 6:4. Rafael Nadal (Sp/2) s. Nikolai Dawydenko (Russ) 6:2, 6:2. Jo-Wilfried Tsonga (Fr/4) s. Ryan Harrison (USA) 6:2, 7:6 (7:4). David Ferrer (Sp/5) s. Radek Stepanek (Tsch) 7:6 (7:4), 6:2. Janko Tipsarevic (Ser/7) s.Federico Delbonis (Arg) 7:6 (7:5),6:7 (6:8), 6:3. Marin Cilic (Kro) s. John Isner (USA/8) 7:6 (7:4), 7:6 (7:3). Gilles Simon (Fr/9) s. Guillermo Garcia-Lopez (Sp) 6:4, 6:3. Juan Martin del Potro (Arg/10) s. Michail Juschni (Russ) 6:4,7:6 (7:1). Nicolas Almagro (Sp/11) s.Marcel Granollers (Sp) 6:3,7:6 (7:3). Gael Monfils (Fr/12) s. Igor Andrejew (Russ) 6:3, 1:0 w.o. Richard Gasquet (Fr/14) s. Viktor Troicki (Ser) 7:5, 6:3. Fernando Verdasco (Sp/15) s. Alejandro Falla (Kol) 6:7 (4:7), 6:4, 6:4. Alexander Dolgopolow (Ukr/16) s. Andreas Seppi (It) 6:7 (5:7), 7:6 (7:5), 6:3. (si)

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