US Open: Federer ohne Mühe eine Runde weiter
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US OpenFederer ohne Mühe eine Runde weiter

Roger Federer gewinnt seine Erstrundenpartie gegen den Slowenen Grega Zemlja problemlos 6:3, 6:2 und 7:5. In der nächsten Runde wartet nun der Argentinier Carlos Berlocq (ATP 48).

Der Regen konnte Roger Federer in New York bremsen, Grega Zemlja (ATP 62) war davon hingegen weit entfernt.

Der Baselbieter erreichte mit 6:3, 6:2, 7:5 sicher die 2. Runde des US Open.

Rund achtzehn Stunden, nachdem er den Platz eigentlich hätte betreten sollen, ging es für Roger Federer endlich mit seinem 56. aufeinanderfolgenden Grand-Slam-Turnier los. Er startete mit einem Doppelfehler ins Turnier, korrigierte den minimsten aller Fehlstarts aber sofort mit vier aufeinanderfolgenden Winnern. Federer verkraftete die zusätzliche Belastung, welche durch die regenbedingte Absage der «Night Session» entstanden war, offensichtlich gut. Bei eigenem Aufschlag war er absolut ungefährdet, bei Service des Slowenen erspielte er sich regelmässig Chancen.

Diese nutzte er, allerdings auch unter gütiger Mithilfe seines Widersachers. Zu den beiden Breakchancen zum 5:3 kam er, nachdem Zemlja einen der wohl schlimmsten Smash-Fehler in der Tennis-Geschichte begangen hatte. Aus bester Position schlug er den Ball derart weit neben die Linie, dass nur aus Zufall keiner der in jeder Position sitzenden Fotografen getroffen wurde. Bei den beiden Servicedurchbrüchen Federers im zweiten Satz unterliefen jeweils zwei seiner total acht Doppelfehler, im dritten Satz setzte er zum 3:4 einen leichten Rückhand-Volley ins Netz. Weil Federer sich danach eine kleine Konzentrationspause leistete, kam Zemlja zum einzigen Break der Partie und konnte das Ende einige Minuten hinauszögern.

Am Donnerstag geht es gegen Berlocq

Sein Gegner, das ist klar, war an diesem Tag gewiss kein Phänomen. Federer darf aber mit dem Einstieg in sein 56. aufeinanderfolgendes Major-Turnier dennoch zufrieden sein. Bei eigenem Service gab er bis vor dem kurzen Nachlassen am Schluss nur neun Punkte ab. Zudem gewann er die Punkte fast immer dann, wenn er sie brauchte und bewegte sich auch gut. Speziell beruhigend hinsichtlich seines Rückens war, wie er sich bei Returns extrem auf die Rüchhand-Seite streckte.

Nächster Gegner Federers ist am Donnerstag Carlos Berlocq (ATP 48). Der 30-jährige Argentinier kommt mit der Visitenkarte des Schweizer Meisters nach New York, er gewann vor zwei Wochen mit der Söldnertruppe von Cologny die Schweizer Fleisch Interclub-Meisterschaft. Gegen den auf dem Platz extrem laut stöhnenden Berlocq führt Federer im Head-to-Head 1:0. Sein Gegner ist ein riesiger Fan von ihm: Nach einem gemeinsamen Training in diesem Früjhahr twitterte Berlocq ein Bild und sprach von einer «einzigartigen Erfahrung mit dem unvergleichlichen Roger Federer.»

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Flushing Meadows, New York

US Open (33,6 Millionen Dollar/Hart). Männer. 1. Runde: Roger Federer (Sz/7) s. Grega Zemlja (Sln) 6:3, 6:2, 7:5. - Federer trifft in der 2. Runde auf den Argentinier Carlos Berlocq. (si)

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