Aktualisiert 14.03.2013 02:56

Schweizer DuellFederer schlägt Wawrinka in einer Fehler-Orgie

Roger Federer steht in Indian Wells im Viertelfinal. Er schlug Stanislas Wawrinka zum 14. Mal im 15. Duell, aber es war eng. Die beiden Schweizer waren weit von ihrer Bestform entfernt.

von
pre

Stanislas Wawrinka hat 12 der 13 Duelle gegen Roger Federer verloren. Nur 2009 in Monaco konnte der Romand den 17-fachen Grand-Slam-Sieger bezwingen. Im Achtelfinal schaffte der Romand die grosse Überraschung und schickte seinen Goldpartner von Olympia 2008 mit 6:4, 7:5 in die Flitterwochen. Federer hatte kurz zuvor in aller Stille seine langjährige Freundin Mirka geheiratet.

Der «Königsmord von Monaco», wie die Presse am Tag danach titelte, blieb aber die Ausnahme. Seither hat Wawrinka alle zehn Duelle gegen Federer verloren und nur noch zwei Sätze gewonnen. 2010 im Viertelfinal von Stockholm war Wawrinka nahe an seinem zweiten Sieg. 6:2, 2:0 führte er nach etwas mehr als einer Stunde, doch Federer wendete das Blatt noch, obwohl sein Gegenüber eigentlich der bessere Spieler war.

Wawrinka: «Glaube an meine Chance»

Auch im letzten Duell im Herbst 2012 im Viertelfinal von Schanghai bot Wawrinka Federer die Stirn. Der Romand holte sich den ersten Satz dank einem Break, verlor den zweiten dann aber im Tiebreak. Der Widerstand war gebrochen: Satz Nummer 3 ging mit 6:0 an Federer.

Wawrinka ist vor dem Achtelfinal-Duell in Indian Wells (zirka Mitternacht Schweizer Zeit) dennoch zuversichtlich. «Rogers Spiel liegt mir zwar nicht, weil er sehr gut variiert. Er ist der beste Spieler der Welt. Aber ich war schon oft nahe dran und glaube an meine Chance», gibt sich die Weltnummer 18 vor der 14. Begegnung mit Federer zuversichtlich.

Wawrinka immer beliebter

Die beiden besten Schweizer Tennisspieler galten einst als gute Kumpel. Seit Federers Verzicht auf den Davis-Cup-Achtelfinal soll das Verhältnis der beiden Olympiasieger von Peking 2008 aber etwas angespannt sein.

Interessant dürfte auch sein, wer im zweitgrössten Tennisstadion der Welt mehr Unterstützung geniesst. Federer ist zwar überall, wo er auftritt, der Liebling der Fans, doch Wawrinkas Beliebtheit hat sich dank seines epischen Fights im Viertelfinal des Australian Open gegen Novak Djokovic und im Davis-Cup-Doppel mit Marco Chiudinelli gegen Tschechien rasant nach oben entwickelt.

Hält Federers Rücken?

Ein kleines Fragezeichen steht hinter Federers Gesundheitszustand. Der «Maestro» spürte in der dritten Runde gegen Ivan Dodig ein leichtes Zwicken im Rücken. «Das ist mir schon oft passiert, und ich weiss genau, was ich tun muss», beschwichtigt Federer. Mit Rückenübungen, Stretching und Massagen will er das Problem in den Griff kriegen. Das Training vom Dienstag sagte die Weltnummer 2 jedenfalls kurzfristig ab.

Deine Meinung

Fehler gefunden?Jetzt melden.