Die Nummer 1 im Visier: Federers Kampfansage an Djokovic

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Die Nummer 1 im VisierFederers Kampfansage an Djokovic

In Paris kommt es zum ersten Showdown zwischen Roger Federer und Novak Djokovic: Unter Umständen ist der Schweizer schon in einer Woche die neue Nummer 1.

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Erst Schanghai, jetzt Basel: Roger Federer hat mit den beiden Turniersiegen nicht nur zwei dicke Ausrufezeichen gesetzt, sondern Novak Djokovic endgültig den Kampf um die Nummer 1 angesagt. Nach dem Triumph in Basel stellte der 33-Jährige klar, dass er kommende Woche in Paris-Bercy antreten wird.

Novak Djokovic hat seine Teilnahme in der französischen Hauptstadt bereits vergangene Woche, nach der Geburt seines Sohnes, bekannt gegeben. Der Serbe hatte sich nach Schanghai (Halbfinal-Niederlage gegen Federer) eine Auszeit gegönnt und musste zuschauen, wie Federer mit dem Sieg in Basel in der Jahresrangliste bis auf 490 Punkte herankam.

Djokovic tritt als Titelverteidiger an

Mit einem Sieg in Paris könnte Federer in einer Woche die Führung im Jahresranking übernehmen. Dann, wenn Djokovic, der in Paris als Titelverteidiger antritt, den Final verpasst. Da die beiden nicht der gleichen Tableauhälfte zugelost wurden, sind dem Schweizer diesbezüglich die Hände gebunden. Es könnte also erst im Enspiel zum Kräftemessen der Topgesetzten kommen.

An schlagkräftigen Gegnern mangelt es dem Serben trotzdem nicht: Für ein frühes Out könnten unter anderem Gael Monfils, Grigor Dimitrov, Andy Murray oder Jo-Wilfried Tsonga sorgen. Federer, der 2013 im Halbfinal von Paris an Djokovic scheiterte, könnten unter anderem Stan Wawrinka, Milos Raonic oder Tomas Berdych in die Quere kommen.

Nummer 1 ist in London möglich

Auch in London hat Djokovic als amtierender Sieger mehr Punkte zu verteidigen als Federer, der 2013 im Halbfinal an Rafael Nadal scheiterte. Demnach wartet an den ATP World Tour Finals die Chance, den Serben auch in der ATP-Weltrangliste als Nummer 1 abzulösen; vorausgesetzt, er kann den Rückstand in Paris entscheidend verkürzen, was aber nur bei einer Finalteilnahme oder dem Turniersieg der Fall wäre.

Klappt es auch in London nicht, bleibt Federer noch der Davis Cup. Dort gibt es für einen Einzelsieg zwar «nur» 75 Punkte, da sich derzeit aber ein Kopf-an-Kopf-Rennen zwischen den beiden abzeichnet, könnte die Entscheidung trotzdem erst in Lille fallen. Denn für Djokovic ist die Saison nach den World Tour Finals vorbei. Dafür sorgten Federer und Co. bereits im Februar, als sie den Davis-Cup-Achtelfinal gegen Serbien in Novi Sad 3:2 gewannen. Djokovic verzichtete auf eine Teilnahme.

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