Wohnsitzwechsel nach Wollerau: Federer zieht ins Steuerparadies am Zürichsee
Aktualisiert

Wohnsitzwechsel nach WollerauFederer zieht ins Steuerparadies am Zürichsee

Der Baselbieter Tennisstar Roger Federer hat seinem Heimatkanton den Rücken gekehrt. Der fünffache Sieger von Wimbledon hat seinen Wohnsitz von Oberwil BL ins Steuerparadies Wollerau SZ am Zürichsee verlegt.

Federer habe sich bereits Ende März abgemeldet, sagte der Oberwiler Gemeindeverwalter Hanspeter Gärtner auf Anfrage zu einem Bericht in der «Basler Zeitung» vom Donnerstag. In Oberwil lebte die amtierende Nummer 1 der ATP-Weltrangliste während rund drei Jahren in einer Eigentumswohnung. Zuvor hatte er seinen Wohnsitz in Bottmingen BL.

Schöne Wohnung mit Blick auf See

Jetzt hat der 1981 in Basel geborene Tennis-Profi, der am 7. Juli den letzten Wimbledon-Final gegen Rafael Nadal verloren hatte, mit seiner Partnerin Mirka Vavrinec seinen Hauptwohnsitz in Wollerau. Roger Federer habe dort eine schöne Eigentumswohnung mit Blick auf den See gefunden, sagte sein Anwalt Filippo Beck zur SDA.

Wollerau ist als Steuerparadies bekannt. Auch der gescheiterte UBS-Chef Marcel Ospel hat seinen Wohnsitz von Basel in die Schwyzer Gemeinde verlegt. Steuergründe hätten indes bei Federers Umzug keine Rolle gespielt, sagte sein Anwalt. Vielmehr habe er in der Umgebung der neuen Wohnung viele Freunde.

Keinen Platz mehr für Pokale

Zudem sei Federers ehemalige Wohnung in Oberwil zu klein gewesen. Seine Pokale habe er wegen Platzmangels bei seinen Eltern unterbringen müssen, war von Beck weiter zu erfahren.

Wäre es dem Tennisstar um die Steuern gegangen, hätte er sich wohl eher in Dubai niedergelassen. Im Emirat auf der arabischen Halbinsel besitzt Federer ebenfalls eine Wohnung. Dubai kennt weder Einkommens- noch Vermögenssteuern.

Was der Wegzug Federers finanziell für Oberwil bedeutet, war bei der Gemeindeverwaltung nicht zu erfahren, da im Kanton Baselland das Steuergeheimnis gilt. Laut Gemeindeverwalter Gärtner sei Roger Federer sicher ein guter Steuerzahler gewesen, dessen Wegzug jedoch dank anderen Gutverdienern in der Gemeinde mit rund 10 000 Einwohnern ohne Probleme zu verkraften sei.

(sda)

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