Gegen die USA: Federers erste 0:3-Schlappe im Davis Cup

Aktualisiert

Gegen die USAFederers erste 0:3-Schlappe im Davis Cup

Der Davis Cup 2012 ist für das Schweizer Team bereits nach dem zweiten Tag Geschichte. Einen 0:3-Rückstand - das gab es noch nie, wenn Roger Federer mit von der Partie war.

von
Franziska Burkhard

Es hätte ein riesiges Tennis-Fest werden sollen in Fribourg – und nun ist alles anders gekommen. Bereits nach dem zweiten Tag steht fest: Das Abenteuer Davis Cup ist für Roger Federer und Co. für dieses Jahr bereits wieder vorbei. Schlimmer noch: Im Herbst werden die Schweizer um den Verbleib in der Weltgruppe kämpfen müssen.

Drei Partien sind gegen die USA gespielt, unaufholbar liegt das Team von Coach Severin Lüthi mit 0:3 zurück. Das ist der Schweizer Mannschaft noch nie passiert, wenn Roger Federer die Reise zum Länder-Wettbewerb mitgemacht hat. Seit 1999 steht die aktuelle Weltnummer 3 immer wieder für das Davis-Cup-Team im Einsatz. Im Einzel hatte er bis zu seiner Niederlage am Freitag gegen John Isner nur sechsmal verloren. Lediglich zweimal davon unterlag er bereits am ersten Tag, nämlich zu seinen Anfangszeiten 1999 gegen den Belgier Christophe van Garsse und 2001 gegen den Franzosen Nicolas Escude.

Zweimal knapp am frühen Aus vorbeigeschrammt

Bei beiden Begebenheiten schrammten die Schweizer aber an einem 0:3-Rückstand vorbei, weil das Doppelduo in der Folge jeweils erfolgreich war. Gegen Belgien siegten Lorenzo Manta und Marc Rosset in vier Sätzen 6:2, 1:6, 6:7, 5:7. Gegen Frankreich konnte Federer sogar selber dazu beitragen, indem er zusammen mit Manta in einem nervenaufreibenden Spiel in fünf Sätzen 5:7, 6:3, 7:6, 6:7, 9:7 gewann.

War der heute 30-Jährige nicht mit dem Davis-Cup-Team unterwegs, konnte ein 0:3-Rückstand und somit das vorzeitige Aus nicht immer verhindert werden. Es ist noch nicht allzu lange her, als im Jahr 2010 Marco Chiudinelli, Stanislas Wawrinka, Yves Allegro und Michael Lammer in Kasachstan 0:5 untergingen. Kein einziger Sieg gelang der Truppe. Federer geriet in der Folge stark in die Kritik. Er hatte in dem Jahr keinen einzigen Einsatz am Länder-Wettbewerb absolviert.

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