Aktualisiert 02.09.2006 13:54

Federer mühelos in der dritten Runde

Erstmals stehen in einem Grand-Slam-Turnier drei Schweizer in der 3. Runde: Nach Marco Chiudinelli und Stanislas Wawrinka zog auch Roger Federer mit einem 6:3, 6:4, 7:5 gegen Tim Henman in die Sechzehntelfinals ein.

Der Titelverteidiger war dem britischen Altmeister in jeder Beziehung überlegen und schien immer dann einen Gang zulegen zu können, wenn er es brauchte. Er kam zu 13 Breakbällen und schaffte vier Servicedurchbrüche, während Henman sein einziges Break schaffte, als Federer bei 5:2 im zweiten Durchgang in seiner Konzentration etwas nachliess. Henman kam so zu 12 Games, doppelt so vielen wie vor zwei Wochen bei der Demontage in Wimbledon (6:4, 6:0, 6:2).

Federer hat damit im Head-to-Head gegen seinen einstigen Angstgegner auf 6:6 ausgeglichen, in den letzten fünf Vergleichen siegte er jeweils ohne Satzverlust. Damit haben nur noch drei aktive Spieler eine positive Bilanz gegen den Weltranglisten-Ersten, die über 1:0 hinausgeht: Rafael Nadal (6:2), Dominik Hrbaty (2:0) und Gustavo Kuerten (2:1).

In der dritten Runde spielt der Baselbieter gegen Vincent Spadea (USA), welcher Jonas Björkman (Swe) aus dem Weg schaffte. Mit dem Amerikaner duellierte sich Federer letztmals 1999. Einmal siegte der Schweizer, einmal Spadea.

US Open, Flushing Meadows, 2. Runde

Roger Federer - Tim Henman 6:3, 6:4, 7:5

Die Sätze im Detail

Der erste Satz

Nach angfänglichem Abtasten auf beiden Seiten legte der Schweizer zu. Federer gab bei eigenem Aufschlag nur vier Punkte ab und geriet nach seinem Break nie mehr in Gefahr den Satz nicht für sich zu entscheiden. Will der Brite Tim Henman, der früher ein Angstgegner des Baselbieters war, Federer gefährden, muss er vor allem seine Eigenfehler vermeiden. Henman machte 17 unerzwungene Fehler, Federer nur deren sechs.

Der zweite Satz

Wie der erste Satz, begann auch der zweite gut für Federer. Schon früh gelang ihm das Break zum 2:1. Federer liess Henman in der Folge keine Chance und konnte mit einem weiteren Servicedurchbruch auf 5:2 davonziehen. Doch genau als der Baselbieter zum zweiten Satzgewinn aufschlug, versagte ihm seine bisher stärkste Waffe. Henman kam zu seinem ersten Breakball und nutzte diesen sogleich zum 3:5. Nachdem Henman auf 4:5 verkürzen konnte, liess sich Federer die zweite Möglichkeit zum Satzgewinn nicht nehmen. Mit dem zweiten Satzball entschied er den Durchgang mit 6:4 nach ebenfalls 39 Minuten klar für sich.

Der dritte Satz

Der dritte Durchgang war mit Abstand der ausgeglichenste. Henman hatte wohl Mühe mit seinem Aufschlag, brachte ihn aber bis zum 5:5 immer durch. Dann nutzte Federer einen Breakball zum 6:5 und konnte kurz darauf den Klassiker mit dem ersten Matchball nach 2:02 Stunden mit 6:3, 6:4, 7:5 für sich entscheiden.

(fox/si)

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