Aktualisiert 29.07.2014 12:36

Rekurs gutgeheissen

Federer muss seinen Spielplatz abreissen

Roger Federer hat mit einem Spielhaus und einer Rutsche für seine Kinder das Hochbauverbot verletzt. Zu diesem Schluss kommt die Gemeinde Vaz/Obervaz. Er muss die Geräte versetzen.

von
lüs
Mit dem Bau dieses Spielplatzes für seine Kinder verstiess Roger Federer gegen das Hochbauverbot in Valbella.

Mit dem Bau dieses Spielplatzes für seine Kinder verstiess Roger Federer gegen das Hochbauverbot in Valbella.

Tennisstar Roger Federer will seinen vier Kindern etwas bieten: Im Garten seiner Ferienvilla im bündnerischen Valbella liess er für sie einen Pfahlbauerspielplatz und eine Rutschbahn aufstellen. Damit verärgerte er die Anwohner: Sie erhoben Einsprache.

Die Gemeinde Vaz/Obervaz, zu der Valbella gehört, hat diesen Rekurs nun teilweise gutgeheissen, wie Andrea Bianchi, Rechtsanwalt der Nachbarn, am Dienstag mitteilte. Die Gemeinde kam zum Schluss, dass Federer mit der Errichtung des Spielplatzes gegen das in diesem Bereich bestehende Hochbauverbot verstossen habe.

2-Meter-Zaun und Bäume bewilligt

Recht bekam Federer dagegen in einem anderen Punkt: Die Gemeinde hat die Errichtung eines zwei Meter hohen Maschendrahtzauns und das Pflanzen von Bäumen in der Hochbauverbots-Zone bewilligt.

Ob die Nachbarn das akzeptieren, ist noch offen, wie Bianchi mitteilt. Man werde nun erst einmal versuchen, mit den Anwälten von Federer eine gütliche Einigung zu finden. Andernfalls behalte man sich vor, den Entscheid über diesen Punkt ans Verwaltungsgericht weiterzuziehen.

Was den Spielplatz betreffe, so habe die Nachbarschaft nichts dagegen, dass Federer ein Spielhaus und eine Rutschbahn aufstelle, sagt der Anwalt - er müsse diesen jedoch in einem Bereich ausserhalb des Hochbauverbots errichten.

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