Der Rücken zwickte: Federer scheitert in Gstaad beim ersten Auftritt

Aktualisiert

Der Rücken zwickteFederer scheitert in Gstaad beim ersten Auftritt

Damit hätte kaum einer gerechnet: Roger Federer bleibt bei seiner Rückkehr in Gstaad an Daniel Brands (ATP 55) hängen. Der gesundheitlich angeschlagene Baselbieter verliert diskussionslos 3:6, 4:6.

von
pre

Der grosse Hype um Roger Federer in Gstaad endet abrupt. Roger Federer zeigte auf dem Gstaader Centre-Court eine chaotische Leistung. Er suchte von Anfang an und ohne Rücksicht auf Verluste die Offensive.

Fehlte ihm das Selbstvertrauen ins eigene Grundlinienspiel? Fand er gegen den aufschlagstarken Deutschen den Rhythmus nicht? Den gewünschten Erfolg brachte die Taktik Federer auf jeden Fall nicht. Daniel Brands dominierte die Partie und befand sich permanent im Vorsprung. Die Zuschauer rieben sich verwundert die Augen.

Federer lüftete an der Pressekonferenz das Geheimnis um seine erschreckend schwache Leistung. Bis kurz vor der Partie wusste er nicht, ob er wegen seiner Rückenschmerzen, die ihn seit Hamburg plagen, überhaupt antreten kann. Einige Leute in seinem Umfeld hätten ihm davon abgeraten.«Ich habe es mir lange überlegt, auch am Nachmittag noch. Ich dachte aber, dass ich eine Chance habe, wenigstens eine Runde zu gewinnen. Ich bin froh, dass ich überhaupt spielen konnte.»

Federer nutzte Breakmöglichkeiten nicht

So nahm die Partie seinen Lauf: Im ersten Satz gelang dem Deutschen das einzige Break zum 4:2. Im zweiten Satz nahm Brands Federer gleich das erste Aufschlagspiel ab. Der Schweizer erspielte sich zwei Breakmöglichkeiten zum 3:4 im ersten Satz, einen zum 2:2 im zweiten Satz und nochmals zwei zum 3:3 im zweiten Satz, sämtliche fünf Breakmöglichkeiten liess der Basler aber ungenutzt.

Und so resultierte bei der achten Turnierteilnahme in Gstaad, der ersten seit dem Turniersieg von 2004, die sechste Erstrundenniederlage. Die Schweizer Hoffnungen ruhen nun einzig noch auf Stanislas Wawrinka, der am Freitagabend den Viertelfinal gegen Feliciano Lopez bestreitet.

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