Aktualisiert 16.05.2007 15:24

Federer zittert sich in Achtelfinal

Roger Federer hat im ATP-Masters-Series-Turnier in Hamburg mit Ach und Krach den Achtelfinal erreicht. Die Weltnummer 1 schlug bei seinem ersten Auftritt nach der Trennung von Coach Tony Roche den Argentinier Juan Monaco (ATP 48) 6:3, 2:6, 6:4.

Federer trifft am Donnerstag auf den Sieger der Partie zwischen Juan Carlos Ferrero (Sp/ATP 19) und Marat Safin (Russ/ATP 26).

Nach dem frühen Out vor Wochenfrist in Rom war Federer froh, die erste Hürde in Hamburg überhaupt genommen zu haben. «Ich hatte das Ziel, hier eine Runde zu überstehen», sagte Federer unmittelbar nach der Partie. Und das meinte der Branchenprimus durchaus ernst. «Klar möchte ich dieses Turnier gewinnen. Doch nach den Turbulenzen der letzten Tage war es wichtig, vorerst einmal zu einem Sieg zu kommen.» Die Zauberschläge müssten später kommen, sagte der Schweizer.

So stand das Spiel gegen den 23-jährigen Monaco (ATP 48), der in diesem Jahr das Turnier von Buenos Aires gewonnen hatte, bis zum Ende auf der Kippe. Im entscheidenden dritten Satz musste Federer fünf Breakbälle zum 0:2 abwehren. Im folgenden Game verpasste er seinerseits zwei Gelegenheiten zum Servicedurchbruch. Und bei 3:4 stand Federer erneut mit dem Rücken zur Wand. Er war bei 15:30 und Deuce zweimal nur zwei Punkte vom womöglich entscheidenden Serviceverlust entfernt. Dann aber gelang dem Schweizer zur Freude der Zuschauer, die (fast) alle wegen ihm auf den Tribünen des Centre Court sassen, das Break zum 5:4, und nach 1:56 Stunden verwertete er den ersten Matchball gegen den Argentinier, mit dem er es zum erstenmal zu tun bekommen hatte.

Gemessen an den hohen Ansprüchen war Federers Leistung gegen Monaco nur mittelmässig. Er machte ungewöhnlich viele Fehler, vor allem im zweiten Satz, in dem er «schlecht gespielt» habe, wie er zugab. Zudem drückte seine Körpersprache keine grosse Sicherheit und schon gar keine Unantastbarkeit aus. Zeitweise enstand sogar der Eindruck, er liesse die Schultern hängen.

Diese Beobachtung mochte Federer hinterher nicht bestätigen. Gegenüber dem enttäuschenden Auftritt gegen Filippo Volandri in Rom sah er sich selber als verbessert. «Ich bin zu Chancen gekommen und habe diese auch genutzt, wie am Ende des dritten Satzes.» Er spüre nun eine grosse Erleichterung und habe sich auch wieder wohler gefühlt auf dem Platz, «obwohl ich auch in diesem Spiel einige schwierige Momente durchleben musste.»

ATP-Turnier in Hamburg, 2. Runde

Roger Federer - Juan Monaco 6:3, 2:6, 6:4

Hamburg. ATP-Masters-Series-Turnier (2 082 500 Euro/Sand). 2. Runde: Roger Federer (Sz/1) s. Juan Monaco (Arg) 6:3, 2:6, 6:4.

Hamburg. ATP-Masters-Series-Turnier (2 082 500 Euro/Sand). 2. Runde: Roger Federer (Sz/1) s. Juan Monaco (Arg) 6:3, 2:6, 6:4.

Carlos Moya (Sp) s. Tomas Berdych (Tsch/10) 3:6, 7:5, 7:6 (8:6).

Lleyton Hewitt (Au/16) s. Juan Ignacio Chela (Arg) 6:2, 7:6 (7:3).

Federer im Achtelfinal gegen Juan Carlos Ferrero (Sp) oder Marat Safin (Russ).

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