Aktualisiert 04.04.2018 15:28

BaselFederers Racket ist schon jetzt historisch

Das Historische Museum Basel hat dem grössten Tennisspieler aller Zeiten einen Schrein gewidmet, wo jedermann dem Maestro eine Nachricht als geschichtliches Dokument hinterlassen kann.

von
las
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Das Historische Museum Basel widmet Roger Federer eine Vitrine.

Das Historische Museum Basel widmet Roger Federer eine Vitrine.

20 Minuten/las
So sieht der Schrein zu Ehren des grössten Tennisspielers aller Zeiten aus, situiert in einer Halle voller weiterer historischer Exponate.

So sieht der Schrein zu Ehren des grössten Tennisspielers aller Zeiten aus, situiert in einer Halle voller weiterer historischer Exponate.

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Dahinter steht die Memobox, wo jedermann eine Sprachnachricht zu King Roger hinterlassen kann.

Dahinter steht die Memobox, wo jedermann eine Sprachnachricht zu King Roger hinterlassen kann.

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Obwohl er sie schon oft geschrieben hat, ist Roger Federer (36) selbst noch lange nicht Geschichte. Seine Karriere hat aber mit 20 Grand-Slam-Siegen historische Dimensionen erreicht. Damit hat er sich nun sogar eine eigene Vitrine im Historischen Museum Basel (HMB) verdient. Diese enthält einen von Federers Schlägern vom Australian Open 2016 sowie ein Ball, den er bei einem Davis-Cup-Spiel der Schweiz geschlagen hat.

Doch Roger Federer ist nicht nur ein Synonym für sportlichen Erfolg. Es ist auch seine sympathische Art, die ihn zum Aushängeschild der Region Basel und der ganzen Schweiz gemacht hat. In der Memobox hinter dem Federer-Schrein kann jeder nun in Form einer Sprachnachricht anonym ein Stück zum historischen Erbe des Superstars beitragen. Die Dokumente sind hier öffentlich einsehbar.

Lobende und scherzhafte Töne

«Roger Federer zeigt, dass man ehrgeizig sein und trotzdem sympathisch bleiben kann», sagt eine Mutter aus der Region Basel. Für sie sei das eine sehr wichtige Message. Ein Tennisspieler aus der Region hat Federers Karriere von Anfang an verfolgt. «Wir sind in dieser Generation mit top-talentierten Sportlern gesegnet», schwärmt er.

Doch nicht nur Federer-Fans setzen sich vors Mikrophon: «Es ist der Schläger eines sehr guten Tennisspielers. Aber nicht so gut wie Rafael Nadal», meint ein spanischsprachiger Museumsbesucher. Ein anderer findet: «Benennt das Museum doch gleich in Roger-Federer-Museum um.»

Offen für alle

«Jeder soll etwas dazu beitragen können», sagt HMB-Sprecherin Eliane Tschudin. Die Memobox, die derzeit hinter der Federer-Vitrine steht, sei die Realisierung eines Projekts vom Museomix-Kreativ-Event 2016. Sie soll den Besuchern die Möglichkeit geben, aktiv etwas zur Ausstellung beizutragen, indem sie ihre eigenen Gedanken hinterlassen können.

Dabei fiel die Wahl nicht zufällig auf Roger Federer: «Wir haben für die Memobox Exponate ausgesucht, die den Menschen nahe stehen», so Tschudin. Zuletzt stand die Aufnahmestation hinter einer Punk-Jacke, die Widerstand und Rebellion symbolisierte, und zahlreiche Besucher dazu veranlasste, eine Nachricht zu deponieren.

Roger Federer ist jetzt reif fürs Museum

Das Historische Museum Basel hat dem grössten Tennisspieler aller Zeiten einen Schrein gewidmet, wo jedermann dem Maestro eine Nachricht als geschichtliches Dokument hinterlassen kann. (Video: 20 Minuten)

Ein paar Hörbeispiele aus dem Museum. (Video: 20 Minuten)

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