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MarktwertFederer zu teuer

Mit dem 6. Wimbledon-Sieg hat Roger Federer noch mehr Wert als Werbeträger. Für mittelgrosse Schweizer Firmen ist er nicht mehr bezahlbar.

von
gal

15 Grand-Slam-Titel sind sein – kein anderer vor ihm hat im Tennis so abgeräumt wie Roger Federer. Aber der Erfolg entfernt ihn auch von der Schweiz: «Für Firmen, die hauptsächlich den Schweizer Markt beliefern, ist der Tennisstar definitiv eine Nummer zu gross geworden», sagt Jürg Kernen, Herausgeber des Magazins «Sponsoring extra». Etwa Milchverarbeiter Emmi, ein langjähriger Partner von Roger Federer, überlegt sich derzeit, wie die weitere Zusammenarbeit mit dem Tennisstar aussehen soll.

«Für Schweizer Firmen, die ihre Produkte nicht global vermarkten, lohnt sich eine Zusammenarbeit mit dem Weltstar nicht mehr, da er für sie zu teuer wird», so Kernen. Stefan Rüssli von der Markenberatungsfirma Interbrand dazu: «Aber eigentlich wäre Federer rein inhaltlich für viele Schweizer Firmen ein attraktiver Partner, da er mit seinen Werten her perfekt zu vielen Betrieben passen würde.» Unter den hiesigen Sponsoren figurieren derzeit neben Emmi die Grossen Jura, Rolex, Nationale Suisse und die Swiss. Vor ein paar Monaten hat Federer den Vertrag mit dem Schweizer Kaffeemaschinenhersteller bis 2016 verlängert. «Für eine Schweizer Firma, die im Ausland expandieren möchte, ist Roger Federer sicher ein Glücksfall», so Rüssli. Offenbar schätzt es Federer nach wie vor, auch mit kleineren Schweizer Marken zusammenzuarbeiten. (gal/20 Minuten)

Tiger Woods toppt sie alle

Verglichen mit dem US-Golfstar Tiger Woods ist ­Roger Federer mit seinem Jahresverdienst von 31 Millionen Franken ein geradezu kleiner Fisch. Umgerechnet 108 Millionen Franken betrug Woods Einkommen inklusive Prämien, Sponsoren- und Werbeeinnahmen im Jahr 2008. Damit ist er laut «Sports Illustrated» der mit Abstand bestverdienendeste Sportler (vor dem Golfer Phil Mickelson mit 57 Millionen Franken). Gemäss «Forbes Maga­zine» dürfte Woods zudem bis 2010 als erster Sportler weltweit mehr als eine Milliarde Dollar verdient haben.

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