Aktualisiert 31.03.2020 06:39

Erste Schläge nach OP

Federers Knie scheint zu halten

Sechs Wochen nach seiner Operation zeigt sich der Tenniscrack, wie er im Schneetreiben Bälle an die Wand spielt.

von
Simon Graf

Als Roger Federer am 20. Februar aus heiterem Himmel verlauten liess, er habe sein rechtes Knie einem arthroskopischen Eingriff unterziehen müssen und falle bis zur Rasensaison aus, war das für seine breite Anhängerschaft ein Schock. Inzwischen ist die (Sport-)Welt fest im Griff des Coronavirus, und wann jemals wieder internationale Tennisturniere möglich sind, steht in den Sternen. Am Mittwoch wird die definitive Absage Wimbledons erwartet, des Lieblingsturniers Federers.

Es kamen Spekulation auf, ob dies vielleicht das Ende der Karriere des 38-Jährigen bedeuten könnte. Zumal er seit der Operation kein Update über seinen Gesundheitszustand gab. Doch nun veröffentlichte er auf Twitter und Instagram sein erstes Video in Aktion seit dem Eingriff: Im Schneetreiben der Lenzerheide spielt er, dick eingepackt und unrasiert, einige Bälle an die Wand. Darüber steht mit einem Augenzwinkern: «Making sure I still remember how to hit trick shots #TennisAtHome».

Federer spielt denn auch vornehmlich Bälle zwischen den Beinen hindurch oder hinter dem Rücken. Natürlich ist dies weit davon entfernt, ein seriöses Training zu sein. Doch es ist offensichtlich, dass er keine Angst zu haben scheint, sein rechtes Knie zu belasten. Was ein gutes Zeichen ist. Innert einer Stunde wurde das Video über 600'000 Mal angeklickt und auf diversen Plattformen weiterverbreitet. Unter anderem von der ATP-Tour, die ihren Star natürlich noch eine Weile in Aktion sehen möchte.

Kürzlich machte Federer öffentlich, dass er für bedürftige Familien, die vom Coronavirus schwer getroffen sind, eine Million Franken spendet. Auch seine Rivalen Rafael Nadal und Novak Djokovic sind in ihren Ländern sehr aktiv. Wann man die drei das nächste Mal auf dem Tenniscourt sehen wird, ist offen. Bis zum 7. Juni wurde alle Turniere gestrichen, das Ranking ist eingefroren. Und es scheint bereits klar, dass die Frist weiter erstreckt werden wird.

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